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Gewerbeabfall

Gewerbeabfall

 

Die neue Gewerbeabfallverordnung

zum 1. August 2017 ist die neue Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV) in Kraft getreten. Mit der neuen Verordnung soll insbesondere die 5-stufige Abfallhierarchie umgesetzt und die möglichst hochwertige Verwertung von gewerblichen Siedlungsabfällen und von Bau- und Abbruchabfällen gestärkt werden.

Alle gewerblichen Abfallbesitzer und –erzeuger sind von den Änderungen der erweiterten Getrenntsammlungs- und Dokumentationspflicht betroffen.

Die Vorbehandlung der getrennt gesammelten Abfallfraktionen hat nun Vorrang vor der energetischen Verwertung. Besondere Praxisrelevanz haben die umfangreichen neuen Dokumentationspflichten.

Wichtige Neuerungen für Erzeuger und Besitzer von gewerblichen Siedlungsabfällen und Bau- und Abbruchabfällen:

  • Getrennt zu sammeln, zu befördern und zu entsorgen sind:

Bei gewerblichen Siedlungsabfällen:

- Papier, Pappe und Karton
- Glas
- Kunststoffe
- Metalle
- Holz
- Textilien
- biologisch abbaubare Küchen- und Kantinenabfälle, Garten- und Parkabfälle sowie Marktabfälle
- Weitere Abfallfraktionen, die in den in Paragraph 2 Nummer 1 Buchstabe b Gewerbeabfallverordnung genannten Abfällen enthalten sind

Bei Bau- und Abbruchabfällen:

- Glas (Abfallschlüssel 17 02 02)
- Kunststoff (Abfallschlüssel 17 02 03)
- Metalle, einschließlich Legierungen (Abfallschlüssel 17 04 01 bis 17 04 07 und 17 04 11)
- Holz (Abfallschlüssel 17 02 01)
- Dämmmaterial (Abfallschlüssel 17 06 04)
- Bitumengemische (Abfallschlüssel 17 03 02)
- Baustoffe auf Gipsbasis (Abfallschlüssel 17 08 02)
- Beton (Abfallschlüssel 17 01 01)
- Ziegel (Abfallschlüssel 17 01 02)
- Fliesen und Keramik (Abfallschlüssel 17 01 03)

Die bei Bau- und Abbrucharbeiten ebenfalls anfallenden Verpackungen (Gruppe 15 01) sind, soweit sie nicht den entsorgungspflichtigen Produktverantwortlichen überlassen wurden, hin-sichtlich ihrer unterschiedlichen stofflichen Zusammensetzung (Papier, Glas, Kunststoff, Metall etc.) getrennt zu sammeln.

  • Das ist zu dokumentieren und auf Verlangen der Behörde vorzulegen:

- Die getrennte Sammlung am Anfallort durch Lagepläne, Lichtbilder, Praxisbelege, wie Liefer- oder Wiegescheine oder ähnliche Dokumente

- Die Zuführung der getrennt gesammelten Abfälle zur Vorbereitung zur Wiederverwendung oder zum Recycling durch eine Erklärung desjenigen, der die Abfälle übernimmt - die Erklärung muss den Namen und die Anschrift des Abnehmers sowie die Masse und den beabsichtigten Verbleib des Abfalls enthalten.

  • Ausnahmen von der Getrennthaltungspflicht:

- nachgewiesene technische Unmöglichkeit (z. B. Platzmangel, Aufstellung nur an öffentlich zugänglichem Platz möglich)

- nachgewiesene wirtschaftliche Unzumutbarkeit (z. B. erheblich höhere Kosten bei Getrenntsammlung, zu geringe Mengen)

- Kleinmengenregelung:

  >pro Woche fallen insgesamt nicht mehr als 50 kg gewerbliche Siedlungsabfälle an (Mengennachweis erforderlich) oder

  >pro Bau- und Abbruchmaßnahme fallen nicht mehr als insgesamt 10 m³ Abfälle an

Zulässig entstandene Gemische müssen zwingend einer Vorbehandlungsanlage/ Aufbereitungsanlage zugeführt werden (§4 GewAbfV), welche die Anforderungen des § 6 GewAbfV  erfüllt. Dies muss sich der Erzeuger von dem Anlagenbetreiber ab 01.01.2019 bestätigen lassen.

Auch alle Ausnahmen sind zu dokumentieren und auf Verlangen vorzuzeigen.

  • Andienungspflicht

Gewerbliche Siedlungsabfälle, die nicht verwertet werden, sind nach wie vor dem öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger zu überlassen (§7 GewAbfV).

Bei Fragen zur Gewerbeabfallentsorgung rufen Sie uns gerne an.

31.01.2018
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