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Aktuelles

Stadtteil-Werkstatt an der Wasserfront Soziale Stadt ISEK Büchenbach-Nord 2030 zwischen Bimbach und Europakanal

Am 16. und 17. Juli 2020 war die Stadtteil-Werkstatt 56nord mit ca. 70 Stadtteilakteur*innen in Büchenbach zwischen der Bimbach und dem Europakanal vor Ort unterwegs. Im Januar hatte es mit der Winterwerkstatt bereits ein offenes Mitwirkungsangebot in der Aula von Moenau- und Hermann-Hedenus-Mittelschule gegeben. Diesmal fand die Beteiligung unter den bekannten Corona-Sicherheits- und Hygienebestimmungen statt. Um im vorgeschriebenen Abstand und doch produktiv miteinander arbeiten zu können, musste die Zahl der Teilnehmer*innen deshalb beschränkt bleiben.

Der Bereich zwischen Goldwitzerstraße, Marienstraße und Europakanal gehört zum erweiterten Untersuchungsgebiet, das mit Büchenbach-Nord in das Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ aufgenommen werden soll. An drei Stationen der 'Büchenbacher Wasserfront' wurden in drei Workshops die aktuelle Situation, die Bedarfe und Potenziale der Wohngebiete, der sozialen Einrichtungen und der Freiräume genauer untersucht. Wichtig waren auch die räumlichen Verbindungen innerhalb des Stadtteils Büchenbach und zur umgebenden Landschaft.

Station 1 war am 16. Juli die GOWI 27 mit ihren Angeboten der offenen Jugendsozialarbeit, der familienpädagogischen Beratung und mit dem Familienstützpunkt. Hier standen die Erfahrungen zur Stadtteilentwicklung und Ideen aus den sozialen Einrichtungen im Mittelpunkt. Mehrere Teilnehmer*innen berichteten davon, dass sie in ihrem Wohnumfeld und in den Familien immer mehr Rückzug und steigende Isolation erleben. Die Workshopteilnehmer*innen erkundeten dann den Zugang zur Bimbach und zum Waldbereich südlich von Büchenbach-Dorf. Dort liegen das Schützen- und Vereinshaus mit Gastronomie sowie ein Bolzplatz für Jugendliche. Sie sind über den Bach bisher eher sportlich zu erreichen. Anschließend ging es über die Frauenauracher Straße zum Europakanal. Das dortige Wohngebiet liegt nahe am Wasser: Ein attraktives, bisher wenig genutztes Potenzial. Am Kapellensteg und Kreuzungsbereich Am Europakanal/Dorfstraße endete der rege Erfahrungsaustausch der Gruppe.

Die Station 2 begann nachmittags auf der Alterlanger Seite beim BSC Erlangen. Im Verein sind viele Büchenbacher*innen aktiv. Der Weg zum Kappellensteg führt am Vereinshaus vorbei und wird gerne als kurze Verbindung zwischen den Stadtteilen genutzt. Engagiert wurden von den Workshopteilnehmer*innen die Themen Sport, Spiel und Bewegung besprochen. Wo sind Defizite, wo liegen Chancen für mehr vereinsunabhängige Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote im Freiraum? Für den Bereich am Kanal sollte die Planung eine gute Balance für unterschiedliche Nutzungen (z.B. Spazieren, Hundeauslauf, Fahrradfahren, Spiel und Sport, Erholung) suchen. Auf der Alterlanger Seite ging es dann vom BSC über den Ruderverein bis zum Gelände vom TV 1848 ganz im Norden. Dabei waren die wechselnden Qualitäten und Aufenthaltsmöglichkeiten für den Stadtteil Büchenbach gut zu erleben.

Station 3 thematisierte am 17. Juli dann den Bereich an der Straße Am Europakanal als Haupterschließungsstraße für Büchenbach bis hin zum Europakanal. Das Planungsteam spazierte zunächst mit 25 Teilnehmer*innen bis zur Einmündung Steigerwaldallee, wo über einen möglichen Straßenumbau, verbesserte Querungsmöglichkeiten und Zugänge zum Wasser beraten wurde. Ein weiterer Halt war der Spielplatz an der Kulmbacher Straße, wo die Ost-West-Verbindungen für Büchenbach-Nord Thema waren. Beim Imbiss an der Aral-Tankstelle informierte das Wasserwirtschaftsamt zur Klimaerwärmung: Mehr Regen im Winter, zunehmende Trockenheit im Sommer erfordern mehr Flächen für Regenwasserrückhaltung. Sie sollten frühzeitig in die Planung integriert werden. Über den Büchenbacher Steg ging es nochmals zum Ruderverein. Dort verabschiedete man sich mit der Verabredung und Hoffnung, dass das ISEK-Konzept trotz, noch besser ohne Corona am Ende in einer großen öffentlichen Veranstaltung im Stadtteil diskutiert werden kann.


Stadtteil-Werkstatt to go unter Corona-Bedingungen (Bild: Alexander Lech, BÜROHALLO)


Stadtteil-Werkstatt vor der Büchenbacher Wasserfront (Bild: Alexander Lech, BÜROHALLO)


Teilnehmende der Stadtteil-Werkstatt diskutieren miteinander (Bild: Alexander Lech, BÜROHALLO)

Als vorlaufendes Quartiersmanagement konnten die Stadtteil-Werkstatt 56nord und der Projekt-Assistent Hauke Hoppe-Seyler im April die Arbeit aufnehmen.

Jetzt macht die Stadtteilwerkstatt 56nord vom 03. bis 21. August Sommerferien. Ab dem 25. August 2020 bietet Herr Hoppe-Seyler im Treff des AWO-Ortsverein an der Büchenbacher Anlage 27 wieder jeden Dienstag von15 bis 17 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung Sprechzeiten an.

Kontakt: Tel. 01573/4882139. E-Mail stadtteilwerkstatt@56nord.info

Auftraggeberin für das Soziale Stadt ISEK Büchenbach-Nord und die Stadtteil-Werkstatt 56nord ist die Stadt Erlangen, Amt für Stadtentwicklung und Stadtplanung (Ansprechpartnerin: Yvonne Slanz, Stadtplanungsamt).

Mit der Erarbeitung des ISEK „Soziale Stadt“ Büchenbach-Nord 2030 sowie dem Mitwirkungs- und Beteiligungsprozess ist die Arbeitsgemeinschaft Regina Sonnabend, kooperativ-planen und Prof. Dr. Holger Schmidt, Büro für Siedlungserneuerung aus Dessau-Roßlau beauftragt. (Kontakt: info@koopertiv-planen.de)

Die Erstellung des ISEK Soziale Stadt“ Büchenbach-Nord 2030 und die Stadtteil-Werkstatt 56nord werden durch das städtebauliche Förderprogramm “Soziale Stadt“ gefördert. www.bmi.bund.de/DE/themen/bauen-wohnen/stadt-wohnen/staedtebau/soziale-stadt/
03.08.2020
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