Sie haben Javascript deaktiviert und können somit nicht alle Funktionen dieser Website benutzen. Um Ihnen ein bestmögliches Surferlebnis zu ermöglichen, sollten Sie Javascript in Ihrem Browser aktivieren.

Archiv "Partnerstädte"

Musikalische Aufklärungsarbeit

Aika Akakomowitsch aus Jena. Gestern abend zu erleben bei Jingel Bell als letzter Act auf der Clubbühne im E-Werk. Ja, es hätten ein paar mehr Leute im Publikum sein können, aber wer da war, hat etwas Elementares erlebt, eine musikalische Urgewalt, etwas Unerhörtes. Punk mit Gitarre und Keyboard - und zwei Stimmen. Kein Schlagzeuger, niemand am Baß. Alles in dem Zauberkasten, bedient vom Hexenmeister Max Brome. Mal sphärisch wie von ein...er anderen Welt, dann wieder mit donnernden Riffs, auf die minimalistische Melodien tropfen.

Aika Akakomowitsch

Ein ganz ungewöhnliches Elexier, von einem Duo gebraut. Und der berühmte Dritte Mann? Der steht am Mischpult, steuert und lenkt, was da so an Klangkaskaden und optischen Effekten niedergeht. Am Ende des Konzerts weiß man, da kommt noch viel, von der Band werden wir noch hören. Aufgeklärt jedenfalls sind wir Erlanger jetzt darüber, was man von Musik heute erwarten darf.

Aika Akakomowitsch

Fragt man übrigens nach dem doch etwas ungewöhnlichen Namen des Trios, erzählen die Jungs etwas, das ältere Rocksemester so ähnlich schon von Lynyrd Syknyrd gehört haben: Ein Physiklehrer hat da so eine Geschichte von einem Russen erzählt, dem der Mantel geklaut wurde... Und der hieß wohl so. Ja, tatsächlich, es handelt sich um den tragik-komischen Akakij Akakijewitsch aus Nikolaj Gogols Novelle "Der Mantel". Mindestens so lesenswert wie die Band hörenswert ist. Wofür Schule doch so alles gut sein kann...

Peter Steger, 23.12.2015


 

02.01.2016
» zurück zur Übersicht

Weiterführende Informationen