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Archiv "Partnerstädte"

Gemeinsam die Zukunft der Städtepartnerschaft gestalten

Die Städtepartnerschaft Erlangen-Eskilstuna feierte in diesem Jahr ihr 55-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass bereiste eine 8-köpfige Delegation um Erlangens Oberbürgermeister Dr. Janik vom 23. bis 26. Oktober die südschwedische Partnerstadt.

Delegation in EskilstunaAusstellungseröffnung Fotogrupp Eskilstuna und Erlanger Fotoamateure

Doch das Jubiläum wurde nicht erst mit dieser Delegationsreise gefeiert. Bereits in den vergangenen Monaten fand eine Reihe von Begegnungen in beiden Städten statt: ein Jubiläumskonzert des Erlanger Kammerorchesters mit dem Orkesterförening in der Heinrich-Lades-Halle, gemeinsame Ausstellungen der Fotogrupp Eskilstuna und der Erlanger Fotoamateuro im Bürgertreff Isar 12 und der Stadtbibliothek Eskilstuna sowie in den Rathäusern beider Städte, eine Jugendfreizeit des Erlanger CVJM mit 50 Teilnehmer_innen in Solvik bei Eskilstuna. Und auch die Volkstanzfreunde Erlangen-Frauenaurach freuten sich beim Sommerfest über Besuch aus der schwedischen Partnerstadt. Diese Begegnungen verdeutlichten, dass die Partnerschaft zwischen Erlangen und Eskilstuna noch immer lebendig ist und auch von bürgerschaftlicher Seite gelebt ist.

Dennoch stellt sich nach 55 erfolgreichen Jahren der Partnerschaft die Frage nach der zukünftigen Ausrichtung: Welche Themen beschäftigen beide Städte, wo gibt es Anknüpfungspunkte für einen Austausch und wo können wir voneinander lernen?

Gleich am ersten Abend des Besuches kam es zu einer besonderen Begegnung: die Delegation besuchte gemeinsam mit Studenten der nordischen Philologie an der FAU, die sich gerade im Rahmen einer Studien-Exkursion in Eskilstuna aufhielten, das Festival „Nattljus“, ein EU-gefördertes Projekt, das Lichtkunst im ganzen Stadtgebiet zeigte.

Nattljus 2Nattljus 3

Am folgenden Vormittag widmete sich das Besuchsprogramm der Flüchtlingsthematik in Eskilstuna. Mitarbeiter der Stadtverwaltung stellten ihre Strategien für die Integration der neuankommenden Flüchtlingen, die Rolle der Stadtverwaltung und die Maßnahmen für die Begleitung von minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen vor.  Als größte Herausforderungen werden der Spracherwerb und die Arbeitsvermittlung angesehen, zwei Bereich denen daher besonders Aufmerksamkeit gewidmet wird. Bei diesen Gesprächen stellte sich schnell heraus, dass Eskilstuna und Erlangen sich mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert sehen und schnell war man sich einig, dass der Fachaustausch zu diesem Thema zwischen beiden Städten fortgesetzt werden soll.

Fachaustausch zum Thema Flüchtlinge

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein kultureller Leckerbissen bot der Besuch des Kunstmuseum Eskilstuna. Untergebracht in einem ehemaligen Fabrikgebäude im Stadtteil Munktellstaden präsentiert es eine spannende Auswahl an moderner Kunst aus Schweden und dem skandinavischen Raum. Eine Besonderheit des Museums ist das Kinderkunstarchiv, in dem Kunstwerke von Kindern gesammelt werden - eine Sammlung, die mittlerweile auch das Interesse verschiedener Universitäten weckt.

Ein besonderes Projekt, das ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit steht, ist das neugebaute Recyclingcenter „Retuna“. Neben einem Recyclinghof gibt es dort eine Recyclinggalerie mit neun Geschäften. An einer Annahmestelle können Privatpersonen nicht mehr benötigte Gegenstände abgeben, die sonst auf dem Müll landen würden. Diese werden sortiert und an die Geschäfte der Recyclinggalerie weitergegeben, die diese Gegenstände reparieren oder etwas ganz neues daraus machen. Im Retuna Recyclingcenter befinden sich auch Räumlichkeiten des Studiengangs Recyclingsdesign der Folkhögskolan.

Kunstmuseum Eskilstuna

 

 

 

 

 

 

 

Nach drei Tagen mit einem intensiven Programm bestätigte sich wieder, dass es auch nach so vielen Jahren der Partnerschaft immer noch viele Themen für einen gegenseitigen Austausch gibt, von dem beiden Städte profitieren können.

06.11.2016
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