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Grün in der Stadt Aktuelles

Willkommen im Freiluftwohnzimmer!

BalkonbegrünungEine kleine grüne Oase, in der man den Alltag hinter sich lassen kann. Klingt nach viel Arbeit? Oder einem unerreichbaren Traum? Nicht, wenn das grüne Paradies nur ein paar Schritte entfernt liegt. Ein Naherholungsort vor dem Balkonfenster ist nicht nur hübsch anzusehen und wohltuend, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Klima eines Wohngebietes – und der ganzen Stadt. Gleichzeitig bietet der Balkon – richtig genutzt – Pflanzen, Vögeln und Insekten Nahrung und wichtigen Lebensraum. Erfahren Sie, wie Sie Ihren Balkon in eine grüne, für die Natur wertvolle Oase verwandeln!

 

DIE RICHTIGE PFLANZE AM RICHTIGEN ORT

Entscheidend für einen blühenden  und lebendigen Minigarten auf dem Balkon ist die Wahl der richtigen Pflanzen.
Ziel sollte es sein, nicht nur für den Menschen, sondern auch für die in der Stadt lebenden Tiere einen Mehrwert zu schaffen. Viele typische Balkonpflanzen wie Geranien, Petunien und andere überzüchtete Zierpflanzen sollten aus ökologischen Gründen gemieden werden. Sie sehen zwar schön aus und riechen gut, bieten aber weder Nektar noch Pollen. Nur heimische Pflanzen sind optimal an die Bedürfnisse der bei uns verbreiteten Tierarten angepasst. Wichtig ist dabei auf offene Blütenstände zu achten.

Wildrosen beispielsweise sind nicht nur pflegeleicht und winterhart, sondern duften herrlich und sind sehr dekorativ. Mit einer ausgewogenen Mischung von Wild- und Nutzpflanzenarten blüht der Balkon von Frühjahr bis Herbst. Je nach Lage und Ausrichtung des Balkons eignen sich eher Sonnen-, Halbschatten oder Schattengewächse.

DAS BRAUCHEN GESUNDE PFLANZEN

Für alle Lebewesen gilt: Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung ist eine optimale Versorgung mitallen nötigen Nährstoffen. Fertige „Balkonblumenerde“ hat ungefähr den gleichen Wert wie Fertiggerichte aus dem Supermarkt. Ideal ist humusarmer Boden aus der Region gemischt mit Kompost. Gartenerde gestreckt mit etwas Sand und Lehm ist ein guter Kompromiss. Vor allem im Frühjahr muss die Erde regelmäßig mit organischem Dünger angereichert werden. Beim Gießen sollte man darauf achten, dass keine Staunässe entsteht. Wenn eine Pflanze erkrankt, helfen oft simple Hausmittel.

Erste Hilfe_Braunfäule: Behandlung mit Schachtelhalmtee, Braunalgenextrakt, Kalkspritzungen; Läuse: Abreiben, BEsprühen mit Brennesselbrühe odre milder Seifenlauge; Mehltau: Großzügiges Entfernen der befallenen Blätter und Triebe 3 Bilder von Balkonpflanzen

Eine ökologische Balkonbepflanzung hat nicht nur optisch viel zu bieten. Die Blüten vieler Küchenkräuter wie Liebstöckel, Salbei und Zitronenmelisse sind für Insekten eine Delikatesse. Auch unseren Gerichten verleihen sie ein besonderes Aroma. Es empfiehlt sich, immer nur einen Teil zu ernten und den Rest zum Blühen stehen zu lassen – für die Tiere und für das Auge. Gemüsesorten wie Tomaten, Paprika, Auberginen, Chili oder Zucchini gedeihen problemlos in Kübeln. Bohnenranken, Säulenobstbäume, Erdbeeren und Beerenobststräucherfinden auch auf kleinen Balkonen Platz. Für schattige Standorte ist Salat gut geeignet.

PFLANZEN SELBER ZIEHEN

Pflanzen selber zu ziehen ist kein Hexenwerk – wenn man die jeweiligen Bedürfnisse einesGewächses bei der Aussaat und beim Umpflanzen berücksichtigt. Wärmebedürftige Gemüsesorten wie Tomaten oder Auberginen müssen im Haus vorgekeimt werden. In der Regel erfolgt die Aussaat von März bis April. Ab Mitte Mai dürfen die zarten Keimlinge nach draußen. Auch einige südliche Kräuter wie Majoran, Thymian oder Basilikum werden im Warmen vorgezogen. Heimische, einjährige Blumenarten wie Kokardenblumen und Buschzinnien werden ohne Vorkeimung im Frühjahr gesät. Mit wenig Arbeitsaufwand bieten Färber-Hundskamille, Knäuel-Glockenblume und Pfingstnelke über mehrere Jahre Nahrung für Insekten.

WO DIE WILDEN BIENEN WOHNEN

In der Stadt bieten Parks, Gärten und begrünte Balkons ein abwechslungsreiches Nahrungsangebot für Insekten. Wildbienen und andere ungewöhnliche Stadtbewohner finden in sogenannten Insektenhotels den nötigen Unterschlupf. Diese sollten den Niststrukturen ihrer natürlichen Lebensräume so nahe wie möglich kommen. Ein Insektenhotel kann man leicht aus Bambusrohren und einem geeigneten Gefäß (z.B. Blechdose, Holzkasten aus unbehandeltem Hartholz) selber basteln. Die Bambusrohre werden mit einer Säge in gleich lange Stücke zerteilt und mit dem Bohrer sauber ausgehöhlt. Nun steckt man sie dicht an dicht in ein Gefäß, bis alle Lücken geschlossen sind. Das selbstgebastelte Insektenhotel lässt sich ganz einfach an einem regengeschützten Ort an einem Haken aufhängen oder mit einer Schnur festknoten. Dabei muss man darauf achten, dass die Nisthilfe auch bei Wind nicht ins Schwanken gerät und wenn möglich gen Süden ausgerichtet ist.

Die ausführliche Bauanleitung finden Sie hier oder unter "Weiterführende Informationen" - "So bauen Sie Ihr eigenees Insektenhotel".

19.05.2021
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