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Häufig gestellte Fragen zur Landesgartenschau

2. Ein neuer Stadtteil auf dem Großparkplatz

2.1 Was plant die Stadt auf dem Großparkplatz?

Während der Landesgartenschau sollen auf dem Großparkplatz die gärtnerischen Teile der Ausstellung zu sehen sein. Diese müssen bereits vor Beginn der Landesgartenschau hergestellt werden. Als Standort denkbar ist dabei nach heutigem Stand zum Beispiel das bestehende Parkhaus, das provisorisch in Stand gesetzt und als Ausstellungshalle genutzt werden kann.

Nach der Landesgartenschau soll der Großparkplatz städtebaulich zu einem neuen Stadtviertel entwickelt werden. Dazu werden die temporären Installationen der Gartenschau nach der Landesgartenschau zurückgebaut und der Großparkplatz kann entwickelt werden. Infrastrukturen wie neue Wegeverbindungen oder Platzanlagen, die im Rahmen der Landesgartenschau entstanden sind, werden beibehalten und städtebaulich in die Entwicklung des Großparkplatzes integriert. Die Stadt Erlangen möchte dabei neue und innovative Wege der Quartiersdurchgrünung ermöglichen. Wohnungsbau ist dort ebenso denkbar wie die Ansiedlung von nicht-störendem Gewerbe und punktuellem Einzelhandel. Undenkbar ist dagegen neuer großflächiger Einzelhandel, um eine Konkurrenz zu den Angeboten der Alt- und Innenstadt auszuschließen.

Auf dem Gelände wird es nach heutigem Stand auch eine Haltestelle der Stadt-Umland-Bahn geben.

2.2 Was passiert mit den Parkplätzen auf dem Großparkplatz?

Die Funktion des Großparkplatzes als Parkplatz soll zu jeder Zeit erhalten bleiben und die Zahl der Parkplätze soll erhöht werden.

  • Der Großparkplatz soll vor, während und nach der Landesgartenschau weiterhin der Parkplatz sein, den Menschen ansteuern, wenn sie in der Erlanger Alt- und Innenstadt Erledigungen machen möchten. Ziel der Stadt ist es, die Zahl der Parkplätze zu erhöhen, um den Einzelhandel in der Stadt zu stärken.
     
  • Während der Landesgartenschau müssen die Besucherinnen und Besucher Parkplätze vorfinden. Ein Teil der Parkplätze kann auf dem Gelände des heutigen Parkplatzes errichtet werden. In der Regel werden bei Landesgartenschauen aber auch weiter entfernt temporäre Parkplätze geschaffen, von denen die Besucherinnen und Besucher dann mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Landesgartenschaugelände gelangen (siehe auch Frage 2.3).
     
  • Nach der Landesgartenschau werden im neuen Stadtviertel Menschen wohnen, die auch Stellplätze brauchen. Auch diese Stellplätze werden bei der Planung des neuen Stadtteils von Anfang an berücksichtigt.

Um das zu gewährleisten, sind Parkhäuser entlang der Autobahn A73 vorgesehen:

Diese werden bereits vor der Landesgartenschau errichtet. Im heutigen Parkhaus gibt es ca. 900 Stellplätze. Der gesamte Rest des Großparkplatzes hat etwa 940 Stellplätze. Das heißt: Schon heute sind fast so viele Parkplätze in einem Parkhaus untergebracht wie auf der ganzen restlichen ebenerdigen Fläche, die aber etwa vier Mal so groß ist. Vorgesehen ist entlang der Autobahn aber mehr als nur ein Parkhaus. Das heißt: Durch die Errichtung der Parkhäuser wird die Zahl der Parkplätze erhöht.

Dabei ist es Ziel der Stadt, eine möglichst hohe Qualität der Parkplätze zu erreichen, was Seniorengerechtigkeit und auch Barrierefreiheit angeht. Ein attraktives Parkraummanagement wie auch eine direkte Erreichbarkeit der Alt- und Innenstadt sind weiter Aufgaben. Durch einen gut geplanten Bauablauf kann sichergestellt werden, dass es durch die Baumaßnahmen, die im Vorfeld der Landesgartenschau nötig sind, nicht zu massiven Einschränkungen der Parkplatzkapazität kommt.

Ein Teil der Parkplätze kann während der Landesgartenschau von den Besucherinnen und Besuchern der Gartenschau genutzt werden. Ein anderer Teil soll weiterhin den Besucherinnen und Besuchern der Innenstadt zur Verfügung stehen.

Auch das neue Stadtviertel, das nach der Landesgartenschau auf dem Gelände des heutigen Großparkplatzes entsteht, wird über ausreichend Parkplätze verfügen. Dies wird vor allem durch die Parkplätze in den Parkhäusern erreicht. Wie viele Parkplätze für das neue Stadtviertel konkret benötigt werden, hängt von Art und Nutzung der neuen Bebauung ab.

2.3 Wo sollen die Besucherinnen und Besucher der Landesgartenschau parken?

Der Erlanger Bahnhof liegt in unmittelbarer Nachbarschaft des Landesgartenschau-Geländes. Das Gelände ist von dort aus in wenigen Schritten zu erreichen. Auch für den Radverkehr (hauptsächlich aus Erlangen selbst und dem näheren Umland) ist das Gelände perfekt erschlossen. Die Stadtverwaltung erwartet daher, dass ein großer Teil der Besucherinnen und Besucher nicht auf einen PKW-Stellplatz angewiesen ist, sondern mit dem ÖPNV oder dem Fahrrad anreist. Entsprechende Fahrradabstellplätze im Bahnhofsumfeld sind bereits in Planung, weitere sollen im Rahmen der Gartenschau geschaffen werden. Für die Anreise mit dem ÖPNV sind dann, wie bei anderen Gartenschauen auch, finanzielle Anreize denkbar (z.B. Kombiticket).

Für diejenigen Besucherinnen und Besucher, die mit dem Auto anreisen, werden Stellplätze in den fertiggestellten Parkhäusern entlang der Autobahn zur Verfügung gestellt, damit auch diejenigen Menschen, die in der Alt- und Innenstadt einkaufen möchten, weiterhin bequem einen Parkplatz finden. Dass es bei Landesgartenschauen nicht ausreichend Parkplätze am Gelände selbst gibt, ist auch die Regel. Daher sind Landesgartenschau-Parkplätze auch im weiteren Stadtgebiet vorzusehen, von denen aus die Besucherinnen und Besucher dann mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder einem Shuttle-Service zum Landesgartenschaugelände gelangen.

2.4 Was passiert mit den Bussen, die bisher am Großparkplatz abfahren?

Westlich des Bahnhofs befindet sich heute der Busbahnhof, von dem aus die Landkreisbusse, aber auch Fernbusse, abfahren. Die Stadt zieht für die Zukunft zwei Standorte für den zentralen Busbahnhof in Betracht: den heutigen Standort und den Parkplatz westlich der Arcaden, neben der Bahnlinie (ehemaliges Postgelände). Wenn der heutige Standort erhalten bleibt, wird dies von der Landesgartenschau-Planung berücksichtigt. Gleiches gilt für die Haltestelle der Stadt-Umland-Bahn, die westlich des Bahnhofs vorgesehen ist.

2.5 Ist es zwischen Autobahn und Bahnlinie nicht viel zu laut?

Wohnen in Innenstadt-Lagen geht immer mit einer gewissen Lärmbelastung einher. Entscheidend ist, dass die Grenzwerte für Lärm eingehalten werden, denn nur dann kann einem Bauvorhaben die Genehmigung erteilt werden. Wie hoch die Grenzwerte sind, hängt davon ab, welche Gebietsform zutrifft. In der Innenstadt sind sog. Mischgebiete (Wohnen und Gewerbe) vorherrschend.

In Erlangen gab es in den vergangenen Jahren einige Bauvorhaben, die trotz einer lauten Umgebung erfolgreich mit dem Thema Lärm umgegangen sind. Ein Beispiel ist die aktuelle Entwicklung auf dem ehemaligen Gossen-Gelände an der Nägelsbachstraße. Oft werden entlang der Lärmquelle Riegelgebäude errichtet, die verhindern, dass der Lärm tiefer ins Gebiet vordringt. In der Regnitzstadt könnten zum Beispiel die Parkhäuser entlang der Autobahn einen solchen Riegel bilden und damit nicht nur den Parkraum, sondern auch den Lärmschutz gewährleisten. Eine ähnliche Lösung könnte entlang der Bahntrasse gefunden werden.

22.11.2016
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