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Aktuelles

Gobelin zum 100. Geburtstag des Stadtmuseums

Zu seinem 100. Geburtstag konnte das Stadtmuseum eine Rarität für seine Sammlung erwerben: einen äußerst seltenen spätbarocken Wandteppich aus der bekannten Erlanger Gobelin-Manufaktur Jean de Chazaux d. J.

Die Bedeutung des neuen Schatzes für das kulturelle Erbe der Stadt ist besonders hervorzuheben. Es handelt sich um ein kunsthandwerkliches Glanzstück aus der Anfangszeit der aufblühenden Gewerbe- und Manufakturstadt Erlangen und steht für die erfolgreiche Zuwanderungspolitik der Markgrafen und die gelungene Integration von Glaubensflüchtlingen in Erlangen. Durch ihre Ansiedlung wurden nach Gründung der Neustadt (1686) hochspezialisierte, exportorientierte Handwerke, wie die Strumpfwirkerei, die Handschuhmacherei, die Hutmacherei und auch die Gobelinwirkerei, heimisch. Diese neuen Handwerke haben den Ruf Erlangens als erfolgreiche „Fabrikstadt“ im 18. Jahrhundert wesentlich geprägt.

Bei einem Pressetermin am Freitag, 30. August, 11 Uhr im Stadtmuseum am Martin-Luther-Platz präsentierten Oberbürgermeister Florian Janik, Kulturreferentin Anke Steinert-Neuwirth, Museumschefin Brigitte Korn und ihr wissenschaftlichen Mitarbeiter Werner Heunoske den exzellent erhaltenen Wirkteppich aus der Zeit um 1730 erstmals. Anwesend war auch die Erlanger Familie Kayser, durch deren Spende der Ankauf unterstützt wurde. Der Öffentlichkeit wird der großformatige Wandteppich einmalig am Tag des offenen Denkmals am 8. September präsentiert.

Ausschnitt aus Gobelin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausschnitt aus dem Gobelin mit Truthühnern und der charakteristischen Blumenbordüre;
Foto: © Stadtmuseum Erlangen

30.08.2019
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