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Planfeststellungsverfahren für Ortsumgehung Eltersdorf eingeleitet

Der stark vom Durchgangsverkehr belastete Ortsteil Eltersdorf soll nach dem Willen des Erlanger Stadtrats durch eine Ortsumgehung entlastet werden. Im Sommer letzten Jahres wurde die Entwurfsplanung beschlossen und die Verwaltung beauftragt, die Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens auf den Weg zu bringen. Die Planungen des Tiefbauamts sind inzwischen soweit fortgeschritten, dass die Stadt nun als nächsten Schritt bei der Regierung von Mittelfranken die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens beantragt hat.

Bisheriger Planungsprozess

„Die geplante Umgehung soll den Verkehr, der täglich durch den Ortskern geht, auf etwa die Hälfte reduzieren. Gleichzeitig sollen die Eingriffe in das Landschaftsschutzgebiet so gering wie möglich gehalten werden“, fasst Planungs- und Baureferent Josef Weber die Prämissen für den Planungsprozess zusammen.

Die Verwaltung hat dazu gemeinsam mit der beauftragten Bietergemeinschaft Schüßler-Plan / Gauff Ingenieure im Rahmen der Voruntersuchung insgesamt sieben Trassenvarianten für den Neubau der Ortsumgehung untersucht. Als Vorzugsvariante hat sich die Variante mit je einem Kreisverkehr sowohl im Süden, östlich der bestehenden Bahntrasse, als auch im Norden beim Anschluss an die Weinstraße ergeben.        
Der Kreisverkehr ermöglicht eine größtmögliche Trassenbündelung mit der Bahnlinie und eine entsprechend geringe Zerschneidung der Landschaft. Der Anschluss der Weinstraße an die Ortsumgehung erfolgt ebenfalls über einen Kreisverkehr.

Die nächsten Schritte im Planfeststellungsverfahren

Zuständig für die Durchführung des Planfeststellungsverfahrens ist die Regierung von Mittelfranken. Dabei handelt es sich um ein förmliches Genehmigungsverfahren, in dem über die Zulässigkeit des geplanten Bauvorhabens unter Abwägung der im Einzelfall betroffenen privaten und öffentlichen Belange sowie unter Berücksichtigung der Umweltauswirkungen entschieden wird.

Dazu beteiligt die Regierung die Träger öffentlicher Belange und holt als Anhörungsbehörde die Stellungnahmen der Fachbehörden ein und beteiligt die betroffenen Gemeinden. Darüber hinaus wird die Öffentlichkeit beteiligt durch

  • Öffentliche Bekanntmachung: ortsübliche Bekanntmachung in den betroffenen Gemeinden (Amtsblatt Nr. 5 vom 7. März 2019) und auf der Internetseite der Regierung von Mittelfranken.
  • Öffentliche Auslegung: die Planunterlagen lagen in den betroffenen Gemeinden einen Monat zur Einsicht aus. Vom 14. März bis 15. April konnten die Planunterlagen im Amt für Stadtentwicklung und Stadtplanung eingesehen werden. Zusätzlich wurden die Planunterlagen auf der Internetseite der Regierung von Mittelfranken zugänglich gemacht.
  • Einwendungsfrist: Bis zu zwei Wochen nach Ablauf der einmonatigen Auslegungsfrist konnten Einwendungen gegen das Vorhaben bei der Stadt Erlangen bzw. bei der Regierung von Mittelfranken schriftlich oder zur Niederschrift vorgebracht werden. Einwendungsbefugt war jeder, dessen Belange durch das Vorhaben berührt werden. Derzeit werden die eingegangenen Stellungnahmen geprüft.
  • Erörterungstermin: Die im Anhörungsverfahren eingegangenen Stellungnahmen und die rechtzeitig vorgebrachten Einwendungen Dritter werden in der Regel in einem gesonderten (Erörterungs-)Termin mit den Behördenvertretern und Einwendungsführern behandelt.
  • Planfeststellungsbeschluss: Nach Abschluss des Anhörungsverfahrens erlässt die Planfeststellungsbehörde den Planfeststellungsbeschluss.
  • Klageverfahren: gegen einen Planfeststellungsbeschluss kann innerhalb eines Monats unmittelbar Klage erhoben werden.

Übersichtslageplan - 09.01.2019

Auskunft: Stadtplanungsamt, Telefon 09131 86-1341.

01.08.2019
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