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Aktuelles

Nachklang zum musikalischen Stadtteil-Spaziergang zum Abschluss des ISEK Büchenbach-Nord 2035

Aufbruchstimmung am Schulstandort Büchenbach-Nord. (Foto: Erich Melter)

Nach einem fast zweijährigen, umfassenden Planungs- und Beteiligungsprozess liegt nun der Abschlussbericht „Sozialer Zusammenhalt“ ISEK Büchenbach-Nord 2035 vor. Dieser wurde am 12.05.2021 durch den Erlanger Stadtrat als Grundlage für die weitere integrierte städtebauliche Entwicklung von Büchenbach-Nord in den kommenden 15 Jahren beschlossen. Das ISEK Büchenbach-Nord 2035 bildet die Grundlage für mögliche Förderungen im Städtebauförderungsprogramm „Sozialer Zusammenhalt“, das mit Mitteln durch den Bund und das Land gespeist wird.

Dies war der Anlass für den musikalischen Stadtteil-Spaziergang im Juni 2021, dem sich rund 60 Interessierte, Bewohnende und Stadtteilakteure, aber auch Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und unterschiedlichen Ämtern anschlossen. An fünf Stationen erläuterten die Planerinnen nochmals die wesentlichen Zielsetzungen und Maßnahmen des ISEK Büchenbach-Nord 2035 für das Stadterneuerungsgebiet. Dabei scheuten sie nicht den Austausch mit Teilnehmenden und nutzten den Dialog mit Protagonisten im Stadtteil. Den musikalischen Rahmen bildete die sympathische Band La-Boum aus Nürnberg, die mit ihrer Lust am Spiel das Publikum begeisterte.

An der ersten Station am Parkplatz Odenwaldallee begrüßte Herr Oberbürgermeister Dr. Florian Janik bei strahlendem Sonnenschein die große Runde. Er würdigte den umfassenden ISEK-Beteiligungsprozess und die konstruktive Mitwirkung vieler Menschen, engagierter Stadtteilakteure und Einrichtungen vor Ort für ein lebenswertes Büchenbach-Nord. Dieser Einsatz spiegele sich in der Qualität des ISEKs und seiner Ergebnisse wider. Unter dem Motto „Zuhause in guter Nachbarschaft“ werden für Büchenbach-Nord fünf Handlungsfelder formuliert, die untermauert mit konkreten Handlungsempfehlungen maßgebliche Leitlinien für die Stadtteilentwicklung in den kommenden 15 Jahren bilden werden.

An diesem Punkt übernahmen die Planerinnen Regina Sonnabend (kooperativ planen) und Birgit Schmidt (Büro für Siedlungserneuerung) aus Dessau-Roßlau die Moderation und erläuterten die bevorstehenden baulichen Veränderungen im Zuge von Investitionen der GEWOBAU Erlangen und des privaten Investors Bauwerke Liebe und Partner hier im Zentrum von Büchenbach-Nord. Vor allem die Initiative „Nachverdichtung nicht um jeden Preis“ begegnet dem geplanten Wohn- und Geschäftshaus mit Skepsis und äußerte dies am Rande der Veranstaltung in einem stillen Protest. Bereits in der öffentlichen Winterwerkstatt allerdings sind auch die Chancen herausgearbeitet worden, die sich für den öffentlichen Raum im Herzen von Büchenbach-Nord ergeben können. Im kommenden Jahr ist nun eine Planungswerkstatt geplant, in der diese Ideen für den „Freiraum Neue Mitte“ gemeinsam mit mehreren Planungsteams und im Austausch mit den Bewohnenden, Anrainern und Interessierten weiterentwickelt werden können.

Die zweite Station führte zum Schulstandort Büchenbach-Nord, wo die Planerinnen die Bildungs- und Integrationsarbeit der Mönau-Grundschule in dem international geprägten Stadtteil würdigten. Von den täglichen Herausforderungen berichteten die Schulleiter Jutta Dirr und Max Richter. Der Schulalltag für die Lehrer- und Schülerschaft muss an zwei Standorten organisiert werden – nämlich hier in Büchenbach und in Alterlangen. Unterstützt von Nachbarn, Eltern und Schülerschaft setzen sich die Schulleiter für den Ausbau des Schulstandortes Büchenbach-Nord ein und einer damit verbundenen Zusammenführung der Mittelschule hier vor Ort. Daraus ergäbe sich das zusätzliche Potenzial, die Freiräume aufzuwerten und den Schulstandort mit neuen Wegeverbindungen besser mit dem Stadtteil zu verknüpfen. Dies käme insbesondere Kindern, Jugendlichen und Familien aus der Nachbarschaft zu Gute.

Die weiteren Stationen führten in das östliche und südliche Stadterneuerungsgebiet. Hier erläuterten die Planerinnen Qualitäten und Verbesserungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit den angrenzenden Naturräumen, einem klimagerechten Umbau der Magistrale Am Europakanal sowie einer Umgestaltung des erweiterten Kreuzungsbereichs Kappellensteg, Frauenauracher Straße und Dorfstraße, der allen Verkehrsteilnehmenden gerechter werden könnte.

Am Spielplatz an der GOWI 27 endete der Stadtteil-Spaziergang. Herr Baureferent Josef Weber bedankte sich bei Regina Sonnabend und Birgit Schmidt. Im gesamten ISEK-Entwicklungsprozess wirkten sie an der Schnittstelle zwischen Politik, Verwaltung, Bewohnenden und Stadtteilakteuren und konnten hier eine wichtige und vermittelnde Rolle einnehmen. Der Abschluss des ISEK Büchenbach-Nord 2035 sei nun der Beginn der Umsetzung. Der Baureferent ermunterte die Anwesenden weiterhin an der positiven Entwicklung von Büchenbach-Nord mitzuwirken. Und bei einem kühlenden Getränk spielten die Musiker von La-Boum noch ein paar letzte Takte auf!

Eindrücke geschildert von Yvonne Slanz als Gebietsbetreuerin für das Sachgebiet Stadterneuerung und Stadtgestaltung im Amt für Stadtplanung und Mobilität der Stadt Erlangen

 

Das ISEK Büchenbach-Nord 2035 können Sie gerne unter www.erlangen.de/büchenbach-nord nachlesen. Gerne können Sie auch den 11.11.2021, ab 17:00 Uhr vormerken. An diesen Termin ist das zweite öffentliche Stadtteil-Forum geplant - mit Informationen zu Mitwirkungsmöglichkeiten im Stadterneuerungsprozess und der geplanten Planungswerkstatt „Freiraum Neue Mitte“. Der Ort wird noch bekannt gegeben.


OBM Dr. Florian Janik würdigt das Engagement der Stadtteilakteure. (Foto: Erich Melter)


La-Boum aus Nürnberg spielt auf. (Foto: Erich Melter)


Am Europakanal erläutert Planerin Birgit Schmidt die Qualitäten der angrenzenden Naturräume. (Foto: Erich Melter)

13.09.2021
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