Sie haben Javascript deaktiviert und können somit nicht alle Funktionen dieser Website benutzen. Um Ihnen ein bestmögliches Surferlebnis zu ermöglichen, sollten Sie Javascript in Ihrem Browser aktivieren.

Sie fragen – wir antworten

Winterdienst in Erlangen – Welche Pflichten haben die Bürger?

Winkler, Winterdienst_Fragen Sie unsAntwort von Jörg Winkler, Winterdienstmeister im Eigenbetrieb für Stadtgrün, Abfallwirtschaft und Straßenreinigung

Die im Streu- und Räumplan festgelegten Straßen und Radwege werden von der Stadt betreut. Öffentliche Gehwege dagegen liegen in der Verkehrssicherungspflicht der Grundstücksanlieger. Werktags von 7 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen ab 8 Uhr bis jeweils 20 Uhr stehen Eigentümer oder Mieter in der Pflicht, die Gehwege von Schnee zu befreien. Gestreut werden darf mit Granulat oder Sand. Die Stadt stellt dazu das Streugut kostenlos in Streugutkästen zur Verfügung, die an bestimmten Glas- und Metallsammelbehältern stehen.

In Erlangen wie in vielen anderen Kommunen ist das Streuen von Salz für private Anlieger verboten. Auftausalze schädigen Boden, Bäume und Sträucher, die Pfoten von Tieren, aber auch Fische und andere Lebewesen in Gewässern. Außerdem lässt Salz Brücken und Fahrzeuge korrodieren. Durch all diese Faktoren entstehen Folgekosten für Neuanpflanzungen, Reparaturen und Sanierungen. Zudem können Auftausalze mit dem Sickerwasser in das Grundwasser gelangen und so zu einer „Aufsalzung“ des Grundwassers führen. Daher ist wo immer es geht auf den Einsatz von Streusalz zu verzichten. Nur in besonderen Ausnahmefällen wie Eisregen oder auf Treppen ist das streuen von Tausalz zulässig.

Auch wir beim städtischen Winterdienst arbeiten auf Rad- und Gehwegen grundsätzlich nur mit Granulat. Salz kommt lediglich auf Straßen zum Einsatz. Auch hier gilt das Prinzip „so wenig wie möglich und so viel wie nötig“. Daher verwenden wir in den meisten Fällen Feuchtsalz. Das ist sparsamer und wirkt schneller als Trockensalz.

11.12.2017
» zurück zur Übersicht

Weiterführende Informationen