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Archiv "Partnerstädte"

4. chinesisches Filmfestival

Chinas Ränder

„Chinas Ränder“ stehen im Zentrum des vierten chinesischen Filmfestivals: Es ist den sogenannten nationalen Minderheiten Chinas gewidmet, ihren Besonderheiten und ihren ganz eigenen Identitätsfindungen. Dabei werden sowohl Filme von Angehörigen dieser ethnischen Gruppen als auch von Regisseurinnen und Regisseuren der Mehrheitsbevölkerung der Han-Chinesen gezeigt – so entsteht aus dem Wechselspiel von Blicken von innen und von außen ein differenziertes Bild der komplizierten und vielschichtigen Befindlichkeiten von Minoritäten im chinesischen Staat. Musik und religiöse Traditionen, die Gegensätze des ländlichen und städtischen Lebens, die Gratwanderung in der Grauzone zwischen Anerkennung alter Bräuche und dem Druck der Modernisierung, aber auch der Kampf um das schiere Überleben in den ökonomischen Zwängen der Gegenwart spielen eine entscheidende Rolle in den hier gezeigten Filmen. Das Filmfestival 2016 findet in Erlangen und Nürnberg statt. Zu Gast sind der mehrfach preisgekrönte Regisseur Pema Tseden, dessen Film „Tharlo“ bereits 2015 bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig gezeigt wurde, sowie die vielversprechende Nachwuchsregisseurin Wu Na.

Das komplette Programm mit detaillierten Informationen steht unten zum Download bereit.

Die Filme:

Tharlo 塔洛
Regisseur: Pema Tseden
Drama, Tibetisch, 123 Min.

Der Waise Tharlo lebt als Schafhirte in einem tibetischen Dorf. Aufgrund seiner langen Haare wird er von allen nur „Pferdeschwanz“ genannt, da sich niemand – auch er selbst nicht – an seinen richtigen Namen erinnert. Mit über 40 Jahren ist er noch unverheiratet. Bei einem Besuch in der Stadt trifft er beim Friseur eine junge Frau, die sein Leben verändert. Auf der Suche nach seinem wahren Selbst verkauft er seine Schafe und möchte mit der jungen Frau in die Welt hinaus. Doch sie täuscht und betrügt ihn, und Tharlo steht am Ende mittellos und verloren da und erkennt sich selbst nicht wieder.
Erlangen Mittwoch, 16.11.2016, 18:00 Uhr, OmeU
Nürnberg Donnerstag, 17.11.2016, 18:30 Uhr, OmeU
mit Filmgespräch in Anwesenheit des Regisseurs

Song and Moon 行歌坐月
Regisseurin: Wu Na
Drama, Dong, 90 Min.

Der Film erzählt die Geschichte des Mädchens Xing aus dem Volk der Dong, die wegen ihres Jugendschwarms ihr Heimatdorf verlassen möchte. Sie weiß, dass er eines Tages wieder gehen wird und möchte sich gemeinsam mit ihm als Wanderarbeiterin verdingen. Ihre Familie stellt sich jedoch dagegen, gab es doch schon einmal eine unglückliche
Liebe zwischen Xings Tante und dem Onkel des Jungen. Als der junge Mann beginnt, ihre Gefühle zu erwidern, scheint sich alles zum Guten zu wenden. Doch die Situation ist nicht von Dauer: Es kommt zu einer Katastrophe, der junge Mann verlässt das Dorf, und Xing steht vor einer schweren Entscheidung.
Erlangen Donnerstag, 17.11.2016, 20:00 Uhr, OmeU
Nürnberg Sonntag, 20.11.2016, 20:00 Uhr, OmeU
mit Filmgespräch in Anwesenheit der Regisseurin

River Road 家在水草丰茂的地方
Regisseur: Li Ruijun
Drama, Uigurisch /Chinesisch, 103 Min.

River Road erzählt die Geschichte zweier Brüder, die getrennt voneinander aufwachsen und erst in der Schule aufeinander treffen. Nach dem Tod des Großvaters machen sich die beiden auf Kamelen auf den Weg in die Heimat. Wird die gemeinsame Reise die entfremdeten Brüder näher zusammen bringen?
Erlangen Sonntag, 20.11.2016, 20:00 Uhr, OmeU
Nürnberg Samstag, 19.11.2016, 20:00 Uhr, OmeU

Under the Split Light 余光之下
Regisseur: Deng Bochao
Dokumentarfilm, Chinesisch/Hakka, 130 Min.

Im Bezirk Nanfeng in der Provinz Hainan wohnen Angehörige verschiedener Volksgruppen. Ein Volksliedsänger ist auf der Suche nach traditionellem Liedgut in den abgelegenen Bergdörfern unterwegs, wo die Bevölkerung zum Laternenfest eine von den Behörden unerwünschte Prozession vollführt. Konflikte scheinen vorprogrammiert…
Erlangen Freitag, 18.11.2016, 18:00 Uhr, OmeU
Nürnberg Samstag, 19.11.2016, 14:00 Uhr, OmeU

South of the Clouds 彩云之南
Regisseur: Wang Erzhuo
Dokumentarfilm, Dai / Chinesisch, 87 Min.

Der Film beschreibt das Leben einer einfachen Frau an der Grenze zu Myanmar. Sie erzählt von ihren Jugendträumen und dem Erlöschen ihrer Liebe. Sie lebt mit einer Gruppe von Mädchen des Dai-Volkes zusammen. Deren Leben und Träume haben gerade erst begonnen, während ihre eigenen immer farbloser werden.
Erlangen Sonntag, 20.11.2016, 18:00 Uhr, OmeU
Nürnberg Freitag, 18.11.2016, 20:00 Uhr, OmeU

E cha 俄查
Regisseur: Xie Rong
Dokumentarfilm, Hlai / Chinesisch, 96 Min.

Im Dorf Echa auf der Insel Hainan wohnt das Li-Volk in Häusern in Bootsform. Im Jahr 2010 beschließt die Provinzregierung, alle Bewohner der Bootshäuser in Ziegelbauten umzusiedeln. Ein Doktorand der Peking-Universität, der die Sitten und Gebräuche des Li-Volkes untersucht, wird Zeuge dieser einschneidenden Umbrüche.
Erlangen Samstag, 19.11.2016, 20:30 Uhr, OmeU
Nürnberg Sonntag, 20.11.2016, 17:30 Uhr, OmeU

The Trail from Xinjiang 偷
Regisseurin: Chen Dongnan
Dokumentarfilm, Chinesisch, 36 Min.

Musa und seine Freunde aus dem Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang ziehen als Taschendiebe von Stadt zu Stadt. Der Film zeigt schonungslos, wie ihr Leben von Hoffnungslosigkeit und Fatalismus bestimmt wird, und wie sie versuchen, ihren Platz in einer Gesellschaft zu finden, die durch den wirtschaftlichen Wandel Chinas geprägt ist.
Erlangen Samstag, 19.11.2016, 17:00 Uhr, OmeU
Nürnberg Sonntag, 20.11.2016, 15:00 Uhr, OmeU

Mirror of Emptiness 无镜
Regisseurin: Ma Li
Dokumentarfilm, Chinesisch / Tibetisch, 120 Min.

Der Film stellt den Tempel Sexu mit seinen fünf unterschiedlichen Bereichen vor. Fünf Lamas werden interviewt, ferner ein Spezialist für Bestattungen sowie ein Mönch, der den Orden verlassen hat. Der Film dokumentiert einzigartige Lebensund Seelenwege unter den extremen Bedingungen der tibetischen Hochebene.
Erlangen Samstag, 19.11.2016, 18:00 Uhr, OmeU
Nürnberg Freitag, 18.11.2016, 17:30 Uhr, OmeU

A Simple Goodbye 告别
Regisseurin: Degena Yun
Drama, Chinesisch / Mongolisch, 94 Min.

Eine Tochter kehrt aus Großbritannien nach Peking zurück, wo sie mehr in einer Internetbeziehung als im Hier und Jetzt lebt. Ihr todkranker Vater sehnt sich nach der Heimat seiner Jugend, der mongolischen Steppe, zurück. Ein Film über die Entfremdung zwischen den Generationen und die Entwurzelung der Menschen in unserer Zeit.
Erlangen Freitag, 18.11.2016, 20:30 Uhr, OmeU
Nürnberg Donnerstag, 17.11.2016, 21:30 Uhr, OmeU

A Village with two 两个人的村庄
Regisseur: Zha Xiaoyuan
Dokumentarfilm, Ningxia-Dialekt, 77 Min.

Der Dokumentarfilm beschreibt das Leben eines alten Ehepaars. Der Mann ist seit seiner Kindheit blind, die Frau in ihrer Bewegung eingeschränkt. Die beiden leben allein in einem Bergdorf. Alle anderen Bewohner wurden umgesiedelt, sie jedoch kennen die Berge schon ihr ganzes Leben lang und fühlen sich dort frei.
Erlangen Donnerstag, 17.11.2016, 18:00 Uhr, OmeU
Nürnberg Sonntag, 20.11.2016, 15:00 Uhr, OmeU

Apuda 阿仆大的守候
Regisseur: He Yuan
Dokumentarfilm, Naxi, 142 Min.

Apuda und sein Vater leben allein auf dem Land. Im Herzen ein Kind geblieben, kümmert sich Apuda um den alten Vater, der ihn abgöttisch liebt. Als dieser im Sterben liegt, betreut Apuda ihn tagein, tagaus, ohne von seiner Seite zu weichen.
Erlangen Sonntag, 20.11.2016, 15:00 Uhr, OmeU
Nürnberg Samstag, 19.11.2016, 17:00 Uhr, OmeU

 

Veranstaltungsorte:

Manhattan-Kinos
Güterhallenstraße 4
91054 Erlangen
09131- 22 22 3

Casablanca Filmkunsttheater
Kopernikusplatz
Brosamer Straße 12
90459 Nürnberg
0911- 45 48 24

06.10.2016
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