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Liebe, Tod und Heldenmut

Altarabische Lyrik aus der Hamasa des Abu Tammam in der Übersetzung von Friedrich Rückert

Sonntag 28. August, 11 Uhr (Einlass ab 10:30 Uhr)

 

Lesekonzert im Stadtmuseum Erlangen

In Kooperation mit dem 36. Erlanger Poetenfest

mit Claudia Ott (Nay/Rohrflöte, Rezitation und Einführung), Hermann Wiedenroth (Sprecher), Salaheddin Maraqa (Qanun/Kastenzither), Ashraf Kateb (Violine).

Liebe, Tod und Heldenmut sind die drei größten Inspirationen der altarabischen Lyrik. Beduinen haben sie in der Frühzeit des Islams und in den Jahrhunderten zuvor zu gewaltigen Sprachkunstwerken verdichtet. Später sammelten arabische Philologen die bis dahin mündlich überlieferten Texte. Besonders berühmt wurde die Sammlung des Damaszener Dichters Abu Tammam (804–845). Ihr Sammler war selbst ein gefeierter Dichter und stellte seine Auswahl mit sicherem Gespür für das künstlerisch Wertvolle zusammen. Dies erkannte auch der Dichter und Übersetzer Friedrich Rückert und widmete der Anthologie, die nach ihrem ersten thematischen Kapitel „Hamasa“, also „Heldenmut“ betitelt ist, eines seiner übersetzerischen Hauptwerke. Rückerts Hamasa-Übersetzung erschien 1846 nach jahrelangen Vorarbeiten und zeigt die ganze Genialität des Übersetzers, aber auch die kulturverbindende Kraft solcher Texte. Sein programmatisches Eröffnungsgedicht „Ermutigung zur Übersetzung der Hamasa“ beginnt Rückert mit den Worten: „Die Poesie in allen ihren Zungen ist dem Geweihten Eine Sprache nur – die Sprache, die im Paradies erklungen, eh sie verwildert auf der wilden Flur.“

Die Übersetzerin und langjährige Jury-Vorsitzende des Coburger Rückert-Preises Claudia Ott – wie Rückert Mittlerin zwischen den Literaturen des Orients und des Okzidents – wird mit ihrem Ensemble eine Auswahl aus der Hamasa des Abu Tam­mam in Wort und Musik präsentieren. Der palästinensische Zitherspieler Salaheddin Maraqa und der syrische Geiger Ashraf Kateb repräsentieren hierbei die arabische und speziell die damaszener Umwelt des Dichters Abu Tammam; die deutschen Texte rezitiert der bekannte Sprecher Hermann Wiedenroth.

Im Rahmen des 36. Erlanger Poetenfests wird der Dichter, Übersetzer, Orientalist und Kulturvermittler Friedrich Rückert gefeiert, der in Erlangen von 1826 bis 1841 gelehrt hat und dessen Todestag sich in diesem Jahr zum 150. Mal jährt. In Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum, das eine umfangreiche Ausstellung zeigt, würdigt das Poetenfest Friedrich Rückert als Übersetzer im Rahmen der Dreizehnten Erlanger Übersetzerwerkstatt (Freitag, 26. August, 9–18 Uhr, Markgrafentheater, Bühnenhaus), einer Gesprächsrunde (Samstag, 27. August, 17:30 Uhr, Palais Stutterheim, Innenhof) und diesem Lesekonzert.

Eintritt: 9,00 Euro / ermäßigt 7,50 Euro

Claudia Ott, Foto: Martin Jehnichen

Weitere Informationen zum 36. Erlanger Poetenfest sind hier zu finden: www.poetenfest-erlangen.de

 

 

24.08.2016
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