Sie haben Javascript deaktiviert und können somit nicht alle Funktionen dieser Website benutzen. Um Ihnen ein bestmögliches Surferlebnis zu ermöglichen, sollten Sie Javascript in Ihrem Browser aktivieren.

Archiv

Hand und Fuß. Der Weg zum Menschen

Geeignet für alle weiterführenden Schule
Dauer: 90 Minuten

Eine Ausstellung des Stadtmuseums Erlangen, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und des Naturkunde-Museums Coburg
13. September bis 22. November 2009

Charles Robert Darwin (1809-1882). Copyright: Natural History Museum, London

Die Ausstellung
Die Ausstellung zum Darwin-Jubiläum illustriert die Sicht der modernen Evolutionsbiologie auf die Entwicklungsgeschichte des Menschen. Im Mittelpunkt stehen die Herausbildung der menschlichen Körperkonstruktion und der Vergleich mit dem Bewegungsapparat der Primaten. Ein einführender wissenschaftshistorischer Ausstellungsteil zeigt den Wandel der Vorstellungen von der Entstehung des Menschen seit dem 18. Jahrhundert. Ein abschließender kulturhistorischer Ausstellungsbereich beleuchtet die vielfältige Symbolik der Hand.


Museumspädagogik

Die Ausstellung ermöglicht Schülern am Beispiel der Entwicklungsgeschichte von Hand und Fuß einen anschaulichen Zugang zum Thema Evolution. Das museumspädagogische Programm umfasst folgende Schwerpunkte der Ausstellung:

1. Charles Darwin und die Evolutionstheorie
Zunächst wird der Schöpfungsbericht der Genesis vorgestellt, der das Weltbild über die Jahrhunderte hinweg geprägt hat. Anschließend kann der Weg der Wissenschaftbis hin zur Theorie von Charles Darwin mit seinen wichtigsten Vertretern (u.a. Georg Cuvier, Charles Lyell, Jean Baptist de Lamarck) nachvollzogen werden. Im Mittelpunkt stehen jedoch Leben und Werk von Charles Darwin.

2. Die Evolution des Bewegungsapparates
Anhand von ausgewählten Exponaten erhalten die Schüler Einblick in die Evolution der Fortbewegung vom Fisch über die Reptilien zu den Säugetieren bis hin zum Menschen.

Schimpanse. Zoologische Sammlung, FAU. Foto: Erich Malter
3. Primaten
Die überraschend große Vielfalt der Bewegungsarten der Primaten – von Springkletterern wie Koboldmakis über die Armkletterer wie Gibbon und Orang-Utan bis hin zu den mehr am Boden lebenden Gorillas – zeigt anschaulich die Anpassung von Hand und Fuß an die jeweilige Lebenswelt.

4. Mensch
Die Ausstellung verdeutlicht die unmittelbaren Auswirkungen der Entwicklung von Hand und Fuß auf die Menschwerdung. Der aufrechte Gang, die Art zu fassen und zu greifen unterscheiden den Menschen von den Primaten. Diese Freisetzung der Hand trug wesentlich zur Entwicklung des menschlichen Gehirns bei.

5. Die Hand als Zeichen und Symbol
Abschließend erarbeiten die Schüler an aussagekräftigen Beispielen die herausragende Bedeutung, die der Hand über ihren Werkzeug-charakter hinaus in allen Kulturen als Zeichen und Symbol zugewiesen wurde und wird. In diesem Zusammenhang werden auch die entsprechenden Gesten und Redensarten „behandelt“.

Handlungsorientierter Erfahrungsbereich

Auf Wunsch können Schüler altersgerecht an hand-lungsorientierten Aktionen teilnehmen. Im Mittelpunkt steht eine Fühl- und Taststation, welche die haptischen und sensorischen Fähigkeiten der Hand gewahr werden lässt. Besonders interessant ist eine Vorführung steinzeitlicher Klingenabschläge vom Feuerstein. Darüber hinaus können Handabdrücke gemacht werden. Ein Brainstorming zu den geläufigsten Sprichwörtern rund um das Thema „Hand“ oder das Erlernen einiger Beispiele aus der Gebärdensprache runden den Museumsbesuch ab.

Projekttage

Bei einem Museumsbesuch können auch folgende Institute nach vorheriger Absprache besucht werden:

1. Botanischer Garten der FAU
Kontakt: Dr. Walter Welß

2. Antikensammlung der FAU
Kontakt: Dr. Martin Boss

3. Anatomie I und II der FAU
Kontakt: Prof. Dr. Winfried Neuhuber und Prof. Dr. Elke Lütjen-Drecoll

30.11.2009
» zurück zur Übersicht

Weiterführende Informationen