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Archiv RathausReport

RathausReport vom 24. Juni 2020

Klimaanpassungskonzept für Erlangen

Der Klimawandel ist auch in Erlangen angekommen und mit ihm kommen extreme Wetterereignisse wie Starkregen, Stürme und Hitzewellen. Welche Auswirkungen damit einhergehen können, zeigte sich erst vergangene Woche: Durch einen ungewöhnlich starken Gewitterregen kam es zu Schäden im ganzen Stadtgebiet, unter anderem auch im Rathaus. Um die Stadt für die veränderten klimatischen Verhältnisse besser zu wappnen, hat der Umwelt-, Verkehrs-, und Planungsausschuss am Dienstag ein Klimaanpassungskonzept beschlossen. Das Konzept beschreibt die vergangene und aktuelle klimatische Situation in Erlangen und trifft zugleich Aussagen über die zukünftige Klimaentwicklung. So stieg von 1881 bis 2018 die langjährige Mitteltemperatur in Erlangen bereits um ca. 1,5 °C. Dieser Trend wird sich auch in Zukunft fortsetzen – mit Folgen für Mensch und Natur. Auf Grundlage dieser Daten werden im Konzept Strategien und Möglichkeiten vorgestellt, wie sich die Stadt auf die zukünftigen klimatischen Veränderungen vorbereiten kann. Das Klimaanpassungskonzept zeigt, in welchen Bereichen sich wesentliche Konsequenzen für die Stadt Erlangen und ihre Bevölkerung ergeben. Dazu gehören die gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch Hitze und Allergene, die Notwendigkeit der Sicherung des Verkehrs während extremer Wetterereignisse, der Schutz vor Überflutung bei Starkregen sowie die besondere Pflege der städtischen Bäume bei Trockenheit und die Stärkung der Artenvielfalt. Mit Unterstützung von Expertinnen und Experten wurde ämterübergreifend in der Verwaltung ein Katalog mit Maßnahmen erarbeitet, der dafür sorgen soll, die hohe Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger aufrecht zu erhalten und eine bessere Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu erreichen. Der Maßnahmenkatalog reicht dabei von einer Verschattung öffentlicher Räume über Konzepte zur lokalen Nutzung des Regenwasserns bis hin zur klimagerechten Grünflächenentwicklung. „Wir tragen vor Ort dafür Verantwortung, einen deutlichen Beitrag gegen die weitere weltweite Klimaerwärmung zu leisten. Und wir müssen uns noch besser für die schon jetzt sichtbaren Folgen des Klimawandels rüsten. Das jetzt beschlossene Konzept ist dafür ein wichtiger Baustein“, sagte Oberbürgermeister Florian Janik.

 

Machbarkeitsstudie für Areal am KuBiC

Um die Neuordnung des Areals zwischen dem Kultur- und Bildungscampus Frankenhof (KuBiC) und dem Christian-Ernst-Gymnasium (CEG) einzuleiten, soll eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben werden. Einen entsprechenden Beschluss hat der Umwelt-, Verkehrs- und Planungsausschuss des Erlanger Stadtrats am Dienstag gefasst. Die Studie soll die Grundlage für einen späteren städtebaulichen Wettbewerb bilden. „Die Studie soll uns aufzeigen, wie das Gelände zwischen KuBiC und CEG städtebaulich neu geordnet werden kann“, erläuterte Planungs- und Baureferent Josef Weber das Verfahren. In dem anschließenden Wettbewerb solle dann eine möglichst gute Lösung erarbeitet werden. Das Areal liegt in einem städtebaulich wichtigen und sensiblen Bereich am Übergang zur historischen Neustadt. Es ist von mehreren Einzeldenkmälern geprägt. „Hohe städtebauliche Qualität zu erreichen, ist uns hier besonders wichtig“, so Weber. Als städtebauliche Ziele legte der Ausschuss unter anderem die oberirdische Nutzung des Grundstücks für öffentliche Einrichtungen, die Errichtung einer Tiefgarage und die Neuordnung der Freisportanlagen des CEG fest. Die Funktion als Freisportanlage soll dabei auch in Zukunft erhalten bleiben, heißt es in dem Beschlusstext. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Stadtrat die Verwaltung beauftragt, weitere Planungsschritte einzuleiten. Das CEG wurde über den Schulleiter in den bisherigen Prozess miteinbezogen. Ebenso wurden die angrenzende Friedrich-Sponsel-Sporthalle und das Kitzmann-Gelände in den Vorarbeiten für die Machbarkeitsstudie berücksichtigt. „Wir haben die Chance, das Quartier als Teil der neuen Achse der Wissenschaften zwischen der Philosophischen Fakultät im Himbeerpalast und dem Kollegienhaus weiter aufzuwerten“, sagte Oberbürgermeister Florian Janik. Eine öffentliche Tiefgarage leiste zudem einen Beitrag, die angestrebte Verminderung von Gehwegparken im öffentlichen Straßenraum auszugleichen.

 

Stadt empfiehlt umfassende Studie für StuB-Verlauf entlang der B4

Der Erlanger Stadtrat empfiehlt dem Zweckverband Stadt-Umland-Bahn (ZV StUB), in einer ergebnisoffenen Studie zu prüfen, ob und wie eine Bündelung der Bundesstraße 4 (B4) und der künftigen Straßenbahntrasse umsetzbar ist. Dabei soll auch untersucht werden, welche Möglichkeiten eine Reduzierung der vier Fahrspuren der Bundesstraße 4 in dem Bereich bietet.  Für das mittlerweile abgeschlossene Raumordnungsverfahren wurden Vorplanungen entlang von Straßenzügen erstellt. Die abschließende Querschnittsverteilung im Straßenraum ist hingegen noch nicht erfolgt. In der landesplanerischen Beurteilung durch die Regierung von Mittelfranken wurde dem Zweckverband einerseits die Aufgabe mitgegeben, Baumfällungen durch Nutzung des vorhandenen, straßenbegleitenden Weges und Bündelung mit dem geplanten Radschnellweg zu minimieren.
Insbesondere seien Altbäume zu schonen. Ein Rückbau von Fahrspuren der B4 wurde hingegen auf Grund der Verkehrsbelastung der Straße als kritisch beurteilt.  Mit der Empfehlung an den ZV StUB greift der Stadtratsausschuss zum einen die Anforderungen der Umweltverbände auf, die StUB soweit wie möglich im bestehenden Straßenquerschnitt der B 4 zu realisieren. Zum anderen kommt die Stadt zu der Einschätzung, dass der Trassenverlauf in dem sensiblen Bereich nur dann rechtssicher geplant werden kann, wenn die verschiedenen Querschnittsvarianten auch aus umweltfachlicher und verkehrlicher Sicht umfassend untersucht wurden.

 

Gebbertstraße erhält neue Fahrbahndecke

Die Gebbertstraße erhält im Bereich zwischen Anton-Bruckner-Straße und Am Röthelheim eine neue Fahrbahndecke. Dazu muss der betreffende Abschnitt in der Zeit von Mittwoch, 1. Juli, bis voraussichtlich Freitag, 24. Juli, für den Verkehr gesperrt werden. Entsprechende Umleitungen sind eingerichtet. Geh- und Radwege bleiben von den Bauarbeiten unberührt und sind mit Einengungen/Behinderungen durch die Absperrung des Baufeldes benutzbar. Pläne zur Umleitung/Verkehrsführung, zusätzliche und aktuelle Informationen zur Baumaßnahme sowie zur Bauabwicklung sind unter www.erlangen.de/verkehr, Link „Themen – Verkehr & Mobilität – Baumaßnahmen“ abrufbar.

 

KuBiC-Bauzaun darf bunter werden

Die Jugendkunstschule (JuKS) startet ein neues Street-Art-Projekt: Auf dem Bauzaun rund um das alte Frankenhof-Gelände, wo derzeit der zukünftige Kultur- und Bildungscampus (KuBiC) entsteht, sollen alsbald Graffitis und Street-Art-Gemälde Farbe ins Baustellen-Grau bringen. Newcomer und Oldies der lokalen Graffitiszene, aber auch andere großformatig arbeitende Kunst- und Kulturschaffende können sich bei Interesse bei der JuKS melden. Unter 09131/86-2812 oder juks@stadt.erlangen.de gibt es Infos zur Aufteilung und Größe der Fläche.

 

Veränderte Abfuhrzeiten beim Restmüll nächste Woche

Wegen Wartungsarbeiten an der Müllumladestation ändern sich die Abfuhrzeiten für den Restmüll in der nächsten Woche. Die Restmüllabfuhr am Donnerstag, 2. und Freitag, 3. Juli entfällt. Stattdessen werden die Behälter bereits am Dienstag, 30. Juni und Mittwoch, 1. Juli, ab 6:00 Uhr entleert.

 

„Bemalen ausdrücklich erlaubt!“: JuKS öffnet Räume für Fantasie

Wenn Kinder, Jugendliche und Familien nicht in die JuKS kommen können, kommt sie einfach raus! Die städtische Jugendkunstschule (JuKS) lädt mit einer Plakataktion zur künstlerischen Gestaltung im öffentlichen Raum ein. Das bedeutet aktuell, Platz schaffen für Kreativität, trotz der Corona-Beschränkungen. Schneller als gedacht waren sie da, die Plakate in der Innenstadt. Vielleicht sind sie schon der einen oder dem anderen aufgefallen, gebremst im Vorbeigehen durch ungewohnte Freifläche und kleine Schrift. Ein großer weißer Klecks soll nicht nur zum Anschauen einladen, sondern zum Mitmachen. Unter dem Motto „Was fällt dir ein?“ sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, sie sollte sich nur auf das Format beschränken. Die ersten Standorte wurden schon entdeckt und genutzt. Bei Bedarf stellt die JuKS auch Materialpakete zur Verfügung. Sie können seit wenigen Tagen während der Öffnungszeiten (Montag 9:00 bis 15:00 Uhr, Dienstag/Donnerstag/Freitag 9:00 bis 13:00 Uhr) ausgeliehen werden. Wer klingelt und ein Pfand hinterlässt, kann mit dem Material losziehen, eines der 50 Plakate in der Innenstadt suchen und nach Lust und Laune gestalten. Die Innenstadt wird noch bis Mitte Juni zur Galerie, die einzelnen Standorte laden zur Schnitzeljagd ein, um die individuell gestalteten Werke zu finden. Ob Familien, Jugendliche oder Erwachsene – alle sind eingeladen, sich kreativ zu betätigen. Die meisten Plakatständer sind barrierefrei zu erreichen, die Materialpakete sorgen für eine finanzielle Barrierefreiheit. Die Beschränkung auf die Innenstadt soll das Auffinden erleichtern. Die JuKS freut sich über Fotos mit den Ergebnissen.

 

Plakataktion „Zuhause nicht sicher?!“ gegen Gewalt an Frauen

Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist nicht nur in Corona-Zeiten ein gravierendes gesellschaftliches Problem. Kontaktbeschränkungen, wie sie in den ersten Monaten der Pandemie galten, können jedoch zu einem Anstieg von Gewalthandlungen im privaten Bereich führen. Darauf macht die städtische Gleichstellungsstelle aufmerksam. Die erste für Deutschland repräsentative Studie der Technischen Universität München zu „Häuslicher Gewalt während der Corona-Pandemie“ belegte diese Vermutung nun. Rund drei Prozent der Frauen erlebten während der Zeit der strengsten Kontaktbeschränkungen zu Hause körperliche Gewalt. Weitere 3,6 Prozent der Frauen wurden von ihrem Partner vergewaltigt. 3,8 Prozent der Frauen fühlten sich emotional bedroht. Kinder wurden in 6,5 Prozent aller Haushalte gewalttätig bestraft.  Die Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Erlangen nehmen die bundesweite Plakat-Aktion "Zuhause nicht sicher?" der Initiative „Stärker als Gewalt“ zum Anlass, um für die Thematik zu sensibilisieren. Die Gleichstellungsbeauftragte Katharina Pöllmann-Heller betont: „Gewalt gegen Frauen und Mädchen passiert jeden Tag. Wir alle sind gefordert, Augen und Ohren offen zu halten und etwas dagegen zu tun. Seit vergangenen Montag gibt es in Stadt und Landkreis Plakate, die auf die lokalen Hilfestellen verweisen. Die ersten Anlaufstellen hier vor Ort sind bei sexualisierter Gewalt der Frauennotruf Erlangen (Internet: www.notruf-erlangen.de, Telefon: 09131/209720) und bei Partnerschaftsgewalt das Autonome Frauenhaus Erlangen (Internet: www.frauenhaus-erlangen.de, Telefon. 09131/25872).

24.06.2020
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