Sie haben Javascript deaktiviert und können somit nicht alle Funktionen dieser Website benutzen. Um Ihnen ein bestmögliches Surferlebnis zu ermöglichen, sollten Sie Javascript in Ihrem Browser aktivieren.

Aktuelles

Diversity-Newsletter Erlangen

Der Einsatz für Diversity und Chancengleichheit bringt viele spannende Themen, Entwicklungen und Ereignisse mit sich. Wir, das Büro für Chancengleichheit und Vielfalt der Stadt Erlangen, haben uns deshalb entschlossen, unsere Perspektiven in einem Newsletter zusammenzuführen.

Um den Newsletter zu empfangen, melden Sie sich bitte über dieses Formular an.

Falls Sie den Newsletter nicht mehr erhalten möchten, können Sie sich hier erneut abmelden.


Hier finden Sie unseren Leitartikel für die 1. Ausgabe des Diversity-Newsletter Erlangen:

In der Vielfalt sind wir stark – wer gegen Sexismus ist, muss auch gegen Rassismus sein

Am 8. März wird alljährlich der Internationale Frauentag begangen. Rund um den 21. März finden seit vielen Jahren die Internationalen Wochen gegen Rassismus statt. Diskriminierung lässt sich nur begegnen, wenn wir ihre verschiedenen Erscheinungsformen als zusammengehörig begreifen. Deshalb wollen wir in diesem Jahr einen gemeinsamen Schwerpunkt setzen.
Wieso bekomme ich seltener eine Empfehlung für das Gymnasium, wenn mein Opa eingewandert ist? Weshalb bin ich die einzige Elektrotechnikerin in meinem Unternehmen? Warum finde ich schwieriger eine Wohnung, wenn ich ein Kopftuch trage? Diese Fragen sind Beispiele für Rassismus und Sexismus und dafür, wenn beides zusammenkommt.


Aber was bedeuten Rassismus und Sexismus eigentlich genau? Rassismus lässt sich als ein Diskriminierungsmuster und Ausdruck gesellschaftlicher Machtverhältnisse beschreiben. In modernen Gesellschaften sind es vor allem kulturelle Merkmale, über die Menschen abgewertet und ausgeschlossen werden. Rassismus schützt damit das Selbstbild und die gesellschaftliche Stellung der dominanten Gruppe. Sexismus bezeichnet jede Form der Abwertung und Benachteiligung aufgrund des Geschlechts und der sexuellen Orientierung. Er basiert auf gesellschaftlich gemachten Geschlechterstereotypen und Strukturen, die bisher Männern mehr Macht zugestehen, und stützt diese. Dabei schränkt er alle Menschen in Ihren Genderrollen ein. Sexismus richtet sich gegen Frauen und gegen queere Menschen, die nicht den gängigen Geschlechternormen entsprechen.
Rassismus und Sexismus treten auf sehr viele Weisen in Erscheinung. Beide reichen von Alltagsdiskriminierungen über Hate Speech im Netz bis hin zu Gewalttaten. Es geht also um Verhaltensweisen, um institutionelle Praktiken und gesellschaftliche Strukturen. Gemeinsam ist beiden, dass sie dazu dienen, Vorteile bestimmter Gruppen sowie eine unfaire Ressourcenverteilung aufrechtzuerhalten und damit ungerechte Verhältnisse fortführen.


Und warum ist es wichtig, Rassismus und Sexismus zusammen zu denken? Weil verschiedene Diskriminierungsformen aufeinandertreffen und sich verschränken. Zum Beispiel sind Frauen, die von Rassismus betroffen sind, auch von Sexismus betroffen. Oder wie die Schwarze Journalistin Alice Hasters sagt: „Die beiden Dinge gehen Hand in Hand, ich kann sie nicht trennen. Ich erfahre sexistischen Rassismus, rassistischen Sexismus“. Es ist also sinnlos, nur gegen Sexismus oder nur gegen Rassismus zu sein.
Das gleiche gilt für jegliche Formen sogenannter gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, etwa Trans- und Homophobie, Diskriminierung von Menschen mit Behinderung oder aufgrund des Alters. Nur wenn wir sie zusammen denken, verstehen wir, wie sie zusammenwirken und erkennen letztlich spezifische Formen der Benachteiligung. Menschen sind zum Teil mehrfach betroffen. Zum Beispiel beeinflussen neben Aussehen und Geschlecht auch das Vermögen oder die Ausbildung meine Lebenssituation. In der Anti-Diskriminierungsarbeit heißt das Intersektionalität.


Mit genau dieser Thematik und damit, was sich gegen Mehrfachdiskriminierung tun lässt, befasst sich unsere Veranstaltung „Solidarität matters – grenzenlos und intersektional gegen Rassismus und Sexismus“ am 12.3.2021.
Noch mehr Informationen dazu und zu vielen weiteren Diversity-Themen finden Sie in unserem Newsletter. Wir wünschen viel Vergnügen beim Lesen!


Kurz und einfach:

Sexismus und Rassismus führen dazu, dass Menschen ungerecht behandelt werden.
Manche Menschen werden aus mehreren Gründen ausgegrenzt, z.B. Schwarze Frauen oder Frauen, die ein Kopftuch tragen.
Darum geht es im Programm zum Internationalen Frauentag und bei den Internationalen Wochen gegen Rassismus. In einem Vortrag wird erklärt, wie Rassismus und Sexismus zusammenhängen. Und was wir dagegen tun können.

08.03.2021
» zurück zur Übersicht