Sie haben Javascript deaktiviert und können somit nicht alle Funktionen dieser Website benutzen. Um Ihnen ein bestmögliches Surferlebnis zu ermöglichen, sollten Sie Javascript in Ihrem Browser aktivieren.

Klimaschutz in Erlangen

Energiebericht für städtische Gebäude

In den Jahren von 1999 bis 2019 sind sowohl der Verbrauch von Wärme, als auch der CO2-Ausstoß der städtischen Gebäude und Einrichtungen gesunken. Nur der Stromverbrauch ist innerhalb dieser 20 Jahre durch die Digitalisierung gestiegen. Das zeigt der vom städtischen Amt für Gebäudemanagement herausgegebene Energiebericht 2019.

Der Energiebericht zeigt auf, wie sich der Energieverbrauch und die CO2-Emissionen der städtischen Gebäude in 20 Jahren, also seit 1999 entwickelt hat. In zwei Jahrzehnten hat sich der Wärmeverbrauch um 23 Prozent reduziert und auch der energiebedingte CO2-Ausstoß konnte um über die Hälfte reduziert werden. Berücksichtigt man den CO2-freien Strombezug, ergibt sich sogar eine Reduzierung um 72 Prozent. Der Stromverbrauch hat sich seit 1999 hingegen um 18 Prozent gesteigert. Durch die Digitalisierung erhöht sich auch der Bedarf an Technikausstattung. Vergleicht man den Verbrauch von Wärme und Strom der städtischen Gebäude mit dem des Vorjahrs, sieht man, dass beides in geringem Maße gestiegen ist. Der Wärmeverbrauch erhöhte sich dabei um 6,6 Prozent (kühlere Witterung im Vergleich zum Vorjahr), der Strom um 1,0 Prozent (zunehmende Technikausstattung). Die Stadt nutzt hier zu 44,5 Prozent Fernwärme. Der Wasserverbrauch aber ist um 1,8 Prozent gesunken.

Sieht man sich den Verbrauch der unterschiedlichen Gebäude an, erkennt man, dass vor allem Schulen den größten Anteil sowohl bei Strom und Wärme als auch bei Wasser verbrauchen. Das erklärt sich einerseits durch die Technik und andererseits durch die Nutzungsdauer mit Ganztagesunterricht und Mittagsbetreuung. Doch zehn Schulen wurden bereits umfassend saniert – darunter das Albert-Schweitzer- und das Ohm-Gymnasium. Dadurch konnten 40 Prozent des Wärmeverbrauchs eingespart werden. Insgesamt machen die kommunalen Gebäude nicht einmal zwei Prozent des Energieverbrauchs von ganz Erlangen aus.

Schon vor dem Ausrufen des Klimanotstandes war der Klimaschutz ein großes Anliegen. Die Reduzierung des Energieverbrauchs erlangt die Stadt beispielsweise durch das Ersetzen von veralteter Technik, wie Heizungs- und Lüftungsanlagen, Heizungspumpen und Beleuchtungsanlagen, mit energieeffizienteren Anlagen. Außerdem sind bei Sanierungen und Neubauten grundsätzlich Photovoltaikanlagen (PV) vorgesehen. Sowohl auf dem Rathaus als auch auf dem Verwaltungsgebäude in der Schuhstraße sowie auf vielen Schuldächern befinden sich bereits PV-Anlagen. Weitere sind geplant.

Aber auch diejenigen, die die städtischen Gebäude nutzen, können ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten: „Wir werden in den nächsten Jahren einen weiteren Schwerpunkt auf Benutzerhinweise und Anleitungen zu den städtischen Gebäuden setzen, um diese energiesparend zu nutzen“, so Planungs- und Baureferent Josef Weber. Mit Hilfe solcher Hinweise, beispielsweise zur sparsamen Verwendung von Licht, werde jeder Einzelne daran erinnert, umweltschonend zu agieren.

03.11.2020
» zurück zur Übersicht
Downloads & Formulare