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Jeder ist ein Fremder — fast überall: Museumspädagogik

Everybody is a stranger somewhere.

Ausstellung vom 11. Februar bis zum 29. April 2007

Regionale Lehrerfortbildung für Gymnasien und Realschulen in Mittel- und Oberfranken: Mittwoch, 7.3.2007, 15 – 17.30 Uhr


Seit vielen Jahren befasst sich das Stadtmuseum in seinen Ausstellungen mit der Zeit- und Sozialgeschichte. In diesem Zusammenhang steht auch die neue Ausstellung.

Protestaufkleber gegen ausländerfeindliche Gewalttaten in Deutschland Anfang der 1990er Jahre.
Jeder ist ein Fremder – fast überall, diese menschliche Grunderfahrung bildet den Ausgangspunkt der Wanderausstellung des Hauses der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, die in Zusammenarbeit mit acht europäischen Partnermuseen entstanden ist.

Arbeitsmigration, Krieg und Okkupation sowie Gewissensgründe sind hauptsächlich dafür verantwortlich, dass Menschen ihre Heimat verlassen. Schlaglichtartig beleuchtet die Ausstellung ausgewählte Einzelbeispiele von der Antike bis in die Gegenwart, in denen sich das Problem des Fremdseins niederschlägt.

Rund 200 Exponate – wie der Grabstein eines römischen Soldaten, der in der Varusschlacht gefallen war, eine Hanse-Urkunde, Alltagsgegenstände reisender dänischer Handwerksgesellen, das Privileg Carls von Hessen für verfolgte Hugenotten oder Zeugnisse der in London vor dem nationalsozialistischen Regime Schutz suchenden Menschen sind zu sehen.

 
Museumspädagogisches Angebot

Werbekampagne der Deutschen Städte Reklame gegen ausländerfeindliche Übergriffe Anfang der 1990er Jahre
Schüler erleben das Fremdsein häufig in ihrem alltäglichem Umfeld. Die Ausstellung erschließt das Thema in historischen Dimensionen und eröffnet so neue Einsichten. Ziel der museumspädagogischen Vermittlung ist durchaus ein Aha – Erlebnis, das Schülern die Universalität des Themas vor Augen führen soll.  

Altersgerecht werden sich die Schüler nach einer allgemeinen Einführung in Arbeitsgruppen den einzelnen Themen annähern. Die erarbeiteten Aspekte verdichten sich in der gemeinsamen Zusammenschau zur Botschaft der Ausstellung: Der permanente Zuzug neuer Bevölkerungsgruppen ist seit Jahrhunderten ein kontinuierlicher Prozess in Europa, so dass früher „Fremdes“ vielfach schon vertraut erscheint. Der Besuch kann so einen wertvollen Beitrag zur migrations-politischen Bildung leisten.

Ergänzend zu den Texten, Bildern und Objekten der Ausstellung kommen verschiedene Medien zum Einsatz (z.B der Kurzfilm: Der Erlanger Gemüsehändler und Dichter Garip Yildirim u.a.).

Vom Gastarbeiter zm Immigranten: Italienische Arbeiter beim Tunnelbau in der Schweiz Ende des 19. Jahrhunderts.Griechische Flüchtlinge aus Smyrna, das 1922 von der türkischen Armee besetzt wird.

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