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Archiv "Partnerstädte"

Erfahrungsbericht Erlangen - Cumiana

Auf Einladung von "SempliceMente Cumiana", einem Zusammenschluß einiger Familien mit behinderten Kindern, besuchte Ende August eine Gruppe des WAB Kosbach / Adelsdorf (WAB = Wohnen-Arbeiten-Befähigen) die mit Erlangen befreundete Stadt im Piemont. Die Cumianesen hatten für den drei Tage dauernden Aufenthalt ein umfangreiches Programm vorbereitet. Von der luxuriösen Unterkunft aus wurden die Sehenswürdigkeiten Cumianas besichtigt und am F...riedhof mit Blumen der Opfer des NS-Massakers gedacht.

Gemeinsam mit den Behinderten aus Cumiana und deren Eltern wanderten tags darauf die Gäste in den Bergen oberhalb des Städtchens und nahmen in einer Waldlichtung an einem traditionellen Polentafest der Alpini (Gebirgsjägerveteranen) teil. Der Besuch eines großen Erlebniszoos war sehr interessant und unterhaltsam.

Erfahrungsbericht

Am letzten Tag des Besuches stand Turin auf dem Programm. Die berühmte Basilika "Superga" konnte ebenso begeistern, wie die "Mole Antonelliana", das Wahrzeichen der Stadt, eine Schiffahrt auf dem Po und ein Rundgang durch diese wunderschöne Königsstadt - trotz der Hitze sehr beeindruckend.
Während des ganzen Besuches wurden die Erlanger mit der hervorragenden piemontesischen Küche verwöhnt, und auch der Bürgermeister Cumianas, Paolo Poggio, hat sich einige Male vom Wohlbefinden seiner Gäste persönlich vergewissert.

Ein Erfahrungsaustausch zwischen den mitgereisten Betreuerinnen der WAB und den betroffenen Eltern aus Cumiana hat viele Unterschiede in den Bedingungen der Betreuung Behinderter in Italien und Deutschland offenbart. Die mangelhafte, bzw. fehlende Ausbildung von Sonderschulpädagogen sowie die unzureichende Unterstützung durch den Staat wurde seitens der Gastgeber bemängelt. Um die geknüpften Kontakte zu vertiefen, wurde ein Gegenbesuch in absehbarer Zeit verabredet, wobei es sehr schwer sein wird der empfangenen Herzlichkeit und Großzügigkeit der Aufnahme in Cumiana zu entsprechen! Als sehr hinderlich wurde die Sprachbarriere empfunden - ein Grund für die Erlanger Betreuerinnen, einen der vielen Italienischkurse der Volkshochschule zu belegen zu wollen.

Trotz ihrer Kürze war die Fahrt für alle ein großer Gewinn und sicherlich der Anfang einer für beide Seiten fruchtbaren Freundschaft.

Manfred Kirscher, 07.09.2015

 

28.02.2016
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