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Wissenschaft, Planung, Vertreibung. Der Generalplan Ost der Nationalsozialisten

Geeignet für Schüler ab der 8. Klassenstufe
Dauer ca. 90 Minuten

Die Ausstellung

ist im Rahmen eines Forschungsprojektes zur Geschichte der Deutschen Forschungsgemeinschaft entstanden. Sie zeigt die enge Verbindung von akademischer Forschung, rationaler Planung und Forschungsförderung im Dienste der NS-Eroberungs- und Vernichtungspolitik.

In drei Abteilungen dokumentiert sie die Vorgeschichte des „Generalplans Ost“ zur „Germanisierung“ der Ostgebiete von 1942, die Rolle der Wissenschaft bei den Planungen für eine ethnische Neuordnung Osteuropas sowie die Realität von Umsiedlung, Vertreibung und Völkermord zwischen 1939 und 1945.

Wissenschaft, Planung, Vertreibung. Der Generalplan Ost der NationalsozialistenWissenschaft, Planung, Vertreibung. Der Generalplan Ost der Nationalsozialisten
Mit diesen Bildern warben die Planer um Konrad Meyer in den Jahren 1941/42 öffentlich für ihre Visionen.
Die Fotos zeigen den Neubau eines Musterdorfes im „Warthegau“.
copyright: DFG


Zentrale Themen der Führung werden sein:

  • völkische „Ost“-Visionen im Kaiserreich und im Ersten Weltkrieg
  • die Bedeutung revisionistischer Tendenzen nach dem Ersten Weltkrieg
  • „Rassenforschung“ als Leitwissenschaft
  • die Entwicklung und Entstehung des „Generalplans Ost“
  • dessen Ziele: „Lebensraum“ im Osten, Schaffung einer ethnisch homogenen und leistungsfähigen Agrargesellschaft
  • die Folgen des „Generalplans Ost“: Vertreibung und Mord im besetzten Polen, (Zwangs-) Umsiedlung der „Volksdeutschen“, die Schoah
  • nach 1945: Freispruch für die NS-Planer, Fortsetzung ihrer wissenschaftlichen Karriere z. B. als Regional- und Raumplaner



Zur Vermittlung

Der Besuch der Ausstellung soll Schülerinnen und Schülern altersgerecht die Ziele und Ausgestaltung des „Generalplans Ost“ vermitteln. Der „Generalplan Ost“ steht für das Bündnis von elitärer, anwendungs- und karriereorientierter Wissenschaft und menschenverachtender Politik im NS-Staat. Allein der Verlauf des Krieges hat die Umsetzung gestoppt, die im besetzten Polen schon begonnen hatte. Deshalb kann anhand dieses Themas in großer Deutlichkeit über den Charakter des NS-Regimes, seine tragende Ideologie und das Ausmaß seiner Verbrechen aufgeklärt werden.

Die Sonderausstellung bietet Anknüpfungspunkte zu unseren ständigen Angeboten zum Thema National-sozialismus in Erlangen.
Auf Wunsch beraten wir Sie gerne.

Hinweis: Mit Schülern der Kollegstufe wird die Rolle der Deutschen Forschungsgemeinschaft vertieft thematisiert und die für heutiges Verständnis unglaubliche Skrupellosigkeit der Experten erläutert.

27.04.2009
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