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Archiv RathausReport

RathausReport vom 6. April 2020

 

Corona-Pandemie

Testzentrum: Zuweisung jetzt auch über Hausärzte möglich

Termine im zentralen Testzentrum am Westbad können nun auch über den Hausarzt oder Kinderarzt zugewiesen werden. Eine Testung ohne Termin ist nach wie vor nicht möglich. Darauf hat die Führungsgruppe Katastrophenschutz der Stadt Erlangen hingewiesen. Getestet werden dort ausschließlich Personen, bei denen entsprechend der aktuellen Kriterien des Robert Koch-Instituts eine Testung durchgeführt werden soll.

Seit Inbetriebnahme des Testzentrums – zuständig für die Stadt und den Landkreis – am Westbad wurde bei über 300 Personen ein Abstrich genommen. Die Anlage ist so konzipiert, dass die Testkapazität künftig auch noch erhöht werden kann. Die zu testenden Personen fahren dazu in der Regel mit dem Auto auf das Gelände, dort wird ihnen im Auto sitzend von einer medizinischen Fachkraft in voller Schutzkleidung der Abstrich aus dem Rachenraum genommen. Die Reagenzgläschen werden jeweils am Abend in ein Labor zur Auswertung gefahren. Alle Testpersonen werden bei der Terminvergabe nochmals auf die Einhaltung der Quarantänevorschriften bis zum Vorliegen des Testergebnisses hingewiesen. Das heißt, sie haben auf direkten Weg zur Station und von dort auch wieder umgehend nach Hause zu fahren.

Neben der Zuweisung eines Termins über einen niedergelassenen Arzt ist es auch weiterhin möglich, den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Telefon 116 117) zu kontaktieren. Ältere oder immobile Personen werden weiterhin vom Hausbesuchsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern aufgesucht.

 

Corona-Pandemie

Stadtjugendamt unterstützt Familien weiter

Sie versuchen trotz Schließung die Familien so engmaschig wie möglich durch die Krise zu begleiten: die zwei Familienstützpunkte sowie die drei familienpädagogischen Einrichtungen des Stadtjugendamts stehen trotz Schließung der Einrichtungen in engem telefonischen Kontakt mit ihren zahlreichen Besucherfamilien. In regelmäßigen einvernehmlichen Anrufen (wie geht es der Familie?), finden sie „ein offenes Ohr“ in allen Belangen, die sie angesichts eines dichten Familienlebens in Zeiten der Corona-Pandemie beschäftigen oder bedrücken. Tagsüber bieten die Einrichtungen ein mobiles Beratungstelefon, das sehr intensiv in Anspruch genommen wird, ebenso gut angenommen wird ein digitales Austauschforum. In Newslettern werden die Familien über aktuelle Entwicklungen rund um die Pandemie, über Regelungen rund um die Ausgangssperre und über vertiefende Hilfeangebote informiert.

 

 

Auszeichnung der Stadt als Digitale Bildungsregion in Bayern

Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus hat die Stadt Erlangen vor kurzem als „Digitale Bildungsregion in Bayern“ ausgezeichnet. Die Stadt bewarb sich im Juli 2019 und stellte im Rahmen eines umfassenden Konzepts die zahlreichen digitalen Bildungsangebote in der Hugenottenstadt dar. Die Bewerbung verdeutlichte, dass viele Maßnahmen und Projekte die Gestaltung aber auch die Herausforderungen des digitalen Wandels aufgreifen. Ziel ist, allen Altersgruppen Zugänge in die digitale Welt aufzuzeigen, Barrieren abzubauen und Teilhabe zu ermöglichen.

Grundlage für die jetzige Auszeichnung waren insbesondere die Stellungnahmen der zuständigen Konferenz der Schulaufsicht und des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales. „Ich freue mich über die Auszeichnung als Digitale Bildungsregion. Gerade während der Corona-Krise gewinnt Digitale Bildung stark an Bedeutung und digitale Medien sind aus unserem Alltag nicht wegzudenken. Die Auszeichnung durch das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus zeigt, dass sich Erlangen frühzeitig auf den Weg gemacht hat, um digitale Bildung zu fördern“, so Bildungsreferentin Anke Steinert-Neuwirth. „Unsere Bemühungen tragen gerade jetzt Früchte.“ Kultus-Staatsminister Michael Piazolo gratulierte zu diesem Erfolg. Die Verleihung der Auszeichnung wird nach der Corona-Pandemie stattfinden.

 

Hilfe für Cumiana in schwierigen Zeiten

Zum ersten Mal seit Kriegsende konnte wegen der Corona-Pandemie in Cumiana keine öffentliche Gedenkveranstaltung zum Massaker stattfinden, dem am 3. April 1944 auf Befehl italienischer SS-Einheiten, 51 willkürlich ausgewählte Männer aus Rache für einen Partisanenangriff zum Opfer fielen. Zum ersten Mal seit Aufnahme der Städtefreundschaft 2001 fehlte am Gedenktag die offizielle Delegation aus Erlangen, die Freundschaftsstadt im Piemont steht seit vier Wochen unter strenger Quarantäne. Wie Bürgermeister Roberto Costelli berichtet, ist in der 8.000-Einwohner-Kommune dieser Tage jemand an der Infektion verstorben. Zehn Personen, darunter seine eigene Mutter, sind positiv getestet und werden behandelt, während etwa ein Dutzend unter ärztlicher Aufsicht steht. Gut die Hälfte derer, die sich angesteckt haben, gehören selbst zum Bereich der Medizin und Pflege. Ungeachtet sehr strenger Regeln ist kurzfristig nicht mit einer Entspannung der Lage zu rechnen. Vor diesem Hintergrund hat sich die Stadt Erlangen entschlossen, der italienischen Freundschaftsstadt 1.000 Euro zur Verfügung zu stellen, die zur Unterstützung der Gesundheitsvorsorge und Krankenpflege verwendet werden sollen.

 

Fluglärmkommission Nürnberg: Lärmaktionsplan für den Flughafen

Die Regierung von Mittelfranken erarbeitet derzeit einen Lärmaktionsplan für alle kartierten Orte in der Nähe des Verkehrsflughafens Nürnberg. Mit der Lärmaktionsplanung wird eine Richtlinie der Europäischen Union über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm umgesetzt.

Die Öffentlichkeit wird an der Erstellung des Lärmaktionsplans beteiligt. Der erste Teil fand 2019 in Form eines Online-Fragebogens statt. Die Rückmeldungen wurden ausgewertet, analysiert und flossen in die Lärmaktionsplanung mit ein. Die Ergebnisse und der Entwurf des Lärmaktionsplans können nun in einer zweiten Stufe der Öffentlichkeitsbeteiligung eingesehen und bewertet werden. Bis zum 30. April kann der Entwurf auf der Internetseite der Regierung (www.regierung.mittelfranken.bayern.de) eingesehen werden. Stellungnahmen und Bewertungen dazu können schriftlich an die Regierung gerichtet werden und fließen abermals in den Lärmaktionsplan mit ein.

 

06.04.2020
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