Sie haben Javascript deaktiviert und können somit nicht alle Funktionen dieser Website benutzen. Um Ihnen ein bestmögliches Surferlebnis zu ermöglichen, sollten Sie Javascript in Ihrem Browser aktivieren.

„Soziale Stadt“  -  Untersuchungsgebiet „Büchenbach-Nord“

Die Stadt Erlangen hat in Abstimmung mit der Regierung von Mittelfranken und in Zusammenarbeit mit Politik und lokalen Akteuren die Aufnahme des Gebiets „Büchenbach-Nord“ in das Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm II, Programmbereich „Soziale Stadt“ vorbereitet. Ziel ist es, entscheidende Impulse für eine positive Entwicklung  im Stadtteil und insbesondere im Untersuchungsgebiet geben zu können. Die Programmaufnahme wurde im Oktober 2018 durch die Regierung von Mittelfranken bestätigt.  Nun sollen die Kernpunkte der zukünftigen Entwicklung für das Untersuchungsgebiet „Büchenbach-Nord“ in einem Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) erarbeitet werden.

Diese Aufgabe wird das Büro Regina Sonnabend kooperativ planen in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Holger Schmidt von BfS aus Dessau-Roßlau übernehmen. Dies hat der Stadtrat in seiner Sitzung im Mai 2019 beschlossen. Über diese Entscheidung freut sich Josef Weber, Bau- und Planungsreferent der Stadt Erlangen: „Wir haben ein kompetentes Planungsteam gewinnen können - nun kann es mit dem Projekt losgehen.“

Bei Fragen zum ISEK können Sie sich gerne an die externen Bearbeiter wenden.

Städtebauförderungsprogramm "Soziale Stadt"

Das Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm II, Programmbereich "Soziale Stadt" ist ein wichtiger Bestandteil der Stadtentwicklungspolitik des Bundes. Es richtet seine Aufmerksamkeit auf die Stabilisierung und Aufwertung von Stadtteilen und fördert Investitionen z.B. in das Wohnumfeld, in die Infrastrukturausstattung und in die Qualität des Wohnens. Darüber hinaus zielt das Programm darauf ab, lebendige Nachbarschaften zu befördern und den sozialen Zusammenhalt zu stärken.

Untersuchungsgebiet Büchenbach-Nord

Das Untersuchungsgebiet „Büchenbach-Nord“ liegt im Westen von Erlangen in Büchenbach und umfasst eine Fläche von ca. 60,3 ha. Im Jahr 2018 lebten dort rund 5.800 Menschen. Der Wohnstandort weist eine heterogene Bebauung auf, die ab den 1960er Jahren errichtet wurde. Prägend im Untersuchungsgebiet sind die zeittypischen Geschosswohnungsbauten der 1960er und 1970er Jahre und darunter insbesondere die Wohnhochhäuser entlang des Europakanals, die in ihrer Entstehungszeit zu den städtebaulichen Prestige-Projekten von Erlangen zählten.

Handlungsbedarf

Heute sind in „Büchenbach-Nord“ sowohl städtebauliche und bauliche Mängel als auch verschiedene soziodemographische Problemlagen erkennbar.  Seit 2014 ist „Büchenbach-Nord“ der Bezirk mit dem höchsten Sozialindex der Stadt Erlangen. Prognostisch wird eine Verstärkung der sozialen Belastung bis zum Jahr 2022 vorhergesagt. Aufgrund dieser Situation sieht die Stadt Erlangen aktuell folgende Handlungsschwerpunkte, die es im ISEK zu konkretisieren oder zu überprüfen gilt:

  • Zukünftige und aktuelle stadtplanerische Entwicklungen und der damit verbundenen Veränderungsprozesse (z.B. Projekte der GEWOBAU, Stadt-Umland-Bahn, Rad- und Fußverkehr)

  • Weitere Entwicklung des Wohnungsbestandes und Wohnumfeldes sowie Nutzung von Nachverdichtungspotenzialen

  • Bauliche Entwicklung der Versorgungsache Büchenbacher Anlage

  • Sicherung der Nahversorgung und Dienstleistungsangebote

  • Entwicklung der öffentlichen Grün- und Freiräume einschließlich der Nutzbarkeit von Sport- und Spielflächen

  • Stärkung der soziokulturellen und sozialen Infrastruktur

  • Imagewandel

  • Einrichtung Quartiersmanagement und Stärkung der Nachbarschaften

  • Förderung einer gesellschaftlichen Durchmischung

  • Optimierung der verkehrlichen Erschließung (Binnenverkehr und Vernetzung mit umliegenden räumlichen Schwerpunkten) sowie Aufwertung der Straßenräume sowie Aufenthaltsqualität

 

Mitwirkung und Beteiligung

Für die kommenden 10 – 15 Jahre soll ein Handlungsprogramm aufgestellt werden, das die zukünftige Entwicklung von „Büchenbach-Nord“ vorbereitet und steuert. Da dieses von möglichst vielen mitgetragen werden soll, wird ein Beteiligungskonzept aufgestellt. Zudem werden konkrete Mitwirkungs- bzw. Beteiligungsangebote für die Bewohnenden und die lokalen Akteure vor Ort entwickelt.

Informationen

Kontakt