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Antidiskriminierung

Im Büro für Chancengleichheit und Vielfalt haben wir den Auftrag, bei der Gestaltung einer vielfältigen Gesellschaft in der Stadt Erlangen Informationen, Unterstützung und Vernetzung zu bieten. Dazu gehören auch die Antidiskriminierungsarbeit und  das Angebot einer Antidiskriminierungsberatung.

Wir bieten Antidiskriminierungsberatung für alle

  • die Beratung suchen, weil sie sich diskriminiert fühlen
  • die gegen Benachteiligungen und Diskriminierung  vorgehen wollen
  • die sich im Bereich der Antidiskriminierungsarbeit engagieren wollen
  • die fachliche Beratung/Vernetzung im Bereich der Antidiskriminierungsarbeit suchen.

Neben der Beratung, Lobbyarbeit, Vernetzung und  Vermittlung an andere Stellen bieten wir die  Konzeption und Durchführung von Workshops, Seminaren und Vorträgen an.

Die Antidiskriminierungsstelle ist Anlaufstelle für Beschäftigte der Stadt Erlangen und alle Menschen in der Stadt Erlangen.

 

Aktuelles

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2017 in Erlangen

Vom 13. bis 26. März veranstaltet die Stadt Erlangen gemeinsam mit dem Ausländer- und Integrationsbeirat (AIB) zum mittlerweile 9.Mal die Internationalen Wochen gegen Rassismus. Wie dringlich diese Veranstaltungsreihe ist, dokumentiert die Entwicklung in Deutschland im vergangenen Jahr. Die ermittelten Straftaten, erhoben durch das Bundeskriminalamt (BKA), sprechen eine erschreckend deutliche Sprache. Bundesweit 921 Attacken auf Asylunterkünfte, 212 Angriffe auf Amts- und Mandatsträger und 144 Straftaten gegen ehrenamtliche Helfer oder Organisationen, die sich für Flüchtlinge einsetzen, sind polizeilich festgestellt worden. Schlimmer noch: Wegen der "hohen Straftatendichte in einzelnen Regionen" geht das BKA inzwischen davon aus, dass "nicht nur schwerste Gewaltstraftaten durch Einzeltäter oder Kleinstgruppen, sondern auch die Bildung terroristischer Gruppen innerhalb des rechten Spektrums in Betracht gezogen werden muss“.

Doch woher kommt all der Hass? Vieles davon spielt sich in den sogenannten sozialen Medien ab. Deshalb starten die Wochen am 13.März in der Stadtbibliothek mit einem Vortrag über „Filterblasen, Feindbildern und Fake News – Rechtspopulismus im Social Web“. Für den Referenten Christian Buggisch kam der Wahlsieg Trumps in den USA wie für viele Analysten und Experten sehr überraschend. Ein Grund dafür: Wir nehmen die Wirklichkeit immer mehr in Filterblasen wahr, in denen bestimmte Sichtweisen dominieren. Algorithmen auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken helfen, die eigene Meinung zu bestärken und abweichende Gedanken auszublenden. In einem Selbstversuch will er erforschen, wie die rechtspopulistische Filterblase tickt.

Viele der mittlerweile elf SOR-Schulen (Schulen ohne Rassismus) beteiligen sich mit eigenen Veranstaltungen am Programm. Das Albert-Schweitzer-Gymnasium lädt am 17.März zum Besuch einer Lesung und eines Konzertes der Holocaust-Überlebenden Esther Bejarano ein. Als Gefangene im Konzentrationslager Ausschwitz hat sie die unfassbare Grausamkeit des Nazi-Regimes am eigenen Leib erlebt und sieht es auch mit 92 Jahren als ihren Auftrag an, weiter darüber zu berichten. Gäste sind willkommen, Voranmeldung über das ASG-Sekretariat: Tel.: 5332440.

Eine besondere Kooperation sind die Berufsschule Erlangen und die Franconian International School (FIS) eingegangen und präsentieren am 17.März im Theater der FIS eine Aufführung des Wiener Forumtheaters. Das zeitlose Stück „Andorra“ von Max Frisch zeigt den erschreckenden Wandel einer scheinbar liberalen Gesellschaft zu einer von Vorurteilen geprägten, rechtspopulistischen Meute.

Wer immer noch glaubt, das alles wäre ganz weit weg von uns, tut gut daran, am 22. März dem Vortrag von Jonas Miller in der städtischen Wirtschaftsschule zu lauschen. Sein Spezialgebiet sind rechte und rechtsextreme Gruppen, Organisationen, Parteien und Bewegungen in Süddeutschland. Der Journalist wird die bestehenden Strukturen, das Gedankengut und die Inszenierungen rechter Gruppen, insbesondere auch in Franken, analysieren.

Zum Abschluss der Wochen laden der Ausländer- und Integrationsbeirat, das Jugendparlament und die Erlanger Stadt-SMV am 24. März alle Erlangerinnen und Erlanger herzlich ein, auf einer Kundgebung durch die Stadt unter dem Motto „Bunt gegen Rassismus“ deutlich Flagge zu zeigen gegen Hass, Diskriminierung und Ausgrenzung. Beginn der Kundgebung ist um 17.30 Uhr am Rathausplatz.

Flyer

 

Black History Weeks

Vom 24. September bis zum 11. November 2016 finden in Erlangen die zweiten „Black History Weeks“ statt. Sie präsentieren auf Initiative von Frau Dr. Herzberger-Fofana eine Reihe von Veranstaltungen zur Geschichte und Bedeutung der afrikanischen Diaspora in Deutschland und darüber hinaus. Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf Darstellungen des Sklavenhandels sowie dessen historische Folgen in den verschiedenen Teilen der Welt.

Die Black History Weeks knüpfen damit an die internationale UN-Dekade für Menschen afrikanischer Abstammung 2015 bis 2024 der Vereinten Nationen an, deren Motto lautet: „Anerkennung, Gerechtigkeit und Entwicklung.“ Der Vorsitzende des Zentralrats der Afrikanischen Gemeinde, Moctar Kamara, erklärte dazu bei der bundesweiten Auftaktveranstaltung in Berlin: „Die Dekade ist nicht die Dekade für Menschen afrikanischer Abstammung, sondern die Dekade der Menschen afrikanischer Abstammung, was für uns bedeutet, dass Menschen afrikanischer Herkunft die Möglichkeit bekommen sollen, die Themen der Dekade selbst zu bestimmen und Unterstützung bei deren Umsetzung erhalten. Unter Anerkennung verstehen wir – Menschen afrikanischer Abstammung – die Rehabilitierung der Geschichte Afrikas und die Wiederherstellung der Würde von Menschen afrikanischer Herkunft, die durch kolonial-rassistische Ideologien und Unterdrückung dauerhaft beschädigt wurde.“

Flyer Black History Weeks 2016

 

Fakten gegen Vorurteile

Mehrere Umfragen aus den letzten Monaten zeigen: Die hohe Zahl von Flüchtlingen bereitet vielen Menschen in Deutschland Sorge. Die Befürchtungen ließen sogar andere Ängste in den Hintergrund rücken, wie zum Beispiel die vor Arbeitslosigkeit oder Armut. Was genau aber beunruhigt Menschen mit Blick auf die Flüchtlingsmigration? Und was ist dran an den Befürchtungen? Der MEDIENDIENST hat die „größten" Ängste recherchiert und ihnen Zahlen, Statistiken und Studien gegenübergestellt.

https://mediendienst-integration.de/fileadmin/Dateien/Informationspapier_Aengste_Fluechtlingsmigration.pdf

 

Prävention - Öffentlichkeitsarbeit - Veranstaltungen

Im Team und mit Partner_innen entwickeln wir Ideen und Projekten, die vor Diskriminierung schützen und die Wertschätzung von Vielfalt in der Verwaltung und Stadtgesellschaft voranbringen.

Hierzu zählen die Internationalen Wochen gegen Rassismus und der African History Month, die vom Büro für Chancengleichheit und Vielfalt in Kooperation mit dem Ausländer- und Integrationsbeirat geplant und durchgeführt werden.


Anti-Rassismus-Netzwerke

Wir arbeiten in folgenden lokalen, regionalen und überregionalen Netzwerken mit, in denen die Stadt Erlangen Mitglied ist:

24.02.2017
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Weiterführende Informationen

Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Schule ohne Rassismus

"Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ ist der deutschlandweit größte Zusammenschluss von Schulen. Dieses Netzwerk umfasst derzeit über 1000 Schulen, die sich entschieden gegen jede Form von Diskriminierung und Rassismus aussprechen.

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