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Erlangen und der Erste Weltkrieg - Aspekte

Donnerstag, 4. Dezember 2014 um 19.30 Uhr
 

Der Krieg in der Stadt

In dem ungeheuren Krieg fielen fast neun Millionen Soldaten, davon zwei Millionen Deutsche. 600 Erlanger ließen ihr Leben auf den Schlachtfeldern, dazu 400 Erlanger Studenten. Zu Hause veränderte der Krieg das Zusammenleben, die Arbeit, die Hierarchien und die Erinnerungskultur. Vier Kurzvorträge beleuchten Teilbereiche aus der Ausstellung „Erlangen im Ersten Weltkrieg“ intensiver.
 

Vorträge

„Wer mit dem Brote spart, erwirbt sich ein Verdienst vor dem Vaterland.“ – Zur Lebensmittelversorgung der Erlanger Bevölkerung im Ersten Weltkrieg.
André Widmann, Stadtmuseum, wiss. Mitarbeiter
Im Februar 1915 wurde im Erlanger Tagblatt noch zum freiwilligen Verzicht aufgerufen, doch wenige Wochen später begann die Stadt die Lebensmittelversorgung zu reglementieren. Der Vortrag beleuchtet schlaglichtartig die städtische Mangelverwaltung im Krieg.
 
Neues aus der Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Erlangen
Dr. Heinrich Hirschfelder, Historiker
Am Kriegsende waren fast 12 000 Männer dem Kriegsgefangenenlager Erlangen zugewiesen. Die meisten lebten auf auswärtigen Arbeitsstellen. Sie sollten den Mangel an deutschen Arbeitskräften verringern und die Kriegswirtschaft am Laufen halten. Im Vortrag erfährt man Neues von ihren Lebensumständen und zur Geschichte des Lagers.
 
1918/19 – Kriegsende und Revolution in Erlangen
Michaela Meyer, Stadtmuseum, wiss. Mitarbeiterin
Kriegsende, Revolution, Friedensbedingungen, schlechte Ernährungslage, Arbeitslosigkeit und Wohnungsnot prägten den Übergang von der Monarchie in die Demokratie der Weimarer Republik. Wie sah es in der Stadt aus, welche Positionen haben die Erlanger zur Revolution bezogen?
 
Gefallenendenkmäler und Heldenkult 1919 – 1939
Thomas Engelhardt, Leiter des Stadtmuseums
Kriegerdenkmäler sind Identitätsstiftungen der Überlebenden. Der Vortrag geht der Frage nach den politischen Implikationen des Gefallenengedenkens in der Zwischenkriegszeit nach. Im Mittelpunkt stehen das Gefallenendenkmal der Universität und das Projekt eines Kriegerehrenmals am Bohlenplatz, das glücklicher Weise nicht realisiert wurde.
 
 
 
 
 
18.11.2014
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