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Archiv

Rätsel Kosbacher Altar

Ausstellung des Instituts für Ur- und Frühgeschichte der FAU
in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Erlangen
 
9. Februar – 18. Mai 2014
 

Lehrerinformationsveranstaltung am Mittwoch, 26. Februar, um 14:30 Uhr im Stadtmuseum Erlangen

Zur Ausstellung
Der Mönauer Forst bei Erlangen-Kosbach birgt ein Rätsel: den sogenannten „Kosbacher Altar“, ein Steinmonument aus der Zeit der frühen Kelten. Das Monument wurde 1913 von dem Erlanger Pfarrer Dr. Rudolf Herold bei der Ausgrabung eines keltischen Grabhügels entdeckt. Im Zentrum der Ausstellung steht die Frage nach der Funktion des „Kosbacher Altars“. Handelt es sich tatsächlich um einen Altar? Was wissen wir über Kultplätze der frühkeltischen Zeit? Gibt es ähnliche Steinsetzungen in anderen zeitgleichen Kulturen? Ein Highlight der Ausstellung ist der Bronzeschmuck, der aus dem benachbarten Grabhügel geborgen wurde. Die Ausstellung beleuchtet ferner die Besiedlung der Region und zeigt die Entwicklung der archäologischen Untersuchungsmethoden.
 
Museumspädagogik
Der Besuch der Ausstellung soll den Schülerinnen und Schülern die Frühe Eisenzeit altersgerecht und mit regionalem Bezug nahe bringen. Die archäologischen Funde von Kosbach stehen dabei im Mittelpunkt. Der handlungsorientierte Unterrichtsteil bringt die jungen Besucher in engen Kontakt mit der Vergangenheit und lässt sie staunen, welche handwerklichen Meisterleistungen die  Menschen bereits vor über 2500 Jahren vollbracht haben. Um alle Schüler möglichst nahe an die Objekte heranzuführen, werden die Klassen während des Unterrichts geteilt. 
 
Folgende Themen werden behandelt:
 
1. Woher stammt unser Wissen?
Zunächst wird der Unterschied zwischen Geschichte als schriftliche und Vorgeschichte als schriftlose Vergangenheit erklärt. Wir verstehen, dass die Zeit der frühen Kelten noch zur Vorgeschichte zählt: Obwohl erste historische Quellen existieren, liefern archäologische Funde die wesentlichen Informationen. Eine Zeitschnur verdeutlicht, mit welcher Epoche wir uns beschäftigen.
 
2. Wie arbeiten Archäologen?
Hier können die Schüler selbst aktiv werden: In einer Grabungskiste werden Funde freigelegt und zeitlich eingeordnet. Die  Arbeitsweisen der Archäologen werden dadurch unmittelbar nachvollziehbar. Wie sich die Untersuchungsmethoden seit Herolds Ausgrabungen im Mönauer Forst geändert haben, zeigt die Ausstellung.
 
3. Was erzählen uns die archäologischen Funde?
Keramikgefäße, Schmuck aus Bronze, Glas und Bernstein, Geräte aus Stein und Metall: Diese Objekte berichten in der Ausstellung vom Leben der frühen Kelten. Wie diese Menschen sich kleideten können die Schüler hautnah erleben: Rekonstruktionen von Gewändern und Schmuckrepliken warten auf eine Anprobe!
 
 
 Kosbacher Altar. Foto: Institut für Ur- und Frühgeschichte Erlangen
 
4. Die Gesellschaftsstruktur der Frühen Kelten
Die Gesellschaft der frühen Kelten war stark hierarchisch gegliedert. Es gab viele „einfache Leute“ und wenige „Fürsten“. Diese Unterschiede sind an den Siedlungen und Gräbern erkennbar. Wir überlegen, durch welche Faktoren die sozialen Unterschiede in der Eisenzeit zustande kamen.
 
5. Religiöse Vorstellungen
Am Beispiel der Funde aus Kosbach werden religiöse Vorstellungen der Kelten thematisiert: Was sagt die Art der Bestattung über den Glauben der Menschen aus? Welche Funktion hatte der „Kosbacher Altar“? Wir suchen gemeinsam nach Antworten. 
 
6. Zusatzangebot für weiterführende Schulen
In einem Teilbereich der Ausstellung nähern wir uns sprachlich dem Wort Altar an, indem wir ihm den altgriechischen βωμὸς und die lateinische ARA gegenüberstellen. Wir entdecken an ausgewählten Exponaten die komplizierte Vielfalt antiker Vorstellungen und erarbeiten die Unterschiede zum Altar der christlichen Kirche. Abschließend stellen wir den „echten Kosbacher Altar“ vor.
 
Praxisteil
Im Praxisteil können die Schüler das neu erworbene Wissen anwenden: Wir stellen Fibeln (Gewandschließen) aus Draht und punzierte Blechbilder nach archäologischen Vorbildern her. Sein Werk darf natürlich jeder mit nachhause nehmen.
 
Anmeldung und weitere Informationen finden Sie auf der rechten Seite zum Downloaden.

 

06.02.2014
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