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Neues Verkehrskonzept für die Innenstadt

Der Verkehr in der Erlanger Innenstadt stellt die Verkehrsplanung vor große Herausforderungen: Es geht einerseits darum, die gute Erreichbarkeit des Einzelhandels und wichtiger Arbeitsstätten und Einrichtungen, allen voran der Universitätskliniken, sicherzustellen. Zum anderen gilt es, die Innenstadt als attraktiven Wohn- und Aufenthaltsort mit hoher Lebensqualität zu erhalten und zu stärken und die Anwohnerinnen und Anwohner insbesondere vielbefahrener Straßen von Lärm und Schadstoffen zu entlasten. Um die genannten Ziele in Einklang zu bringen, hat die Stadt Erlangen den Verkehrsentwicklungsplan 2030 auf den Weg gebracht. Dort werden unter Einbeziehung der Stadtgesellschaft für alle Verkehrsarten zukunftsfähige Lösungen erarbeitet. Neben verkehrslenkenden Maßnahmen für den Autoverkehr ist dabei die Stärkung des Öffentlichen Nahverkehrs sowie des Rad- und Fußgängerverkehrs von zentraler Bedeutung. Die Stadratsgremien haben auf dieser Grundlage 2019 ein Verkehrskonzept für die Innenstadt beschlossen. Es sieht eine nachhaltige Entlastung der Anwohnerinnen und Anwohner insbesondere vielbefahrener Straßen durch die Kombination einer Einbahnstraßenregelung auf Höhe des Maximiliansplatzes in der Neuen Straße mit Geschwindigkeitsbegrenzungen auf weiteren Straßenzügen vor. Um die Erschließung und die Erreichbarkeit der nördlichen Innenstadt zu verbessern, soll die Einführung einer neuen City-Buslinie geplant werden. Ferner wurden erste Schritte zur Prüfung von zwei neuen Parkhäusern für das Universitätsklinikum auf den Weg gebracht.

Einbahnstraßenregelung und Geschwindigkeitsbegrenzungen

In einer ersten, kurzfristig realisierbaren Stufe erfolgt eine Einbahnstraßenregelung mit Fahrtrichtung Ost in der Neuen Straße, verbunden mit Geschwindigkeitsbegrenzungen in der Neuen Straße, der Henke- sowie der Spardorfer Straße westlich der Palmstraße. In dieser „unechten“ Einbahnstraße zwischen der Östlichen Stadtmauerstraße und dem Katholischen Kirchenplatz ist der Verkehr in Richtung Osten weiterhin zulässig. Die Fahrspur in Richtung Westen wird für den Verkehr gesperrt und ist neben Radfahrern nur für Busse, Rettungsfahrzeuge und Notfalltransporte freigegeben. Die Essenbacher Straße wird dadurch kaum merklich mehrbelastet. Die Erreichbarkeit der Kliniken, insbesondere für Rettungsfahrzeuge und Notfälle, die von Angehörigen eingeliefert werden, ist gewährleistet.

Die vertiefte Gestaltung muss nach dem nun getroffenen Grundsatzbeschluss noch ausgearbeitet und dann vom Stadtrat beschlossen werden. Die Regelung wird dann zunächst in einem ca. einjährigen Probebetrieb untersucht. Abhängig davon können in der Spardorfer und der Essenbacher Straße auch Maßnahmen zur weiteren Verkehrsentlastung ergänzt werden. Das Konzept erreicht das Ziel, die Innenstadt merklich zu entlasten und damit Lärm und Schadstoffe zu reduzieren, ohne Sperrungen einzelner Straßenabschnitte für den Autoverkehr. Im Fokus steht dabei der Durchgangsverkehr auf zentralen Achsen der Innenstadt, der spürbar verringert werden soll. Hingegen sollen Autofahrer, welche die Innenstadt als Ziel haben oder von dort kommen, von den Maßnahmen nicht wesentlich beeinträchtigt werden. Die Stufe zwei des Konzepts beinhaltet weitere gestalterische und bauliche Maßnahmen in den genannten Straßenzügen, deren Umsetzung deutlich aufwändiger ist und die daher zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht weiter konkretisiert sind.


City-Buslinie in die nördliche Innenstadt und zum Universitätsklinikum

Um die Erschließung und die Erreichbarkeit der nördlichen Innenstadt zu verbessern, soll die Einführung einer neuen Buslinie geplant werden. Die Linie soll zwischen dem Großparkplatz, dem Universitätsklinikum mit seinen Einrichtungen entlang der Straßenachse Neue Straße und dem Zollhausviertel verlaufen. Verbunden mit einem Kombi-Ticket könnte so vom Großparkplatz aus ein attraktives Park-and-Ride-Angebot entstehen, am Zollhausplatz würden sich Umsteigemöglichkeiten vom und in den Stadtosten Erlangens ergeben. Gemeinsam mit den Erlanger Stadtwerken soll auch der Einsatz von Elektro-Kleinbussen geprüft werden. Um die positiven verkehrlichen Effekte der City-Linie kurzfristig zu erreichen, soll als Zwischenlösung daher auch der Einsatz von Erdgas- oder Dieselbussen geprüft werden. Das Förderungsverfahren und anschließend die Lieferung von Elektrokleinbussen inklusive der Ladeinfrastruktur kann nach derzeitigem Stand nämlich bis zu vier Jahre in Anspruch nehmen. Parallel wird die Umbenennung der Bushaltestelle „Maximiliansplatz“ in „Universitätsklinikum“ angestrebt, um diese zentrale Einrichtung in der Innenstadt besser auffindbar zu machen.

Verbesserung der Parkplatzsituation

Im Rahmen des Verkehrsentwicklungsplans strebt die Stadt weiterhin an, den Parkverkehr in der Innenstadt besser zu regeln. Insbesondere das sogenannte Aufparken auf Gehsteigen, das Straßenzüge für Fußgänger unattraktiv macht, soll schrittweise reduziert werden. Für Stellplätze, die auf diese Weise entfallen, soll Ersatz geschaffen werden. Innerstädtische Stellplätze sollen stärker gebündelt werden. Insbesondere am Großparkplatz könnte die Kapazität durch Parkhäuser deutlich erhöht werden.

Besonderes Augenmerk erhält die Parkplatzsituation am Universitätsklinikum. Denn sowohl für Patienten und Besucher als auch für Mitarbeiter stehen nach den vorliegenden Untersuchungen Pkw-Stellplätze nicht ausreichend zur Verfügung. Das Klinikum strebt deshalb den Bau von weiteren Stellplatzanlagen an. Der UVPA hat am 22. Januar 2019 die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Areal nordwestlich des Lorlebergplatzes (Bebauungsplan 475) zwischen Bismarckstraße, Universitätsstraße, Östlicher Stadtmauerstraße und Hindenburgstraße beschlossen. Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens wird unter anderem die Errichtung eines Parkhauses in der Nähe des Chirurgischen Zentrums in der Hindenburgstraße geprüft. Ferner wird die Verwaltung gemeinsam mit dem Universitätsklinikum die nächsten Schritte zu einem weiteren Parkhaus („Palmsanlage 2“) prüfen. Dadurch könnte die Kapazität des südlich des Aromagartens bestehenden Parkplatzes erhöht werden.

Kontakt:
Amt für Stadtentwicklung und Stadtplanung/Abteilung Verkehrsplanung, Herr Dr. Korda, Tel: 86 13 27

 

 

 

01.03.2019
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