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Bewältigung des Klimanotstands

Klimanotstand: Stadtrat beschließt erste konkrete Schritte

Als erste Stadt in Bayern hat Erlangen Ende Mai den Klimanotstand ausgerufen. In einem zweiten Schritt hat die Verwaltung die konkreten Forderungen der „Fridays for Future“-Initiative behandelt und dem Erlanger Stadtrat weitere konkrete Schritte für mehr Klimaschutz vorgeschlagen. Auf dieser Grundlage wurde am 25. Juli 2019 im Stadtrat unter anderem beschlossen, dass die Verwaltung prüfen soll, wie mehr Parkplätze in Fahrradstellplätze umgewandelt werden können. Mit der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GEWOBAU soll eine Vereinbarung zu Klimaschutzmaßnahmen des städtischen Wohnungsbauunternehmens vorbereitet werden. Weitere Aufträge umfassen die Entwicklung von Wertungskriterien für nachhaltiges Bauen bei Konzeptausschreibungen für Wohngebiete sowie eine Intensivierung der Anstrengungen um Klimaschutz bei Dienstreisen, Druckaufträgen und anderen Beschaffungsmaßnahmen. Dazu gehört auch eine Erhöhung des Anteils an vegetarischen Gerichten in Schulen und städtischen Kindertagesstätten.

Mit dem Beschluss, den Klimanotstand auszurufen, folgte der Erlanger Stadtrat im Mai mit großer Mehrheit einer Aufforderung der Bürgerversammlung auf Initiative von „Fridays for Future“. Die Bürgerversammlung hat auch einen umfassenden Maßnahmenkatalog zu den Themenbereichen Energie, Mobilität, Bau, Stadtgrün, Ernährung, Abfall/Ressourcen und Investitionen beschlossen, der nun von der Stadtverwaltung beantwortet wurde. Das Ergebnis: Viele der geforderten Maßnahmen werden bereits durchgeführt. So kann die Stadt bereits auf ein Klimaschutzkonzept, eine Energieeffizienzstrategie und auf ein Klimaanpassungskonzept verweisen. Einen wichtigen Beitrag leisten dabei auch die Erlanger Stadtwerke, die 2021 in ihrem Heizkraftwerk endgültig aus der Kohleverstromung aussteigen werden. Auch im Bereich der Verkehrsplanung gibt es bereits ein breites Bündel an Maßnahmen, um klimafreundliche Alternativen zum Kraftfahrzeugverkehr zu schaffen.

Wie die Verwaltung jedoch feststellt, reichen weder die von der Bürgerversammlung aufgestellten Forderungen, noch die bisherigen Maßnahmen in Erlangen dazu aus, um vor Ort einen ausreichenden Beitrag zu leisten, um im Sinne des Pariser Klimaschutzabkommens die Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius und möglichst unter 1,5 Grad Celsius zu beschränken. „Unsere Zusammenstellung zeigt, dass wir in Sachen Klimaschutz schon einiges vorweisen können. Doch wenn wir den Klimanotstand ernst nehmen, können auf Dauer weder diese Maßnahmen, noch die heute beschlossenen Aufträge an die Verwaltung ausreichen“, sagte Oberbürgermeister Florian Janik in der Sitzung am 25. Juli. „Wir wissen, dass die unmittelbaren Handlungsmöglichkeiten der Stadtverwaltung gering sind. Aber wir haben die besten Voraussetzungen, um ein Umdenken in der gesamten Stadtgesellschaft anzustoßen“, so Janik weiter. Die Verwaltung wird im Herbst noch weitere Maßnahmen vorschlagen. „Priorität haben dabei die Bereiche, in welchen die Einflussmöglichkeiten der Stadt am größten sind und welche die größten Wirkungen bei der CO2-Reduzierung haben“, erklärte Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens.

Kontakt: Amt für Umweltschutz- und Energiefragen, Telefon: 09131/86-2935.

24.09.2019
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