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Archiv "Partnerstädte"

Hinter den Kulissen von Riverside

Eigentlich verwunderlich, daß man in Riverside so spät auf die Idee kam, partnerschaftliche Beziehungen zu einer deutschen Stadt aufzunehmen, denn der Anteil der Bevölkerung, der deutsche Wurzeln hat, liegt bei fast 8%. Diese Zahl wiegt noch schwerer, wenn man sie in Relation zu den 31% Anteil der Weißen insgesamt an den Einwohnern von Riverside setzt, gegenüber 53%, die als Hispanics gelten, also ursprünglich aus Mexico oder anderen südamerikanischen Ländern kommen; nur 7% bzw. 5% entfallen auf Asiaten und Schwarze, und der Rest verteilt sich auf Indianer und andere Rassen.

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Barry Hildebrandt ist einer von diesen ursprünglich Deutschstämmigen, die freilich zumeist die Sprache ihrer Vorfahren nicht mehr beherrschen, sich aber besonders für Erlangen interessieren, die Partnerstadt schon besucht haben, zum Partnerschaftsverein gehören und nun natürlich von den Gästen möglichst viel erfahren wollen, besonders über die Flüchtlingsfrage, zu der sie aus den Medien viel zu wenig wissen.

Welcome 2

Aber auch von ihm ist viel zu erfahren. Als Makler hätte ihn die Krise vor ein paar Jahren fast die Existenz gekostet, doch nun laufen die Geschäfte wieder. Riverside hat mit einem Akademikeranteil von mehr als 30% und einem Durchschnittsalter von gerade einmal 30 Jahren ein großes Potential und durch die drei Universitäten viel Fluktuation auf dem Immobilienmarkt. Für durchschnittlich 350.000 Dollar kann man sich den Traum vom eigenen Haus erfüllen - vor dem Hintergrund einer Arbeitslosenquote von knapp unter 8%, einem Einkommen von ca. 55.000 Dollar pro Haushalt und niedrigen Zinsen. Und dann diese Zahl: Seit dem Jahr 2000 hat die Bevölkerung von Riverside um 24% zugenommen, und der Zuzug hält an...

Welcome 3

Abschied genommen hat Riverside bereits von der sprichwörtlichen amerikanischen Verschwendungssucht. Vor allem beim Wasser. Kein Wunder angesichts der seit Jahren anhaltenden Dürre. Gegossen wird - wenn überhaupt noch - nur mit Brauchwasser, und immer mehr Hausbesitzer tun es der Stadtverwaltung gleich. Man ersetzt den gewohnten grünen Rasen durch die klimatisch gegebene Wüstenvegetation. Und siehe da, es sieht sogar gut aus und erfordert viel weniger Pflege.

Welcome 4

Dennoch: Nichts wünschen sich die Menschen in Riverside derzeit mehr als Regen. Doch der läßt weiter auf sich warten, auch wenn für die nächsten Stunden lokale Gewitter angesagt sind.

Peter Steger, 16.10.2015


 

02.01.2016
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