Sie haben Javascript deaktiviert und können somit nicht alle Funktionen dieser Website benutzen. Um Ihnen ein bestmögliches Surferlebnis zu ermöglichen, sollten Sie Javascript in Ihrem Browser aktivieren.

Archiv

Ausgepackt. Die Sammlungen der Universität Erlangen-Nürnberg: Museumspädagogik

Ausstellung im Stadtmuseum 20. Mai bis 29. Juli 2007

ZUR AUSSTELLUNG

Gipsabguß Faustkämpfer, Antikensammlung
Das Sammeln und Ordnen der Dinge stand am Anfang der modernen Wissenschaften. Man trug die Welt in der Stube zusammen, um ihre Gesetzmäßigkeiten zu erkunden - zunächst in den Kunst- und Wunderkammern der Fürstenhöfe, später in den Naturalienkabinetten der Universitäten.

Auch die Universität Erlangen-Nürnberg besitzt vielfältige Sammlungen. Manche spielen heute noch eine Rolle in Forschung und Lehre, andere sind in erster Linie von historischer Bedeutung. Sie alle aber sind "Wissens-Speicher". In ihren Kisten, Schubladen und Regalen drängen sich dreidimensionale Zeugen der Erlanger Wissenschaftsgeschichte.

Eine Auswahl davon wurde für die Ausstellung "ausgepackt" und aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.

MUSEUMSPÄDAGOGISCHES ANGEBOT

Für Schüler beginnt der Ausstellungsbesuch mit zwei Fragen: "Warum sammeln wir?" und "Wozu muss Ordnung geschaffen werden?" Die Fragen führen zum Grundgedanken der Ausstellung: Die bloße Anhäufung von Dingen ist noch keine wissenschaftliche Sammlung. Erst Ordnung stellt Übersicht her und schafft die Voraussetzung für Erkenntnis.
Die Schüler werden mit Hilfe von ca. 50 Abbildungen von verschiedensten Ausstellungsobjekten selbst zum Sammlungsgründer. Sie werden aufgefordert, selbst Ordnung in ihre Sammlung(en) zu bringen, und erklären ihre Ergebnisse. Sie erkennen, dass sich ihre Art der Ordnung nach ihren Motiven richtet und begreifen, dass Wissen über das Ordnen entsteht. So erfahren die Schüler in Ansätzen Grundzüge wissenschaftlichen Arbeitens und Forschens.


Feuchtpräparat, Ananas comosus, Botanische Sammlung
Der zweite Teil des Museumsbesuches steht unter dem Motto: "Wie kommt die Ananas ins Museum?"
Hier werden den Schülern ausgewählte Sammlungsstücke vorgestellt. Zielgruppenabhängig werden Objekte mit spannenden, interessanten, oft kuriosen oder gar wunderlichen Geschichten näher betrachtet. Besondere Aufmerksamkeit finden einzelne "Lieblingsstücke" aus den Sammlungen der Schüler. Außerdem werden der ausgestopfte Gorilla "Schorsch", der bis 1970 im Nürnberger Tiergarten lebte, ein lebensgroßer Gipsabguß eines Boxer nach antikem Vorbild, eine Ananas im Glas, ein bemaltes Schulterblatt eines Grönlandwals, der Computer Commodore 64 oder die bei Schülern beliebte Uhr mit eingebautem Spickzettel zu sehen sein. 

» zurück zur Übersicht