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Förderprogramm Aktuelles

Bäume pflanzen für Erlangen

Bäume stehen unter SchutzUNVERZICHTBARE NACHBARN UND ECHTE SUPERHELDEN

Erlangens Bäume leisten einen immensen Beitrag für die Lebensqualität in unserer Stadt. Sie bauen CO2 ab und sind wesentliche Treiber der Sauerstoffproduktion. Sie fungieren außerdem als Schadstofffilter, Wassermanager und schattenspendende Temperaturregulatoren. Gleichzeitig dienen sie zahlreichen Tieren als Nahrungsquelle und Lebensraum. Besonders Altbäume sind ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche Tierarten. Um den Baumbestand zu erhalten und auszuweiten, müssen jedoch auch regelmäßig Jungbäume neu gepflanzt werden. Die Stadt Erlangen pflanzt jährlich mehrere hundert Bäume im Stadtgebiet. Auch Sie können auf Ihren privaten und gewerblichen Flächen zu mehr Grün in der Stadt beitragen. Wie das gelingt und was dabei zu beachten ist, erfahren Sie auf den folgenden Seiten!

 

DAS IST BEI DER BAUMPFLANZUNG ZU BEACHTEN

Bietet unten und oben Freiraum: Der richtige Standort

Ein Baum braucht Platz, um sich entfalten zu können. Daher sollte der potenzielle Standort genügend Abstand zum nächsten Zaun, Weg, zur nächsten Wand oder zu anderen Bäumen aufweisen. Wählen Sie den Standort so, dass keine Leitungen, Kabel oder andere Infrastrukturen beschädigt werden. Auch der erforderliche Grenzabstand zum benachbarten Grundstück sollte im Sinne guter Nachbarschaft eingehalten werden. Mehr Informationen bietet die Broschüre „Rund um die Gartengrenze“, herausgegeben vom Bayerischen Staatsministerium der Justiz (online verfügbar). Auch ein Balkon kann sich als Standort anbieten, beispielsweise für Säulenobstbäume in transportfähigen Kübeln.

Standortabhängig: Welche Baumart ist geeignet?

Heimische Baumarten bieten für die hier lebenden Tiere einen optimalen Mehrwert. Allerdings leiden einige heimische Baumarten durch die
zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels u.a. unter Trockenstress. Auch ein Standort in einer dicht besiedelten Stadt stellt eine zusätzliche Herausforderung für Bäume dar. Kriterienn für die Wahl einer geeigneten Baumart sind beispielsweise die Wuchsgröße sowie Licht- und Bodenverhältnisse am Standort. Baumschulen oder ein GALA-Bau-Unternehmen können Sie hier gezielt beraten.

Extreme vermeiden: Die richtigen Pflanzzeiten

Ein Baum kann das ganze Jahr über gepflanzt werden, sofern keine extreme Hitze oder Frost herrscht. Es empfiehlt sich daher, Jungbäume im Frühjahr oder vorzugsweise im Herbst zu pflanzen. Der Witterungsverlauf – wie langanhaltender Bodenfrost oder starke Trockenheit – sollte bei der Festlegung des Pflanzzeitpunkts immer berücksichtigt werden.

Platz da: Was muss ich beim Pflanzen beachten?

Das Loch sollte ungefähr doppelt so groß sein, wie der Wurzelballen der Pflanze. Der Ballen darf jedoch nicht zu tief im Pflanzloch stehen, sondern sollte ca. fünf Zentimeter aus dem Pflanzloch herausragen. Damit wird verhindert, dass der Baum durch Sauerstoffmangel an den Wurzeln abstirbt.
Ein Auslichtungsschnitt der Krone um ca. 20% reduziert die Verdunstung und beseitigt konkurrierende Triebe. Ist der Jungbaum gepflanzt, sichert man seine Standfestigkeit in den ersten Jahren durch Anbinden an einen Pflanzpfahl oder je nach Größe mit einem Dreibock zusätzlich ab. Das dient auch dazu, das Abreißen der Feinwurzeln zu verhindern.

Die Mischung macht’s: Pflanzenerde oder Dünger?

Im Idealfall wird die für die Verpflanzung des Jungbaums ausgehobene Erde auch zum Verfüllen verwendet. Dabei werden die obere Schicht, ein relativ dunkler, humoser Boden, auch Mutterboden genannt, und die darunterliegende Schicht getrennt gelagert, damit sie wieder schichtweise eingebaut werden können. Das ist nicht nur günstig, sondern auch ökologisch sinnvoll und bietet dem Baum die optimale Versorgung.
Bei schwerem oder qualitativ schlechtem Boden kann es sinnvoll sein, natürliche Bodenhilfsstoffe zuzugeben, beispielsweise Sand oder Kompost. Damit werden Durchlässigkeit und Nährstoffgehalt gesteigert. Der Kompost sollte aber nicht tiefer als 30 Zentimeter eingebracht werden, da sonst Fäulnisprozesse einsetzen können. Empfehlenswert ist es, nach der Pflanzung einen Gießrand bzw. kleinen Erdwall rund um die Baumscheibe auszuformen, damit das Gießwasser auch dort hingelangt, wo es benötigt wird. Essenziell ist es, den Baum vor allem in den ersten Jahren regelmäßig zu wässern und dabei Staunässe zu vermeiden.

Pflegetipps

Gesund von der Krone bis zur Wurzel

Baumpflege ist wichtig und notwendig, damit Bäume in der Stadt nicht zur Gefahr für Personen oder angrenzende Gebäude werden. Speziell ausgebildete Baumpflegerinnen und Baumpfleger der Stadt Erlangen kümmern sich um Bäume im öffentlichen Raum. Auch bei den eigenen Bäumen sollte man zur Gesunderhaltung regelmäßig prüfen, ob Form- und Pflegeschnitte notwendig sind.

Erste Hilfe für Bäume

Bäume sind Lebewesen und können als solche krank werden oder Verletzungen davontragen. Wunden schließt ein Baum in der Regel selbst mit sogenannten Überwallungen, die wie Narben im Holz zurückbleiben. Früher hat man mit Wundschutzmitteln versucht, das Gesundheitsrisiko durch eindringende Krankheitserreger zu mindern. Schonender ist es für Bäume jedoch, sich selbst zu heilen. Helfen kann man jungen, empfindlichen Pflanzen in den ersten Jahren durch einen Kalkanstrich, dieser hilft Frostschäden zu vermeiden.

Grundlagen des Baumschnitts

In den ersten Jahren können Schnittmaßnahmen sinnvoll und wichtig sein. Dabei werden zu tiefe Äste und dicht stehende oder kreuzende Triebe
entfernt, damit sich die verbleibenden Triebe gut entwickeln können. Zu beachten ist die individuelle Wuchsform des Baumes. Um das Eindringen von Krankheitserregern zu vermeiden, sollten die Schnitte immer glatt und die Schnittfläche so klein wie möglich sein. Je nach Baumart eignet sich eine andere Jahreszeit zum Beschneiden. Ein Walnussbaum beispielsweise sollte im Spätsommer geschnitten werden, da er zu dieser Zeit wenig Saft verliert. Um einen gleichmäßig hohen Ertrag zu erzielen, ist bei Obstbäumen ein regelmäßiger Schnitt empfehlenswert.

UNTERSTÜTZUNG FÜR UNTERSTÜTZER

Für Mieterinnen oder Mieter einer Wohnung mit Garten empfiehlt es sich mit dem Vermieter zu klären, unter welchen Bedingungen eine Baumpflanzung möglich ist.

Patenschaft

Sie besitzen selbst keinen Garten oder Hof mit ausreichend Pflanzfläche für einen Baum? Dann werden Sie doch Baumpatin oder Baumpate! Der kommunale Betrieb für Stadtgrün, Abfallwirtschaft und Straßenreinigung nimmt diese gezielte und nachhaltige Unterstützung gerne an.
Sprechen sie uns an!
Telefon: 09131 86 3106
E-Mail: gruenpatenschaft@stadt.erlangen.de

29.05.2020
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