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Archiv RathausReport

RathausReport vom 1. April 2020

 

Stadt unterstützt Suche nach Medizin- und Pflegepersonal

Mit Hochdruck arbeitet das bayerische Gesundheitswesen daran, die Behandlungskapazitäten in den Kliniken und Krankenhäusern angesichts der steigenden Corona-Virus-Infektionszahlen zu erhöhen. In diesem Zusammenhang wird auch weiterhin medizinisches Fachpersonal zur Unterstützung gesucht. Die Stadt Erlangen unterstützt den gemeinsamen Aufruf des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege sowie der Bayerischen Landesärztekammer. Um die Kapazitäten der ärztlichen Versorgung zu erhöhen und bereits tätige Medizinerinnen und Mediziner zu entlasten, gibt es ab sofort ein Meldeportal der Bayerischen Landesärztekammer. Auf der Internetseite https://freiwillige.blaek.de werden freiwillige Ärzte, die derzeit nicht in medizinische Versorgungsstrukturen eingebunden sind, sowie Medizinstudierende erfasst, die in der Corona-Pandemie stationär helfen wollen, falls es nötig sein wird.

Weiterhin läuft auch noch der Aufruf an Pflegekräfte, die derzeit nicht in ihrem Beruf tätig sind. Personen, die sich zu einem Einsatz bereit erklären, können sich auf der Plattform www.pflegepool-bayern.de im Internet eintragen.

 

Vereinfachtes ALG 2-Verfahren für Corona-Betroffene

Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Schließungen von Geschäften, Gastronomie und kulturellen Einrichtungen birgt auch in Erlangen für Einzelhandel, Gastronomie, Unternehmen und Kulturwirtschaft enorme wirtschaftliche Herausforderungen. Wichtige Informationen zu Hilfen für Unternehmen hat die Stadt im Internet unter www.erlangen.de/wirtschaft zusammengestellt.

Bereits jetzt ist absehbar, dass zahlreiche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf soziale Hilfen angewiesen sein werden. Schon zu Beginn der Krise hatte sich Oberbürgermeister Florian Janik für ein vereinfachtes und schnelles Antragsverfahren für existenzsichernde Leistungen ausgesprochen. Wie das Sozialreferat der Stadt informiert, wurde dies nun auch von der Bundesregierung sehr schnell beschlossen.

So soll Menschen, die durch die Corona-Pandemie ohne Einkommen dastehen, einfacher und schneller zu Arbeitslosengeld 2 (ALG 2) verholfen werden. Die vereinfachten Verfahren – u.a. ohne Vermögensprüfung oder Prüfung der Wohnkosten – gelten zunächst für Anträge, die bis zum 30. Juni dieses Jahres gestellt werden.

Gleichzeitig gilt für bisherige Leistungsbezieher von ALG 2, dass derzeit Leistungen für einen Bewilligungsabschnitt weiter gewährt werden, ohne dass dafür ein Antrag gestellt werden muss. Änderungen in den Verhältnissen während des Leistungsbezugs müssen aber natürlich mitgeteilt werden. Für Zeiträume ab dem 1. September gilt wieder das bisherige Verfahren, es muss also ein Antrag auf Weiterbewilligung gestellt werden.

 

Baumaßnahmen der Stadt laufen weiter

Trotz der momentanen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie wird an den Baustellen für kommunale Hochbaumaßnahmen weitestgehend weitergearbeitet. Wie das Referat für Planen und Bauen der Stadtverwaltung informiert, ist die Fortführung der Arbeiten – wenn auch unter erschwerten Bedingungen – wichtig für die Einhaltung von Verträgen, der Beschäftigung und Bezahlung der Firmen sowie der Sicherung von Fertigstellungsterminen. Eine Verzögerung hätte Beeinträchtigungen für Gebäudenutzer und der Nachbarschaft zur Folge.

Planungs- und Baureferent Josef Weber bittet in diesem Zusammenhang trotz Ausgangsbeschränkungen um Verständnis, dass der Baustellenbetrieb nicht eingestellt wird. Die Firmen sind von der Stadt jedoch noch einmal hingewiesen worden, Ruhezeiten einzuhalten und lärmintensive Maßnahmen auf das notwendige Maß zu beschränken. Derzeit laufen die Arbeiten an folgenden Baustellen weiter: Bei der Generalsanierung des Marie-Therese-Gymnasiums erfolgen vor allem Innenausbauarbeiten, beim Kultur- und Bildungscampus KuBiC Frankenhof können die Rohbauarbeiten weitergeführt werden. Der Erweiterungsneubau an der Hauptfeuerwache erhält gerade die neue Fassade, das Kinderhaus in der Sandbergstraße ein neues Dach. Der Neubau der Spiel- und Lernstuben in der Donato-Polli-Straße befindet sich gerade im Rohbau, ebenso wie die Arbeiten für die Vierfach-Sporthalle, das Bürger-, Begegnungs- und Gesundheitszentrum (BBGZ) in der Hartmannstraße.

Die bestehende Turnhalle am Albert-Schweizer-Gymnasium wird im Innenbereich entkernt. Auch der Neubau der Fahrradabstellanlage am Kurt-Eisner-Platz östlich des Rathauses konnte dieser Tage begonnen werden. Die Umbauarbeiten des Gebäudes in der Marquardsenstraße zur Schaffung von Wohnungen sind im Gange und die Sanierungsarbeiten der nördlichen Stadtmauer (Lazarettstraße) wurden nach der Winterpause wiederaufgenommen. Auch auf dem Platz vor dem E-Werk am Fuchsengarten wird gearbeitet. Hier wird derzeit neu gepflastert und der Zugangsbereich zum Biergarten umgestaltet.

 

Gartenabfallaktion entfällt, Kompostplatz weiter geschlossen

Die Stadt Erlangen hat entschieden, die für den 18. und den 25. April geplante Gartenabfallaktion nicht stattfinden zu lassen. Außerdem wurde die Schließung der Kompostierungsanlage (Neuenweiherstraße) sowie des Wertstoffhofs (Müllumladestation am Hafen) an die Ausgangsbeschränkung der Bayerischen Staatsregierung, also bis 19. April, verlängert.

Der kommunale Betrieb für Stadtgrün, Abfallwirtschaft und Straßenreinigung empfiehlt den Bürgerinnen und Bürgern, das Grüngut für andere Zwecke zu nutzen. Wenn im Garten dafür Platz ist, kann es in einer Ecke liegen bleiben und bietet Vögeln eine Brutstätte. Das Grüngut kann man ebenso im Garten verrotten lassen und den daraus gewonnenen Kompost wieder als Nährstoffquelle für die eigenen Pflanzen hernehmen. Oder ein Hochbeet anlegen? Auch hier können Äste, Zweige oder Grasschnitt verwendet werden. Wer eine Lücke in seiner Hecke hat, kann eine Totholzhecke (sog. Benjeshecke) anlegen – aus ökologischer und ökonomischer Sicht eine hervorragende Alternative. Wer keine Verwendung für das Schnittgut hat, muss es im Garten zwischenlagern, bis die Kompostierungsanlage wieder öffnet. Nach jetzigem Stand soll die Grüngutsammlung im Herbst stattfinden. Info: www.erlangen.de/stadtgrün.

 

Fortschreibung des Lärmaktionsplans wird verschoben

Aufgrund der aktuellen Situation wird die vor wenigen Tagen angekündigte Fortschreibung des Lärmaktionsplans durch das Amt für Umweltschutz und Energiefragen der Stadt vorerst verschoben. Darüber informierte die Dienststelle jetzt.

 

 

01.04.2020
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