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Häufig gestellte Fragen zur Landesgartenschau

4. Kosten

4.1 Was kostet die Landesgartenschau Erlangen 2024?

Bei der Landesgartenschau handelt es sich um eine Stadtentwicklungsmaßnahme, die einen Mehrwert für die Stadtgesellschaft schafft, der – wie bei anderen Stadtentwicklungsmaßnahmen auch – nur schwer in Zahlen zu beziffern ist (siehe auch Frage 1.1). Durch das Instrument der Gartenschau erhält die Stadt Fördergelder, die es ohne die Gartenschau in dieser Form nicht gäbe.

Die Kosten für die Landesgartenschau gliedern sich in den sogenannten Durchführungs- und in den Investitionshaushalt.

Der Durchführungshaushalt deckt die Dinge ab, die in direktem Zusammenhang mit der Veranstaltung stehen, beispielsweise nicht dauerhafte gärtnerische Anlagen, temporäre Bauwerke, Personalaufwand, Werbung und Veranstaltungen. Er refinanziert sich größtenteils über Eintrittsgelder, Verkaufserlöse, Pachten, Provision, Sponsoring, Werbeeinnahmen und ähnliches. Das ist aber natürlich abhängig vom Besucherzuspruch der Veranstaltung.

Die Investitionskosten wurden im Rahmen der Bewerbung auf ca. 16 Millionen Euro kalkuliert. Sie beinhalten die unmittelbaren Maßnahmen zur Gestaltung des Geländes – wie beispielsweise die Herstellung von Spiel- und Aufenthaltsflächen, Grünflächen oder neue Wegeverbindungen sowie sonstigen Infrastrukturen.

Ein Vorteil der ausgewählten Landesgartenschau-Fläche liegt darin, dass die Grundstücke, auf denen heute der Großparkplatz liegt, der Stadt gehören. Nach der eigentlichen Ausstellung soll der Großparkplatz bebaut werden. Dazu können auch Grundstücke verkauft werden. Aus dem Erlös der Grundstücke erwartet die Stadt große Einnahmeerlöse, die den oben genannten Ausgaben entgegenstehen. Darüber hinaus wird der Investitionshaushalt mit Fördermitteln in Höhe von 3,6 Millionen Euro durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz gefördert. Auch sind weitere Förderungen aus sogenannten EFRE-Mitteln (Europäische Fonds für regionale Entwicklung – EFRE) möglich.

Üblicherweise werden bei einer Landesgartenschau auch angrenzende Bereiche unter stadtentwicklungspolitischen Gesichtspunkten in den Blick genommen. Auch hierfür gibt es entsprechende Förderprogramme (z.B. Städtebauförderprogramme wie „Soziale Stadt“ oder „Aktive Zentren“), die die Ausstellung ggf. flankieren können.

4.2 Sollte das Geld nicht für andere wichtige Projekte, wie zum Beispiel die Sanierung von Schulen, eingesetzt werden?

In einer Stadt wie Erlangen stehen zu jeder Zeit viele Zukunftsinvestitionen gleichzeitig an. Diese gegeneinander auszuspielen wird der jeweiligen Bedeutung nicht gerecht. In der Stadtpolitik geht es darum, die anstehenden Aufgaben trotz begrenzter Mittel anzugehen und die richtigen Prioritäten zu setzen.

Die Landesgartenschau ist eine Investition in die langfristige Entwicklung der Stadt Erlangen. Sie setzt einen wichtigen Impuls für die Alt- und Innenstadt und trägt dazu bei, Natur und Umwelt im Regnitzgrund zu schützen und gleichzeitig ausgewählte Bereiche im Regnitzgrund der Bevölkerung zur Verfügung zu stellen. Insofern hat die Maßnahme hohe Priorität.

Die Stadt Erlangen investiert Jahr für Jahr einen zweistelligen Millionenbetrag in Projekte in der Stadt. Im Haushaltsentwurf 2017 sind zum Beispiel vorgesehen: 11 Millionen Euro für Schulsanierungen, 4,4 Millionen Euro für Kitas/Horte, 11 Millionen Euro für die Sanierung von Straßen und Brücken.

25.11.2016
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