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Archiv

Streich auf Streich

150 Jahre Max und Moritz
Deutschsprachige Comics von Wilhelm Busch bis heute
 
1. Juni – 31. August 2014
 
In Kooperation mit Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur & Zeichenkunst, Hannover und dem 16. Internationalen Comic-Salon Erlangen
 
Abbildung: Wilhelm Busch, Max und Moritz, Vierter Streich, Blatt 4 (Ausschnitt), Druckversion, 1865, Karikaturmuseum Wilhelm Busch 
 
 
Eröffnung am Sonntag, 1. Juni 2014 um 11 Uhr
 
Autsch! Bauz! Habu! Ein heiterer Busch-Galopp
Performance von Gudrun Schury, Autorin, Literaturwissenschaftlerin
 
„Max und Moritz“ und die Geschichte der Comics
Gastvortrag von Hans Ries, Illustrationsspezialist und Herausgeber der Historisch-kritischen Gesamtausgabe der Bildergeschichten von Wilhelm Busch.
Umrissen wird dabei sowohl die Entstehung von „Max und Moritz“ und die Stellung, die ihnen im Werk Wilhelm Buschs zukommt, als auch die Position, die dieses Buch in der Entwicklung der Bildergeschichte zuvor und danach einnimmt.
 
Einführung in die Ausstellung
Martin Jurgeit, Kurator der Ausstellung
 
Schlusswort
Herr Dr. Dieter Rossmeissl in Vertretung von Dr. Florian Janik, Oberbürgermeister der Stadt Erlangen
 
Abbildung: Otto Waffenschmied, Die boesen Maurerbuben, o.J., Privatbesitz
 
Seit 150 Jahren erobern Max und Moritz die Welt und haben ihren Erfinder Wilhelm Busch zu einem Mitbegründer der modernen Comics gemacht. Im Rahmen des 16. Internationalen Comic-Salons Erlangen zeigt das Stadtmuseum Erlangen deshalb eine Ausstellung, die – von Busch ausgehend – die deutsche Comic-Geschichte bis in unsere Gegenwart an vielen Originalzeichnungen, Faksimiles und Erstdrucken dokumentiert und reflektiert. Urheber und Leihgeber der Jubiläumsausstellung ist das Museum Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur & Zeichenkunst in Hannover.
 
Abbildung: Wilhelm Busch, Max und Moritz (Portraet, Druckversion), 1865, Karikaturmuseum Wilhelm Busch
 
Ein Rundgang durch die Geschichte des deutschsprachigen Comics
 
Die Gesamtschau bietet ausgehend von Wilhelm Buschs Bildergeschichten einen Rundgang durch eineinhalb Jahrhunderte der deutschen Comic-Geschichte. Unter den 266 Originalzeichnungen und über 60 Erstdrucken sind alle großen Comic-Reihen vertreten, darunter Klassiker des Zeitschriften-Comics wie Vater und Sohn, Nick Knatterton, Mecki und Oskar oder beliebte Heftserien wie Sigurd, Silberpfeil und Bessy.
 
Hinzu kommen die beiden erfolgreichsten Studioproduktionen aus West und Ost: Fix und Foxi sowie Mosaik mit den Digedags und den Abrafaxen. Sogar für Disney produzierte Abenteuer von Donald Duck aus der Feder deutscher Zeichner sind zu sehen. Und auch einst kontroverse Comic-Meilensteine wie Der bewegte Mann von Ralf König und Kleines Arschloch von Walter Moers fehlen nicht.
 
Der Bogen spannt sich bis hin zu aktuellen, avantgardistischen Werken von Hendrik Dorgathen, Anke Feuchtenberger und Martin tom Dieck sowie zu künstlerisch ambitionierten Graphic Novels von Isabel Kreitz, Reinhard Kleist, Ulli Lust und Simon Schwartz. Darüber hinaus geht der Blick auf die neuesten Entwicklungen in diesem lebendigen Medium: auf Germangas nach japanischem Vorbild, Superhelden-Comics für den US-amerikanischen und internationalen Markt und auf Web-Comics, die bereits die jahrhundertealten Entstehungs- und Wahrnehmungsbedingungen für Druckerzeugnisse hinter sich gelassen haben. So wird deutlich, dass der deutschsprachige Comic bis heute nichts von seiner Vitalität und Innovationskraft eingebüßt hat.
 
Besondere Highlights für Comic-Kenner sind seltene Originalzeichnungen aus der Zwischenkriegszeit von Emmerich Huber und Otto Waffenschmied. Originalblätter von Bumm machen das Rennen, und Jackel und Bastel, die ersten deutschen Comic-Serien nach dem Zweiten Weltkrieg, sind ebenfalls ausgestellt.
 
Eine bis vor wenigen Jahren hierzulande völlig unbekannte Besonderheit sind deutschsprachige Ausgaben der wegweisenden US-amerikanischen Comic-Serie The Katzenjammer Kids. Nicht nur, dass der Zeichner Rudolph Dirks aus Schleswig-Holstein stammte, und dass diese besonderen Blätter nicht für den englisch-, sondern für den deutschsprachigen Bevölkerungsteil in den Vereinigten Staaten um 1900 bestimmt waren: die Katzenjammer Kids hießen in dieser deutschsprachigen Version nämlich auch Max und Moritz nach dem Vorbild  der damals bereits in Übersee sehr populären Lausbuben von Wilhelm Busch.
 
Abbildung: Hansrudi Waescher, Ulf - Die Burg der Schrecken, 1968, S. 1, Privatbesitz
 
 
 
Ausstellungsführungen
Sonntag, 1.6.2014 um 16 Uhr
Sonntag, 8./15./22./29.6.2014 jeweils um 11 Uhr
Donnerstag, 3. und 24.7.2014 jeweils um 18.30 Uhr
Sonntag, 6./20./27.7.2014 jeweils um 11 Uhr
Sonntag, 3. und 31.8.2014 jeweils um 15 Uhr
Sonntag, 3./10./17./24./31.8.2014 jeweils um 11 Uhr
Donnerstag, 14.8.2014 um 18.30 Uhr 
 

Die Ausstellung wird museumspädagogisch begleitet. Empfohlen für die Fächer Deutsch und Kunst.
Führungen nach Absprache. Telefon: 09131-862408 

 

Veranstaltungen während des 16. Internationalen Comic-Salons 19. - 22. Juni 2014:

Vortrag
Der offizielle und der private Wilhelm Busch
Ungewöhnliche Aspekte eines Genies
 
Donnerstag, 19.6.2014 um 19 Uhr
 
Referent: Hans Ries, Illustrationsspezialist, Busch-Forscher und Bearbeiter der Historisch-kritischen Gesamtausgabe der Bildergeschichten von Wilhelm Busch.
Anders als häufig angenommen wird, war der Autor der humoristischen Bildergeschichten kein launiger Unterhalter, sondern eine tief veranlagte philosophische Natur und eine ungewöhnliche, psychologisch komplizierte Persönlichkeit mit einer Vielzahl fesselnder Facetten, die mit entsprechenden Textbelegen aus Buschs literarischem OEuvre dargestellt werden.
 
Abbildung: Ralf Koenig, Der bewegte Mann, 1986-87, S. 81 (Ausschnitt), Privatbesitz
 
Kuratorenführungen
Martin Jurgeit
 
Samstag, 21.6.2014 um 14 Uhr
Sonntag, 22.6.2014 um 11 Uhr
 
Finnisches Mittsommerfest
Samstag 21.6.2014 ab 19 Uhr 
Im Museumshof, Eingang über Cedernstraße
Unter anderem mit den Comic-Zeichnern Mika Lietzen und Reetta Niemensivu anlässlich ihrer Ausstellung im Kunstverein.
 
Der Eintritt in die Ausstellung ist mit dem Comic-Salon-Ticket frei.
 
Der Museumshof ist während des Comic-Salons geöffnet und bewirtschaftet.
 
 
 
Abbildung: Volker Reiche, Strizz und sein Chef, oberste Reihe, o.J., Privatbesitz

 

Begleitprogramm

Mitmachaktionen und Ausstellungsführungen zum Altstadtfest
Sonntag, 3.8.2014, 11 - 17 Uhr
Museumshof ist geöffnet
 
Finissage:
Matinée im Rahmen des 34. Erlanger Poetenfests
Sonntag, 31.8.2014, 11 Uhr
 
»Gott sei Dank! Nun ist’s vorbei Mit der Übelthäterei!!«
Wilhelm Buschs »Max und Moritz« Lesung und Gespräch
Wer sind eigentlich diese bösen Buben, deren Streiche schon Generationen von Pädagogen empörten?
Gudrun Schury, Autorin der Wilhelm-Busch-Biografie »Ich wollt, ich wär ein Eskimo«, liest aus dem »Max und Moritz«-Kapitel ihres Buches und spricht mit dem Publizisten Herbert Heinzelmann über Interpretationen sowie Folgen dieser anarchischen Bildergeschichte.
 
Abbildung: Walter Moers, Kleines Arschloch, 1990, Titelbild, Privatbesitz
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

09.07.2014
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