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Archiv "Partnerstädte"

Kennst Du die Stadt, wo die Zitronen blühen?

Zu den Konstanten der Städtepartnerschaft mit Riverside gehört seit vier Jahren der Austausch des Albert-Schweitzer-Gymnasiums und des Ohm-Gymnasiums mit der der Poly- und Martin Luther King High School. Besucht man sie, versteht man, warum die Verbindung so lebendig ist. Die jungen Leute, die man hier "students" nennt, zeigen sich in einer Weise mit ihrer Schule verbunden, wie man es in Deutschland kaum kennt, und sie wissen, was sie werden wollen. Erklärbar durch das Ganztagssystem, aber auch durch die Teambildung im Sport, der pro Tag mindestens eine Unterrichtseinheit in Anspruch nimmt - auf Anlagen, die so gut wie alles möglich machen: Schwimmen, Tanzen, Ballspiele, Ringen... Man braucht eben die Punkte später fürs College, und Sportvereine nach deutscher Lesart gibt es nicht, Klubs verlangen hohe Gebühren.

Felizitas Traub-Eichhorn mit Schülerklasse

Vor allem aber sind es wohl, wie überall auf der Welt, die Lehrkräfte, die motivieren und in Riverside viel von einem Entertainer zu haben scheinen, jedenfalls für ihr Fach brennen und die "students" nach eigenem Bekunden begeistern. Aber auch die Gäste, vor allem dann, wenn plötzlich Schüler auftauchen, die von ihrem Besuch in Erlangen erzählen, oder wenn andere Interesse am nächsten Austausch anmelden.

Citrus Hertiage Park

Es ist der letzte Tag einer Woche, prallvoll mit ungewöhnlichen Einblicken in eine Stadt, in eine Land, in eine Mentalität, eine Woche der menschlichen Begegnungen. Und so verwundert es schon fast nicht mehr, wenn im Citrus Hertiage Park ein Anmeldeschein für die Gruppe aus Erlangen in deutscher Sprache auf einem Formular mit dem Wappen der Hugenottenstadt ausliegt, wenn die Begrüßung und Führung auf Deutsch gemacht wird...

Citrus Hertiage Park Ausblick

Hier, in diesem Park, hat Riversides Goldrausch in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts seinen Anfang genommen, als man für einen Dollar je Stück die Orangen an Goldschürfer verkaufen konnte, die sich so gegen Skorbut schützten, als zunächst Chinesen, dann Japaner und Koreaner, später Mexikaner die Zitrusfrüchte pflückten, verpackten, verschickten - ins ganze Land. Besonders die Navel-Orange, die hier gezüchtet wurde, hier, wo die Universität bis heute immer neue Kreuzungen hervorbringt und Erkrankungen erforscht. Hier, wo die Idee geboren wurde, auf jeden Frühstückstisch ein Glas Orangensaft zu stellen.

Grundstück von Charlie Chaplin

Hier, auf historischem Boden, wo einst Charly Chaplin eine Villa bauen wollte, bis die Depression dies verhinderte. Hier wo Früchte wachsen, früher von Öfen unter freiem Himmel vor den gelegentlichen Frösten geschützt, Früchte, von denen kaum ein Laie jemals gehört hat: nicht nur Zitronen, Bergamotten, Pomelos, sondern Exoten wie Buddhas Hand oder die Fingerlimette mit ihrem Zitruskaviar... Und das alles zum Verkosten... Köstlich! Und nur hier in Riverside.

Rusty Bailey, Anette Wirth-Hücking, Felizitas Traub-Eichhorn und Karin Roberts

Der Tag und der Aufenthalt endet mit einem Empfang im Rathaus und einem Dank an alle Mitorganisatoren - von den Hochschulen bis zur Polizei, vor allem aber an Karin Roberts, der Mayor Rusty Bailey sowie die Stadträtinnen Felizitas Traub-Eichhorn und Anette Wirth-Hücking für ihre großartige Arbeit mit einem Blumenstrauß Dank sagen. Er endet aber auch mit einem Aufbruch, denn in allen nur denkbaren Bereichen wurde vereinbart, die Zusammenarbeit auszubauen. Wie es eben sein soll in einer Partnerschaft...

Peter Steger, 14.10.2015

02.01.2016
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