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Pressemeldungen zum Vorhaben Erlangen West III

Bürgerentscheid zur Untersuchung für ein neues Stadtviertel

Die Bürgerinnen und Bürger entscheiden am 14. Oktober, dem Tag der Landtagswahl, darüber, ob die Stadtverwaltung neue Siedlungsmöglichkeiten im Stadtwesten weiter untersuchen soll. Der Stadtrat hat im Juli folgende Fragestellung beschlossen: „Sind Sie dafür, dass die vorbereitende Untersuchung für ein neues Stadtviertel im Stadtwesten zwischen Büchenbach und Steudach (Erlangen West III) weitergeführt wird?“ Wenn die Mehrheit der Abstimmenden mit „Ja“ stimmt, kann die Untersuchung fortgeführt werden. Entscheidet sich die Mehrheit mit „Nein“, wird die Untersuchung abgebrochen. Damit der Entscheid gültig ist, müssen mindestens zehn Prozent der Abstimmungsberechtigten sich für oder gegen die Untersuchung aussprechen.

„Bezahlbarer Wohnraum, Perspektiven für die Landwirtschaft und eine gute, nachhaltige Entwicklung unserer Stadt – diese Themen bewegen viele Bürgerinnen und Bürger. Es ist deshalb richtig, einen Bürgerentscheid durchzuführen“, sagte Oberbürgermeister Florian Janik.

Die Stadt Erlangen sieht einen Entwicklungsbedarf von etwa 12.000 neuen Wohnungen bis zum Jahr 2040. In dem neuen Stadtviertel könnten bis zu 5.000 neue Wohnungen entstehen. Der Standort war bereits 1978 im sog. Kilpperplan als mögliche Siedlungsfläche dargestellt und ist bereits durch den Adenauerring erschlossen. Heute befinden sich dort vor allem landwirtschaftliche Flächen, die teilweise auch von Bio-Landwirten bewirtschaftet werden.

Der Stadtrat hat beschlossen, dass höchstens die Hälfte der Untersuchungsfläche von 196 Hektar bebaut werden soll. Ziel der Stadt ist es, möglichst flächenschonend ein Wohnviertel zu entwickeln, das einen hohen Grünanteil hat. Die möglichen Siedlungsflächen liegen außerhalb der Landschaftsschutzgebiete Bimbachtal und Rittersbachtal. Die Auswirkungen des neuen Stadtviertels auf Natur und Landschaft und die Landschaftsschutzgebiete sind Teil der Untersuchung. Für Landwirte soll eine existenzsichernde Perspektive entwickelt werden, z. B. über die Bereitstellung von Ersatzflächen.

Die Untersuchung dauert mehrere Jahre und ist keine Vorentscheidung dazu, dass das Stadtviertel tatsächlich entwickelt wird.

Erst nach Abschluss der Untersuchung entscheidet der Stadtrat darüber, ob, in welcher Größe, in welcher Dichte und in welchen Abschnitten das Wohnviertel entstehen soll. In Abhängigkeit der Größe würde die Errichtung des Wohnviertels 20 bis 30 Jahre dauern.

01.08.2018
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