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Archiv

Museumspädagogik
Menschen der Eiszeit.

Jäger - Handwerker - Künstler

Weiterführende Schulen
Geschichte - Kunst - Biologie - Ethik
17. Februar - 20. April 2008

Dauer: ca. 90 min.
Unkostenbeitrag: 2 € pro Teilnehmer


Zur Ausstellung aus museumspädagogischer Sicht

Die Ausstellung beschäftigt sich mit den Lebenswelten der Eiszeit. Sie zeigt vom Menschen geschaffene Objekte, sowie aufwändig gestaltete Installationen der Tierwelt. Außerdem ist eine von Archäologen rekonstruierte Knochenhütte mit Eiszeitjägern zu sehen.

Die hervorragenden Exponate der Ur- und Frühgeschichtlichen Sammlung der FAU werden durch Werke der Eiszeitkünstler aus den mährischen Fundstellen Dolní Vestonice, Predmostí (ca. 27.000 Jahre alt), und der Pekárna-Höhle (ca. 14.000 Jahre alt) ergänzt.
Diese Orginale besitzen Weltrang und viele waren bislang noch nicht in Deutschland zu sehen.
Die Ausstellung widerlegt mit ihrer Vielzahl an Stein- und Knochengeräten, Elfenbeinfiguren und Ritzzeichnungen das Klischee von primitiven, spärlich bekleideten Eiszeitmenschen.

Hohlensteinstadel, Lonetal, B.W., Löwenmensch (copyright Ulmer Museum)
Elfenbeinfigur Löwenmensch, Hohensteinstadel,
Lonetal, B.W., Ulmer Museum, ca. 32.000 Jahre alt

Museumspädagogisches Angebot

Zunächst begegnen die Schüler lebensgroßen Installationen zum Thema Jäger der Eiszeit. Sie zeigen die charakteristischen Tiere der Kältesteppe und geben Einblick in die Lebensbedingungen der Frühmenschen. Sie begegnen Eiszeitjägern und ihrer Beute: Mammut und Rentieren. Nach einer Begriffsklärung folgt die zeitliche Verortung mittels Zeitschnur.

Im weiteren erlaubt die Ausstellung durch ihre einzigartigen Objekte folgende Themen zu erschließen:

- Homo sapiens und Neandertaler, woher kamen die Menschen der Eiszeit?
- 2,5 Millionen Jahre Klimawandel. Von Eis- und Warmzeiten.
- Vom Geröllgerät zur Blattspitze.
- Technologische Innovation in der Steinzeit.
- Die erste Kunst der Menschen Europas.

Faustkeil, Manzaranestal, Madrid, Spanien
Faustkeil, Manzanarestal, Madrid, Spanien (UFG), ca. 350.000 Jahre alt

Regionaler Bezug

Neben den Funden aus Europa und Afrika bietet die Ausstellung auch den Bezug zu wichtigen Grabungsstätten in der Region. Die Schüler können sich hier sowohl zu den Funden von Hunas (Hersbrucker Schweiz) als auch zur Grabung in der Sesselfelsgrotte (Ldkr. Kelheim) informieren. Die Höhlenfundstätte Hunas ist für ihre 20m mächtige Schichtenfolge bekannt geworden. Die Funde der Sesselfelsgrotte geben einen Einblick in die Kulturentwicklung der letzten 100.000 Jahre. Neandertaler und die Jäger des Spätpaleolitikums hielten sich in der Höhle auf. Ein Lackprofil der Grabung veranschaulicht den Schichtenaufbau.

Sesselfelsgrotte-Fetus-Knochen
Knochen eines Neandertal-Fetus, Sesselfelsgrotte,
50.000 Jahre alt.

Im anschließenden handlungsorientierten Programm stellen die Schüler unter Verwendung steinzeitlicher Techniken, Materialien und Arbeitsabläufen selbst ein Werkzeug her, um nachvollziehen zu können, über welche handwerklichen Fähigkeiten die frühen Menschen verfügten; darüber hinaus werden auftretende Probleme bei der Herstellung gemeinsam
überwunden, hierbei ist Teamwork gefragt.

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Weiterführende Informationen