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Archiv "Partnerstädte"

Ein Fest der Einheit

Wie schon Florian Janik in seinem gestrigen Grußwort meinte: "Es ist unmöglich, all die vielen Begegnungen im Laufe dieses 25 Tages der Einheit zu nennen. Man würde zu viele vergessen." Und so kann denn auch dieser Kurzbericht nur einige Streiflichter auf den gestrigen Tag werfen.

Ernst Bayerlein, Gerd Busch und Dietmar Hahlweg

Die Auszeichnung der 25jährigen Freundschaft von Ernst Bayerlein, ehemaliger Mitarbeiter des Sportamtes Erlangen, und Gerd Busch, Vorsitzender der Wohnsportgemeinschaft Lobeda, mit Ehrenbriefen; die Turniere der Volleyball- und Tischtennisteams aus den Partnerstädten mit geplanter Fortsetzung in Jena; ein Festakt im Redoutensaal, der gestandene Männer zu Tränen rührte mit der Sarabande von Georg Friedrich Händel zu Ehren der Maueropfer, intoniert vom Kosbacher Stadlchor oder mit der szenischen Verbindung, die Kinder der Loschgeschule unter Anleitung von Knut-Wulf Gradert unter dem Schiller'schen Motto "Der Mensch ist frei" vom Absolutismus bis zur Schießbefehl und Mauerfall schufen; die anmutigen Übungen der "Turnkinder" der Wohnsportgemeinschaft Lobeda, die vor 25 Jahren zum ersten Mal in Erlangen aufgetreten war; das Zeitzeugengespräch, geführt von Jule Weipert und Felix Bernecker mit der ehemaligen Bundestagsabgeordneten, Heide Mattischeck, und Bernd Peter, Leiter des Angergymnasiums a.D., die sich nachgerade ideal in ihren Erinnerungen ergänzten, aus denen nur zitiert sei, was es wohl bedeuten mag, als Lehrer für Englisch vor der Wende nie im englischsprachigen Ausland gewesen zu sein und den Mut zu haben, von der Stasi eine Entschuldigung für unberechtigte Vorwürfe zu fordern und diese dann sogar zu bekommen; das gemeinsame Singen der deutschen Hymne mit Austausch-Schülern aus Wladimir, die Text und Melodie eigens einstudiert hatten...

Redoutensaal

Altoberbürgermeister Peter Röhlinger war in Vertretung seines Nachfolgers, Albrecht Schröter, gekommen, der wegen der Neonazi-Demonstrationen in Jena hatte bleiben müssen. Mit Tausenden von Demokraten bot er in der Partnerstadt den Rechten die Stirn. Und der bis auf den letzten Platz gefüllte Redoutensaal zeigte mit tosendem Applaus dafür sein Verständnis.

Knut Gradert mit seinem Kosbacher Stadlchor und dem Ziegenhainer Singekreis

Eine Auswahl der Nachmittagsveranstaltungen und Vereinstreffen, immer nur stellvertretend, sei dennoch gewagt: der VdK, der Seniorenbeirat, der Alpenverein, die IG-Metall-Senioren, die Eine-Welt-Läden, die Naturfreunde, Jugendgruppen vom Freiwilligen Europäischen Jahr oder die Zentren für Selbstbestimmtes Leben, seit 25 Jahren eng miteinander verbunden, wie fast alle anderen auch.

Dekan Josef Dobeneck, ökumenischer Gottesdienst in St. Matthäus

Dann seit Jahren endlich wieder einmal eine Dichterlesung mit Autoren aus beiden Städten, ein Festkonzert des Kosbacher Stadlchors mit dem Singekreis Ziegenhainer Tal und das umjubelte Konzert des Knabenchors der Jenaer Philharmonie nach einer ökumenischen Andacht in St. Matthäus, die von den Gästen gemeinsam mit der Kantorei der Kirchengemeinde musikalisch gestaltet wurde. So harmonisch, so gelungen, daß beide Ensembles schon an eine Fortsetzung ihres Zusammenwirkens denken.

Knabenchor der Jenaer Philharmonie und Kantorie St. Matthäus

Ein Wort des Dankes an das Jugendparlament, das nicht nur das Zeitzeugengespräch ermöglichte, sondern auch am Nachmittag den Knabenchor durch Erlangen führte, ein Wort des Dankes an Der Beck für seine 500 Lebkuchen als süßem Gruß an alle Teilnehmer sowie deren Wegzehrung am Abend.

Einheitslebkuchen von Der Beck

Und schließlich ein Wort des Dankes an die mehr als 300 Gäste aus Jena, die den 25. Tag der Einheit zu einem Fest haben werden lassen.

Peter Steger, 04.10.2015

03.01.2016
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