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Klimaschutz in Erlangen

Innenstadtentwicklung: Zollhausplatz soll „Klimaplatz“ werden

Aus dem Zollhausplatz in der östlichen Innenstadt soll ein Ort mit hoher Aufenthaltsqualität werden. Das hat der Umwelt-, Verkehrs- und Planungsausschuss (UVPA) des Stadtrats am 15. Oktober 2019 beschlossen. Ziel der Neugestaltung ist die schrittweise Aufwertung des bislang versiegelten und tristen Bereichs, der durch seine Funktion als Verkehrsknotenpunkt dominiert wird, hin zu einem grünen und belebten „Klimaplatz“. Trotzdem soll auch weiterhin die Querung von Bussen und eine Nutzung als Festplatz (Zollhausfest) möglich sein.

Zur Gebbertstraße hin ist ein kleiner Pavillon mit öffentlicher WC-Anlage und geschützten Buswartebereichen geplant. Das Pavillondach kann über Sitzstufen, die zum Platz hin ausgerichtet sind, begangen werden. Vorgesehen sind neben begrünten Inseln auch Wasserspiele. Während der Planung stellte sich heraus, dass für eine nachhaltige Lösung auch Teile der Werner-von-Siemens- sowie der Luitpoldstraße in die Umgestaltung einbezogen werden sollten. Vorgesehen ist deshalb, die Werner-von-Siemens-Straße im Bereich des Platzes auf eine Busspur zu verengen.

„Dem Beschluss des UVPA ging eine umfassende Bürgerbeteiligung voraus“, erläuterte Planungs- und Baureferent Josef Weber. Seit April 2018 habe das Referat für Planen und Bauen der Stadtverwaltung die Bürgerinnen und Bürger mit einbezogen, um ihre Wünsche und Vorstellungen zu einem neuen Zollhausplatz zu äußern. In drei Workshops wurde mit dem beauftragten Planungsbüro diskutiert und ausgewertet. Die Stadtspitze sieht in der Neugestaltung einen wichtigen Baustein der Maßnahmen und Projekte unter dem Aspekt des Ende Mai im Stadtrat ausgerufenen Klimanotstandes. „Der Platz verbessert zum einen das Mikroklima in der Stadt, zum anderen schaffen wir auf einer bislang versiegelten Fläche Raum für mehr Grün. Der Platz zeigt, wie wir Stadträume an den Klimawandel anpassen und die Kommune klimafreundlicher gestalten können“, sagte Oberbürgermeister Florian Janik.

Die gesamten Kosten werden nach derzeitigem Stand auf etwa 3,86 Millionen Euro beziffert. Die Stadt geht davon aus, dass eine Förderung aus dem Programm „Soziale Stadt“ durch Bund und Land von bis zu 60 Prozent der förderfähigen Kosten möglich ist.

14.04.2020
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