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Archiv "Partnerstädte"

Wer zuerst kommt, fährt zuerst

Amerikaner laden gern zu sich nach Hause ein und fragen die Gäste nach ihren Eindrücken von Land und Leuten. Dabei zeigen sie durchaus Selbstkritik. Wenn Kalifornien mehr Geld für die Gefängnisse als für die Hochschulen ausgibt, sei etwas falsch mit dem System. Wenn psychisch kranke Menschen ihrem Schicksal - oft der Verwahrlosung und Obdachlosigkeit - überlassen werden, widerspreche dies den Idealen eines Landes, das doch jedem in Aussicht stelle, nach seinem Glück streben zu können.

Riverside bei Freunden 1

Dieses Glück sei ungerecht verteilt, so hört man allenthalben, und doch - auch davon ist jeder überzeugt - finde man es doch wohl noch am ehesten in den USA. Und bestimmt in Riverside, wo Gäste aus Erlangen besondere Glücksmomente erleben dürfen.

Ausflug San Diego

Etwa bei einem Tagesausflug nach San Diego, wo die großen Flugzeugträger vor Anker liegen und ein weltberühmter Zoo Besucher lockt. Wo ein Passant auf den Rotschulterbussard auf dem Kirchturm aufmerksam macht, und wo man in einem Lokal zum Mittagessen auch eine Portion Humor bestellen kann und zum Nachtisch mindestens dreimal kräftig lacht. Wo der Pazifik so still ist, daß man keine Brandung wahrnimmt, und das Klima wohl zu jeder Jahreszeit zum Verweilen einlädt. Wo das mexikanische Stilelement auf Schritt und Tritt prägend ist, aber auch ein internationales Dorf mit einem deutschen Haus angelegt ist.

Mexikanisches in San Diego

Auf teilweise vierzehnspurigen Freeways geht es dahin, wenn man nicht gerade im Stau steckt, wobei einiges zu beachten ist: Überholen kann man von rechts wie von links, allerdings sollte man nie schneller als zwischen 110 und 120 km/h fahren. Ist man mit Beifahrer oder noch mehr Fahrgästen unterwegs, empfiehlt sich die linke Spur als "Car pool", und für die ganz eilig Reisenden gibt es streckenweise auch noch eine "express lane" gegen Maut.

Midway in San Diego

Dennoch: Entspannt geht es zu, ohne Lichtsignale oder gar Hupen. Nur in den Städten ist Vorsicht geboten an den vielen Stopschildern, die man gern einmal übersieht, und an den Ampeln, die häufig auf der anderen Straßenseite stehen, aber auch ohne Pfeil das Abbiegen nach rechts erlauben, wenn frei sein sollte. Im übrigen gilt an Kreuzungen, die hier als XING markiert sind: Wer zuerst kommt und anhält, fährt zuerst weiter. Kein schlechtes Prinzip - im Prinzip, wenn sich alle daran halten.

Peter Steger, 20.10.2015

 

02.01.2016
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