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Idole

Geeignet für den Ethikunterricht an weiterführenden Schulen und für interessierte Klassen
Dauer: 90 Minuten

Dalei Lama. Foto: picure-alliance, Petit Tesson

Ausstellung

Manche Menschen leihen der Zeitgeschichte ihr Gesicht. Ob Marilyn Monroe oder Willy Brandt – sie faszinieren und sind Projektionsfläche für Wünsche, Hoffnungen und Überzeugungen. Über die Personen selbst wissen wir wenig. Der Mensch wird durch mediale Stilisierung zum Idol. Nicht nur reale ersonen: auch Pippi Langstrumpf und James Bond sind Idole. Wichtig ist, dass wir das, was sie verkörpern, anerkennen, sogar bewundern können.

Jede Zeit, jede Gesellschaft, jede Gruppe hat ihre eigenen Vorstellungen und diese müssen weder von allen getragen werden noch die Jahrzehnte berdauern. Diese Ausstellung zeigt Bilder von Menschen, die unser Leben prägen. Betrachter verschiedener Altersgruppen, Interessensgebiete und Überzeugungen werden einzelne Bilder sicherlich unterschiedlich bewerten. Auch das macht Idole so faszinierend.

Ein wesentliches Medium der Inszenierung ist die Star- und Reportagefotografie. Sie erzeugt eine vermeintliche Nähe zum Abgebildeten und lässt uns teilhaben an Glamour und Leid. Fotograf und Kamera können Menschen in Szene setzen oder „erwischen“ – können Images unterstützen oder unterwandern.

Museumspädagogik
Michelle und Barack Obama. Foto: picure-alliance, Mills

Idole üben einen großen Einfluss auf Jugendliche aus. Der Besuch der Ausstellung bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich intensiv und altersgerecht mit dieser Thematik auseinander zu setzen. Sie spannt einen weiten Bogen über mehr als 2000 Jahre und zeigt mehr als 150 Personen, die durch ihr besonderes humanitäres, politisches, gesellschaftliches, kulturelles oder wissenschaftliches Engagement, aber auch durch ihre sportlichen Leistungen zum Idol geworden sind.

Nach einem Impuls, bei dem sich Schüler ihre eigenen Vorbilder und Idole vergegenwärtigen, schließt sich zunächst die Klärung des Begriffs an: „Was ist ein Idol?“

Die Antworten führen zu folgenden Fragen:

1. Wie entsteht ein Idol? Welchen „Weg“ muss es gehen?
2. Welche Ansprüche werden an ein Idol gestellt? Sind diese realistisch?
3. Wie „vergänglich“ sind Idole?
4. Woher haben wir unser Wissen über Idole?
5. Welche Rolle spielen die Medien?
6. Welche Vorbildfunktion hat ein Idol für mich?
7. Welche Leitbilder spielen in meinem Leben grundsätzlich eine Rolle?

In Gruppenarbeit kann für jede dieser Fragen exemplarisch ein Bild der Ausstellung von den Schülen ausgewählt und bearbeitet werden. In einer Reflexionsphase werden die Ergebnisse diskutiert.

Ziel des Gesprächs ist es, dass Schülerinnen und Schüler lernen, ihre eignen Vorbilder, Idole und Ideale kritisch zu untersuchen und zu reflektieren. Sie sollen ungefilterte Bewunderung und übertriebenen Starkult erkennen und von realistischen Vorbildern unterscheiden. Im Idealfall können sie so ihre eigene Urteilsfähigkeit stärken.

Albert Einstein beim Segeln. Foto: picture alliance
Hinweis zur Methodik

Der museumspädagogische Unterricht wird im Dialog zwischen der Fachkraft und den Schülern stattfinden, darüber hinaus sollen Schüler in Gruppenarbeit einzelne Themen erarbeiten. Einen besonderen Höhepunkt kann das sogenannte Idolometer bieten. Es handelt sich dabei um eine mechanische Installation, die mit Fotos bestückt und individuell verstellbar ist. So macht es viel Spaß, eine subjektive Beliebtheitsskala von Promis, Politikern und Persönlichkeiten zu erstellen.

19.04.2011
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