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Stadterneuerung

Unter Stadterneuerung versteht man den zielgerichteten Prozess zur Erhaltung, Verbesserung, Umgestaltung und Weiterentwicklung bestehender Teile und Strukturen einer Stadt (sogenannte Stadterneuerungsgebiete).

Bei der Stadterneuerung geht es um städtebauliche Sanierungsmaßnahmen, die nach den Vorschriften des Baugesetzbuches vorbereitet und durchgeführt werden. Hierbei handelt es sich um Gebiete bzw. Stadtteile mit städtebaulichen Missständen und Funktionsschwächen. Dazu gehören zum Beispiel mangelhafte Bausubstanz, Grün- und Freiraumdefizite oder fehlende Entwicklungsmöglichkeiten. Leitprogramm für die Finanzierung der Stadterneuerung ist die Städtebauförderung.

Als neue Aufgabe der Städtebauförderung gibt es seit 1999 die Bund-Länder-Initiative „Stadt- und Ortsteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - die Soziale Stadt“. Ein besonderer Entwicklungsbedarf liegt nach dem Baugesetzbuch (§ 171e Maßnahmen der Sozialen Stadt) dann vor, „wenn es sich um benachteiligte innerstädtische oder innenstadtnah gelegene Gebiete (.......) handelt, in denen es einer aufeinander abgestimmten Bündelung von investiven und sonstigen Maßnahmen bedarf“. Die beiden Sanierungsgebiete „Nördliche Altstadt“ und „Erlanger Neustadt und Teile des Quartiers Lorlebergplatz“ werden in diesem Städtebauförderprogramm geführt und gefördert.

Die in Erlangen anstehenden umfangreichen Sanierungsmaßnahmen wie z.B. die Neugestaltung des Frankenhofes können mit dem Programm „Soziale Stadt“ optimal gefördert werden. Der Schwerpunkt des Programmes liegt auf den sozialen Aspekten wie der Förderung von Bildung und Betreuung, Integration, Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen am gesellschaftlichen Leben etc. Darüber hinaus sind alle bestehenden Sanierungsziele in der Innenstadt wie die Schaffung von Wohnraum, die Förderung von Wirtschaft und Beschäftigung, Straßen- und Platzgestaltungen oder Wohnumfeldverbesserungen förderfähig.

Die Finanzhilfen sind u.a. für die Stärkung zentraler Versorgungsbereiche einsetzbar, die durch Funktionsverluste insbesondere gewerblichen Leerstand betroffen sind. Es sind Maßnahmen zur Entwicklung dieser Bereiche als Standorte für Wirtschaft und Kultur sowie Orte zum Wohnen, Arbeiten und Leben geplant. Konzeptionelle Grundlagen dafür sind in Erlangen u.a. das 2009 durch den Stadtrat beschlossene Entwicklungskonzept für die öffentlich-kulturellen Gebäude in der Innenstadt und das 2011 beschlossene städtebauliche Einzelhandelskonzept. Zum Selbstverständnis der Stadterneuerung gehört es, die Bürgerinnen und Bürger am Stadterneuerungsprozess intensiv zu beteiligen und weitere Akteure wie Initiativen, Vereine, Verbände, Kirchen, Schulen etc. in die Vorhaben der Innenstadtentwicklung einzubeziehen.

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