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Archiv RathausReport

RathausReport vom 3. April 2020

Corona Pandemie: Handlungsanweisungen für Heime

Pflegebedürftige Menschen sind einer besonders hohen Gefahr ausgesetzt, an Covid-19 mit schwerem Verlauf zu erkranken. Daher bedürfen Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, von stationären Einrichtungen für Menschen mit Mehrfachbehinderung und Pflegebedarf sowie Einrichtungen der Eingliederungshilfe eines besonderen Schutzes. Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat die Einrichtungen nochmals über Besuchsregeln, Hygieneregeln sowie das Vorgehen bei Infektionsverdacht oder nachgewiesener Infektion unterrichtet. Jede Pflegeeinrichtung ist nach den Vorgaben des Freistaats Bayern verpflichtet, einen Pandemiebeauftragten zu benennen, der bei einem Infektionsgeschehen alle Maßnahmen koordiniert und Ansprechpartner für die Behörden ist. Bei den Einrichtungen liegt auch die Verantwortung, bei bestätigten Covid-19-Fällen im Sinne der Vorgaben des Roland Koch-Instituts vorzugehen.

Die Heimaufsicht (FQA) der Stadt Erlangen steht mit allen entsprechenden Einrichtungen und deren Pandemiebeauftragten in Kontakt. Auch der von der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) der Stadt eingesetzte Versorgungsarzt hat alle Erlanger Einrichtungen über die Regelungen der ärztlichen Versorgung unterrichtet. Angesichts des hohen Ansteckungsrisikos werden medizinisch veranlasste Hausbesuche in Heimen künftig beschränkt. Regelmäßige Visiten ohne dringlichen Anlass sind künftig untersagt. Die bisher für die jeweiligen Einrichtungen zuständigen ärztlichen Betreupraxen bleiben zwar weiterhin erster Ansprechpartner ihrer jeweiligen Patienten in der Einrichtung. Sie sind deshalb auch künftig verpflichtend zuerst zu verständigen, wenn ärztliche Einschätzung oder Behandlung bei einem Heimbewohner nötig ist. Hausbesuche in den Pflegeheimen werden von den ärztlichen Betreupraxen aber nicht mehr durchgeführt. Diese übernehmen die von der FüGK festgelegten Hausbesuchspraxen. Der ärztliche Bereitschaftsdienst und der Notarztdienst sind von den genannten Regelungen ausgenommen, kommen also weiterhin in die Einrichtungen.

Glückwünsche und gute Wünsche aus Beşiktaş

In einem Schreiben hat der Bürgermeister der türkischen Partnerstadt Beşiktaş, Rıza Akpolat, Florian Janik zur Wiederwahl als Erlanger Oberbürgermeister gratuliert. Akpolat freute sich über die freundschaftliche Beziehung beider Kommunen und brachte den Wunsch der Intensivierung der Partnerschaft zum Ausdruck. Ebenso wünschte er Janik in der momentan schwierigen Zeit, angesichts der Corona-Pandemie, viel Kraft und Gesundheit.

„Familien-ABC“: Tipps für den Familienalltag in Corona-Zeiten

Für viele Familien ist die Zeit der Corona-Pandemie eine besonders große Herausforderung, die Alltag und Familienleben verändern. Aktuell können die im „Familien-ABC“ veröffentlichten Veranstaltungen leider nicht stattfinden. Daher bietet das „Familien-ABC“ jetzt die neue Kategorie „Familienalltag in Corona-Zeiten“ mit wichtigen Tipps und Anregungen, wie Eltern die neuen Herausforderungen meistern können. Das Angebot richtet sich an Familien in der Region und bietet relevante Informationen und Hilfen sowie Ideen zur Beschäftigung der Kinder.

Die neue Kategorie enthält wichtige Informationen zu Online- und Telefonberatungen, zu finanziellen Hilfen, Anregungen zur Freizeitgestaltung sowie zum Umgang mit der aktuellen Ausnahmesituation in der Kommunikation mit den Kindern. Das Angebot ist kostenlos online unter www.familien-abc.net   oder in der App verfügbar (Hinweis: bei der App ist ein Update nötig).

Interessierte Eltern über die Stadt- und Landkreisgrenzen hinaus sind herzlich eingeladen, das Angebot zu nutzen. Weitere Informationen zu dem Angebot gibt es bei der Koordinierungsstelle Familienbildung im Stadtjugendamt (Telefon 09131 86-1795/-1652, E-Mail koordinierungsstelle-fb@stadt.erlangen.de). Die Mitarbeiterinnen beantworten auch gerne Fragen dazu.

Stadtzeitung „Rathausplatz 1“ in reduzierter Form erschienen

Die April-Ausgabe der Stadtzeitung „Rathausplatz 1“ ist erschienen – dieses Mal wegen der Corona-Pandemie allerdings in reduzierter Form. Neben den Ergebnissen der Kommunal- bzw. OB-Stichwahl und einem Einblick in die Arbeit der Führungsgruppe Katastrophenschutz zur derzeitigen Situation gibt es auf einer Seite wichtige Kontaktdaten zur Stadtverwaltung. Im Internet unter www.erlangen.de/rathausplatz1 kann das Heft heruntergeladen werden.

Problem Feuchttücher: Klärwerk warnt vor verstopften Abflüssen

Anstelle von Toilettenpapier landen derzeit immer häufiger wieder „Ersatzprodukte“ wie Feucht- oder Küchentücher in der Toilette – mit verheerenden Folgen für das Kanalnetz und Abwasserpumpen. Wie der städtische Entwässerungsbetrieb mitteilt, sind Feucht- und Küchentücher extrem reißfest und führen deshalb zu Verstopfungen in den Rohren. In der Folge müssen die Mitarbeiter oft im Notdienst die Anlagen von Verstopfungen befreien. Das verursacht Kosten, die von den Gebührenzahlern getragen werden müssen. Auch in den privaten Grundleitungen sorgen Feucht- und Küchentücher für Probleme. Sie hängen sich an Ablagerungen und bilden Pfropfen, die zu einem Rückstau führen können. Benutzte Feucht- und Küchentücher gehören in den Müll, nicht in die Toilette.

03.04.2020
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