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Aktuelles

10 Jahre Gleichbehandlungsgesetz ( AGG)

Am 18.8.2006 trat das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in Kraft und setzt damit verschiedene EG-Richtlinien zur Gleichbehandlung um. Es soll in Beruf und Alltag vor Diskriminierungen aufgrund folgender Merkmale schützen: Alter, Behinderung, ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung und sexuelle Identität. Außerdem sieht das Gesetz die Einrichtung einer Antidiskriminierungsstelle des Bundes vor www.antidiskriminierungsstelle.de, die 2006 ihre Arbeit aufnahm.

Die Verbesserung der Beratung in Antidiskriminierungsfragen - ein wichtiges Anliegen der Arbeit der Antidiskriminierungsstelle, hat sich die Stadt Erlangen mit der im Büro für Chancengleichheit und Vielfalt angesiedelten Antidiskriminierungsberatung auch zur Aufgabe gemacht.

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat in einer großen Befragungsaktion 2015 festgestellt, dass jede/r dritte im Laufe der letzten zwei Jahre Situationen der Diskriminierung  erlebt hat. Jede/r zehnte übrigens gab als Grund die sozioökonomische Lage an, die nicht als AGG Merkmal erfasst ist. Weiterhin hat die Antidiskriminierungsstelle mit verschiedenen Aktivitäten und Studien auf Antidiskriminierungsbedarfe und Schutzlücken im Gesetz hingewiesen.

Das beinhaltete z.B. Aktivitäten gegen Rassismus, zur Vermeidung von Altersdiskriminierung, zur Stärkung der Rechte von Lesben und Schwulen, Unterstützung von Transgendern und Intersexuellen Menschen, Prävention von Sexualisierte Belästigung im Arbeitsleben und Aktivitäten gegen Lohndiskriminierung.

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat anlässlich des 10 jährigen Bestehens des Gesetzes eine Evaluation erstellen lassen und spricht sich für Gesetzesreformen aus. Diese Vorschläge beinhalten u.a.: die Ausweitung des Schutzes vor sexualisierter Belästigung auf alle Lebensbereiche, eine Verlängerung der Fristen, innerhalb derer Betroffene Ansprüche geltend machen müssen; Erleichterung der Klagemöglichkeiten für Betroffene durch die Einführung eines Verbandsklagerechts und Erweiterung der Rechte der Antidiskriminierungsstelle. 

Mit der Antidiskriminierungsberatung bietet die Stadt Erlangen zum einen persönliche Unterstützung in Fällen von Diskriminierung, zum anderen soll das Netzwerk vor Ort gestärkt werden, das sich für ein diskriminierungsfreies Zusammenleben in allen gesellschaftlichen Bereichen einsetzt. Aktuell werden die Flyer zum Angebot der Antidiskriminierungsberatung in Erlangen verteilt und liegen an vielen städtischen Stellen bzw. Beratungseinrichtungen und Treffpunkten aus. Kontakt: Till Fichtner Telefon 86 1409.

23.08.2016
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