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Aktuelles

Erfolgreiche „Winterwerkstatt“ in der Mönauschule

Büchenbach-Nord soll neues Fördergebiet „Soziale Stadt“ werden.

„Welche Ideen verwandeln Büchenbach-Nord bis 2030?“ Um Antworten auf diese Frage zu entwickeln, folgten rund 140 Teilnehmende einer Einladung der Stadt Erlangen und des beauftragten Planungsteams mit Regina Sonnabend, Birgit Schmidt & Prof. Holger Schmidt aus Dessau-Roßlau zu einer „Winterwerkstatt“ in die Aula von Mönauschule und Hermann-Hedenus-Mittelschule. Auch Oberbürgermeister Florian Janik diskutierte mit. Die Planungsgemeinschaft erarbeitet derzeit unter Federführung des Amtes für Stadtentwicklung und Stadtplanung der Stadt Erlangen ein sogenanntes Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK). Im Rahmen des ISEK sollen laufende Planungen aufgenommen und die Planungsgrundlage für die Stadtteilentwicklung der nächsten zehn Jahre geschaffen werden.

Die fast 50 Jahre alte Wohnsiedlung Büchenbach Nord hat zahlreiche Stärken. Zugleich gibt es aber auch Unterstützungs- und Veränderungsbedarf, stellten die Planer fest. Büchenbach Nord sei ein „Integrationsmotor“ für Erlangen. Zu den Stärken des Stadtteils zählen seine Internationalität und die Vielfalt der Herkünfte, leben hier doch Menschen aus 110 Nationen. „Man lernt sich gegenseitig zu respektieren und sich anzuerkennen“, so Sonnabend. Insbesondere am Bildungsstandort werde viel geleistet. Zugleich gebe es klare Entwicklungsaufgaben. So gehe es darum, bestehende Räume für Schulen, Bildung, Ausbildung und Engagement im Stadtteil besser zu vernetzen und auszubauen. Gutes Wohnen, das bezahlbar sei und sich durch sozial stabile Nachbarschaften auszeichne, müsse gefördert werden. Zugleich gehe es auch um eine passende Versorgung im Quartier. Wesentlich seien zudem besser vernetzte Freiräume mit Aufenthaltsqualität für Erholung, Sport, Spiel, Gemeinschaft und Kultur. Das Planungsteam hob zudem die Bedeutung attraktiver Mobilitätsangebote hervor, die gleichermaßen sozial-, umwelt- und generationengerecht seien. Insbesondere die geplante Stadt-Umland-Bahn biete hier viele Potenziale. Das ISEK ist eine Chance, einen Imagewandel anzustoßen „Plakativ gesprochen wünschen wir uns, dass Büchenbach-Nord in Zukunft zu ‚Bueno‘ wird“, so Sonnabend.


Foto: Alexander Lech, buerohallo.de

An drei thematischen Gruppen diskutierten die Teilnehmenden anschließend zu Perspektiven für Schulen und Stadtteiltreff, Nachbarschaften im Stadtteil und zur „Büchenbacher-Achse“ zwischen Mönauschule und Holzweg. Hier reihen sich bereits heute viele soziale Einrichtung. Diese Achse sollte aus Sicht der Planer künftig mehr Aufenthaltsqualität gewinnen. Eine Gruppe von mehr als 40 Jugendlichen aus Büchenbach zeigte dem Planungsteam parallel dazu eigene Lieblingsorte und Orte, die aus Sicht der Jugendlichen neugestaltet werden sollten. Das Jugendhaus West stellte eine Präsentation mit Umfrage- und Interviewergebnissen unter Jugendlichen vor. Der Stadtjugendring war mit der Legobaustelle dabei. Dort haben Kinder, Jugendliche und Erwachsene ihre Gestaltungsideen für den Stadtteil und die Büchenbacher Anlage als Modelle gebaut.

Die Ergebnisse der Winterwerkstatt werden in das ISEK Büchenbach-Nord 2030 einfließen und in einer weiteren Veranstaltung im Sommer 2020 den Bewohnerinnen und Bewohnern im Stadtteil nochmals vorgestellt. Zudem soll es weitere Angebote für Information und Beteiligung in Büchenbach-Nord geben. Das ISEK Büchenbach-Nord 2030 soll gegen Ende dieses Jahres vom Stadtrat beschlossen werden. Auf dieser Basis kann dann die Beantragung von Fördermitteln aus dem Städtebaulichen Förderprogramm „Soziale Stadt“ erfolgen.

11.05.2020
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