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Mobilitätsplan für Verkehrswende

Der Erlanger Stadtrat hat am Mittwoch den Verkehrs- und Mobilitätsplan beschlossen. Dieser Leitfaden für die strategische Entwicklung der Mobilität in Erlangen bis zum Jahr 2030 wurde in den vergangenen sechs Jahren – unter breiter öffentlicher Beteiligung – entwickelt. „Ziel ist es, ein hohes Maß an Mobilität zu ermöglichen und gleichzeitig die negativen Auswirkungen des Verkehrs, wie Lärm und Luftschadstoffe, zu minimieren“, erklärte Planungs- und Baureferent Josef Weber.

Um den unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnissen gerecht zu werden, wurden in einem ersten Schritt umfassende Analysen und Erhebungen zur Mobilität und Verkehrssituation in der Hugenottenstadt durchgeführt. Anschließend wurden Konzepte und Maßnahmen entwickelt, die das Angebot des Umweltverbundes – also Fuß-, Radverkehr und ÖPNV – verbessern sollen. Gleichzeitig wurde auch eine bessere Verknüpfung zwischen den Mobilitätsangeboten geprüft und wichtige Themen wie die Digitalisierung und Elektromobilität berücksichtigt. „Der Plan ist die Grundlage für eine Verkehrswende in unserer Stadt, die Mensch, Umwelt und Klimaschutz in den Mittelpunkt stellt und die verschiedenen Mobilitätsarten gleichberechtigt verzahnt“, sagte Oberbürgermeister Florian Janik.

Das Stadtoberhaupt bezeichnete die umfassende Zusammenstellung als Abschluss- und Arbeitsbericht zugleich. Der Verkehrs- und Mobilitätsplan bilde den Abschluss des Beteiligungsprozesses und zeige ein verkehrliches Gesamtkonzept für die Stadt Erlangen mit Umsetzungshorizont bis zum Jahr 2030 auf. Er sei aber auch ein Arbeitsbericht, denn viele Maßnahmen seien bereits in der Umsetzung. Als Beispiele nannte Janik die Veränderungen im Busnetz wie die jüngst eingeführte Kliniklinie, die zur City-Linie weiterentwickelt werde. Außerdem auch das Verkehrskonzept Innenstadt mit der Entlastung der Neuen Straße oder auch die Planungen für die Stadt-Umland-Bahn. Der Bericht sei Grundlage der weiteren Arbeit, er sei Zielrichtung und -marke. Gleichzeitig sei aber auch keine Maßnahme in Stein gemeißelt, sondern könne und müsse in den kommenden Jahren angepasst werden. Weber ergänzte, die Verkehrswende sei nur über Angebote zu erreichen, die eine attraktive Alternative zum motorisierten Individualverkehr schaffe. „Die Verkehrswende funktioniert nur mit Bürgerinnen und Bürgern. Der Verkehrsentwicklungs- und Mobilitätsplan zeigt auf, wie wir diese Alternativen schaffen können. In die weitere Umsetzung fließen auch die Klimabeschlüsse und deren Rahmensetzungen wie Verkehrsreduzierung und andere mit ein“, so der berufsmäßige Stadtrat.

 

25.02.2021
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