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Kulturdialoge im Überblick

10. Erlanger Kulturdialoge 2019: "Spielräume für Kunst und Kultur – Spielräume durch Kunst und Kultur?"

Samstag, 16. November 2019, 14:30–18:30 Uhr, Bürgerpalais Stutterheim, Stadtbibliothek, Marktplatz 1

Hier die Ergebnisse der Kulturdialoge als PDF zum Download.


Wir laden Sie ein

Das Kulturreferat der Stadt Erlangen tritt mit den mittlerweile 10. Erlanger Kulturdialogen erneut mit Bürger innen und Bürgern zu Themen der Kunst und der Kultur in ein öff entliches Gespräch. Die Frage nach Freiräumen in der Stadt für (oder durch?) Kunst und Kultur wird im Mittelpunkt der öffentlichen Auseinandersetzung stehen. Wir laden Sie – Kunst- und Kulturschaffende, Bürgerschaft und Interessierte – herzlich dazu ein, über das Themenfeld zu diskutieren.

Das Thema

»Kultur braucht gedankliche und stadträumliche Leerstellen« (Thomas Kaestle), um sich zu entfalten. Welche gedanklichen und stadträumlichen Leerstellen, welche undefi nierten Gestaltungsmöglichkeiten gibt es in Erlangen? Sind kreative künstlerische Prozesse innerhalb der gesellschaftlichen und räumlichen Rahmenbedingungen möglich?

Programm

14:00 Einlass und Anmeldung; Kaffee und Gespräche
14:30 Begrüßung Dr. Florian Janik Oberbürgermeister
          Einführung in das Thema Anke Steinert-Neuwirth, Referentin für Kultur, Bildung und Jugend der Stadt Erlangen
15:00 Impulsvortrag
          Thomas Kaestle, Kulturwissenschaftler, Hannover

Kultur braucht gedankliche und stadträumliche Leerstellen. Wenn ihre Ergebnisse in Anträgen vorweggenommen sein müssen, mag sie Standards genügen und Vertrautes vermitteln.Ohne Überraschungen und Geheimnisse, ohne das zunächst Unerhörte, Undenkbare und Unpassende kommt sie jedoch zum Stillstand. Entwicklung ist nur möglich, wenn Neues zugelassen, begrüßt und gefördert wird. Was auf den ersten Blick als selbstverständlich erscheint, ist in Verwaltungszusammenhängen oft nicht einfach umsetzbar. Wie lassen sich Projekte unterstützen, die nicht in erster Linie verwertbar oder nützlich sind? Wo sind die (Frei-)Räume, die es ermöglichen, eigene Ideen im Prozess zu entwickeln? Lassen die aktuellen Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt überhaupt genug finanzierbaren Raum für Kunst und Kultur? Können Leichtigkeit, Vertrauen und Ergebnisoffenheit zu gewinnbringenden Kategorien für die Stadtgesellschaft werden?
15:30 Impulsvortrag
          Martina Dorsch, Jasmin Schubert, Temporäres Atelierhaus Studio b 11

60 Tage Art in Action: Das Pfarramt Altstädter Kirche Erlangen bot Künstler*innen von Ende Juli bis Oktober 2019 die Möglichkeit, das alte Pfarramtsgebäude als Kunst- und Kreativraum zu nutzen, es somit vor dem Abriss »noch einmal aufblühen zu lassen« – so der Wunsch des zuständigen Pfarrers. Ca. 25 Erlanger Künstler*innen nahmen sich dieses Projekts mit Herzblut, Eigeninitiative und mit Eigenleistung von Bürger*innen für Bürger*innen an. Ziel war also, Platz für Kreativität zu bieten und Kunstschaffen zu ermöglichen, Ziel war für die Künstler*innen aber auch, auf den wachsenden Ladenleerstand in der Erlanger Altstadt hinzuweisen. Die Künstlergemeinschaft möchte mit einer »Wander-Werkstatt« Nachfolgeprojekte initiieren.
16:00 Kaffee und Gespräche
16:30 Denkräume

          Denkraum 1: »Wo es mir gefällt«
          Denkraum 2: »Altstadt und zukünftiges Museumskarree 20XX«
          Denkraum 3: »(Frei-)Räume in den Stadtteilen«
18:00 Ergebnispräsentationen und Abschlussrunde
18:30 Ende

Workshops

»Wo es mir gefällt«

Unter der Leitung von Thomas Kaestle erkunden wir ein kleines Areal in der Innenstadt. Wo sind Un-Orte, wo gefällt es mir, wo wäre eine andere Nutzung von Räumen interessant? Wo entstehen aufgrund von eigenen Erlebnissen Räume vor dem inneren Auge, obwohl sich keine Wände darum herum befi nden? Völlig frei von allen Realitäten notieren wir unsere Beobachtungen und Bedürfnisse und entwickeln dann eine gemeinsame Karte: An welchen Orten könnten sich Kunst und Kultur entfalten?

Altstadt und zukünftiges Museumskarree 20XX

Das zukünftige Museumskarree Erlangen steht noch ganz am Anfang seiner Entwicklung. Sowohl inhaltlich als auch architektonisch sind Freiräume vorhanden und Neues möglich. Bevor Kulturreferat und Stadtmuseum in die konkreten Planungen einsteigen, möchten wir im heutigen Denkraum die Frage diskutieren: »Was muss ein Museumskarree in der Innenstadt ausstrahlen, damit wir es häufig aufsuchen möchten?«
Moderation: Monika Nickles

(Frei-)Räume in den Stadtteilen

Stadtteile unterliegen in mancherlei Hinsicht anderen Bedingungen als eine großstädtische Innenstadt. Gilt dies auch für die Kunst und die Kultur? Wie sieht es in den Erlanger Stadtteilen mit den Rahmenbedingungen für künstlerisches Schaffen aus?
Moderation: Lisa Popp

Referent*innen

Anke Steinert-Neuwirth

ist Referentin für Bildung, Kultur und Jugend der Stadt Erlangen.
Sie hat die Betrachtung des öffentlichen Raums als Kunst- und Kulturraum zu einem ihrer kulturpolitschen Schwerpunkte erklärt. Dazu gehört das Nachdenken über (Frei-)Räume für oder durch Kulturschaffende.

Thomas Kaestle

Als Kulturwissenschaftler ist Thomas Kaestle seit dem Jahr 2017 Gründungsmitglied des Expertenbeirats für Kunst im Stadtraum der Landeshauptstadt Hannover. Für deren Kulturamt betreut er als Kunstvermittler das entsprechende Programm »Kunst umgehen«. Er ist Herausgeber interdisziplinärer Reader und Autor wissenschaftlicher und journalistischer Texte zu Kultur, Stadt und Kulturpolitik.

Martina Annette Paulina Dorsch

ist Grafikerin für Digital- & Printmedien, Kulturpädagogin und Künstlerin. Sie ist als Dozentin in der Kinder- und Erwachsenenbildung tätig, u. a. an der Jugendkunstschule Erlangen, im Kunstpalais und zeitweise im RRZE der FAU.

Jasmin Schubert

ist Projektmanagerin in den Bereichen Werbung, Kommunikation und Organisation. Dies kam dem Atelierhaus Studio b 11 zugute, in dem sie auch als Künstlerin tätig war.

Veranstaltungsort
Bürgerpalais Stutterheim
Stadtbibliothek
Marktplatz 1
91054 Erlangen

Kosten
Für die 10. Erlanger Kulturdialoge wird keine Teilnahmegebühr erhoben.

Anmeldung
Es wird aus Planungsgründen um Anmeldung bis zum 12. November gebeten.
Bitte melden Sie sich mit beiliegender Antwortkarte oder per E-Mail an bei martina.lischke@stadt.erlangen.de

18.02.2020
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