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„Im Kleinpolen”
12 Bilder zur Geschichte des Bohlenplatzes

 

 

Eine Open-Air-Ausstellung des Stadtmuseums am Bohlenplatz im Rahmen der Kunsträume Bayern 2008

 

 

 

12. Juli — 10. August 2008

 

Eine noch weithin unbekannte, gleichwohl äußerst interessante Geschichte verbindet sich mit dem eher unscheinbaren Bohlenplatz, der heute an einer der Erlanger Kulturachsen liegt.

Als um 1720 das Gebiet der Neustadt bis zur östlichen Grenze des Schlossgartens erweitert wurde, war hier zunächst eine geschlossene Bebauung vorgesehen. Erst mit dem Bau der deutsch-reformierten Kirche 1728–1734 entstand der Plan, den Baublock zwischen Oberer Karlstraße und Friedrichstraße für einen Platz freizuhalten, in dessen Mittelpunkt die Kirche stehen sollte. Das Gebiet um den weiten öden Platz entwickelte sich zu einem Viertel der kleinen Leute, in dem Strumpfwirker und arme Handwerker wohnten.

Mit der Stadterweiterung im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts erhielt der Bohlenplatz einen neuen Charakter. 1887 erfolgte unter Oberbürgermeister Georg Schuh die Umgestaltung in eine zusammenhängende gärtnerische Anlage, 1919 entstand in dieser Verweilzone einer der beiden ersten Kinderspielplätze Erlangens.

Ein besonderes Kapitel in der Geschichte des Platzes sind nicht realisierte Projekte, zu denen auch die Planungen der Nazis zählen, den Platz in eine nationalsozialistische Weihestätte umzugestalten.

Der historische Wandel des Platzes wird durch entsprechende Visualisierungen nachvollziehbar gemacht. Integriert in die Grünanlage wird für die Dauer von vier Wochen eine Ausstellung des Stadtmuseums, bestehend aus großformatigen Open-Air-Fotografien mit Motiven aus der Geschichte des Bohlenplatzes, zu sehen sein. Die Künstlergruppe Geim.Meinetsberger.Pfisterer installiert Leuchtkästen mit historischem Fotomaterial in den Schaufenstern der angrenzenden Geschäfte. Kunstaktionen und weitere Installationen der Künstlergruppe sowie eine szenische Lesung des Theaters Erlangen verwandeln den STADTRAUM Bohlenplatz nicht nur am Eröffnungsabend in einen KUNSTRAUM.


Zur Eröffnung am Samstag, 12. Juli, 20 Uhr sprechen:

Dr. Dieter Rossmeissl, Kulturreferent
Thomas Engelhardt, Leiter des Stadtmuseums
Anke Steinert-Neuwirth, Leiterin Abt. Bildende Kunst und kulturelle Programme im Kultur- und Freizeitamt

Veranstalter:
Stadtmuseum und Kultur- und Freizeitamt in Zusammenarbeit mit dem Theater Erlangen, Heimat- und Geschichtsverein und Initiative Bohlenplatz Karree

20.08.2012
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