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Archiv

Zeich(n)en der Zeit. Comic-Reporter unterwegs
Angebote für weiterführende Schulen

bis 26. August 2018

Stadtmuseum Erlangen
Martin-Luther-Platz 9

Dauer: 90 Minuten, 2 € pro Schüler/in
Anmeldung unter Tel. 09131/86 29 72

 

Die Ausstellung

Die Ausstellung widmet sich dem Thema Comic-Journalismus – einem neuen Format des Journalismus, das  immer mehr beachtet und rezipiert wird. Je nach Arbeitsansatz bezeichnen sich die Protagonisten als „Comic-Reporter“, „grafische Journalisten“ oder „zeichnende Reporter“. Ihre Reportagen befassen sich – in Zeichnungen und Sprechblasentexten – mit vielen drängenden Fragen unserer Gegenwart. Zum Beispiel sind das Themen der Migration oder der Ökologie, ferner der Lebensverhältnisse in Kriegs- und Krisenregionen oder prekärer Arbeitsverhältnisse in einer globalisierten Wirtschaft und sozialer Verwerfungen.

Die Lernziele

An den Reportagen von z. B. Joe Sacco, Olivier Kugler, Sarah Glidden oder Patrick Chapatte lassen sich zentrale Fragen der Medienerziehung und politischen Bildung ableiten: Woher kommen Informationen? Wie seriös sind sie? Welche Haltung nimmt der Journalist/die Journalistin ein? Woran kann man das erkennen? Wie unabhängig ist die Berichterstattung? Kann es objektive Berichterstattung geben, oder geht es eher um die Wahrung kritischer Distanz zum (Zeit)Geschehen?

„Was ist Journalismus? [...]“
„Eine gebräuchliche Definition, die mir gefällt, lautet: Alles, was informativ, überprüfbar, verantwortungsbewusst und unabhängig ist.“
(Sarah Glidden, Im Schatten des Krieges.
aus Syrien, dem Irak und der Türkei, 2016)

Die museumspädagogische Vermittlung zielt darauf ab, die journalistischen Arbeitsschritte nachvollziehbar zu machen, um so den Schülern zu einem reflektierten Verhältnis zu Informationen durch die Medien zu verhelfen. Die Comic-Reportagen bieten sich dazu an, da sie durch die Bild-Text-Kombination junge Menschen besonders ansprechen und ihnen so einen kognitiven Zugang zu politischen Themen ermöglichen können. In einer Zeit zunehmend gesteuerter Kommunikation kann der Ausstellungs-besuch ein Beitrag zur kritischen Medienerziehung sein.

 

Zum Unterrichtsverlauf

Unterstufe 5. bis 7. Klasse

Die Schüler/innen beschäftigen sich intensiv mit den Reportagen Bitumen or Bust (Öl oder Pleite) von Joe Sacco und Mit dem Elefantendoktor in Laos von Olivier Kugler. In Saccos Reportage geht es um die ökologischen Folgen der Ölförderung in Kanada. Kuglers Reportage dokumentiert über die medizinische Fürsorge für die Arbeitselefanten der Holzfäller hinaus auch den zunehmend enger werdenden Lebensraum der Tiere und damit den Niedergang des  traditionellen Gewerbes. Nach einer Einführung in die Stilmittel eines Comics werden die journalistischen Anliegen der Reporter erarbeitet, um dann zu besprechen, wie gut sich diese durch den Comic erschlossen haben.  Zum Schluss setzen die Schüler/innen ihre Erkenntnisse in einem eigenen Comic zum Thema schützenswerte Tiere in unserer Umgebung um.

Mittelstufe

Nach einer Einführung in die grundsätzlichen Fragestellungen der Ausstellung anhand der Arbeitsweise von Joe Sacco erschließen sich die Schüler/innen arbeitsblattgestützt in Kleingruppen ausgewählte Reportagen von Sarah Glidden, Patrick Chappatte, Bo Soremsky u. a. Dabei bearbeiten sie Fragen zu den behandelten Themen, der grafischen und textlichen Umsetzung, der Verbindung zum Journalismus sowie der Position der zeichnenden Journalisten zur jeweiligen Arbeit. Die Ergebnisse werden abschließend der ganzen Gruppe präsentiert. 

 

Unter „Downloads & Formulare“ finden Sie ein Anmeldeformular für Ihre Buchung oder Sie rufen uns an: Tel.  09131 86 2972.

Plakatmotiv:
Sarah Glidden, Im Schatten des Krieges, 2016, hier: Titelillustration, © Reprodukt

 

 

16.08.2018
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Weiterführende Informationen

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