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Stadtbäume Aktuelles

Mehr Bäume für Erlangen

Die Lebensbedingungen für Bäume in der Stadt werden schwieriger. Klimawandel und Trockenheit setzen ihnen besonders zu. Daher mussten in der Vergangenheit viele Bäume gefällt werden. Um für Ersatz zu sorgen und dadurch den Baumbestand nachhaltig zu sichern, pflanzte die Abteilung Stadtgrün intensiv nach und verbessert die Baumstandorte. In Zahlen ausgedrückt: Im vergangenen Jahr hat die Stadt Erlangen insgesamt 428 Bäume gepflanzt. Im vergangenen Jahr waren es bis Jahresende etwa 400 Neupflanzungen. Das Nachpflanzen alleine reicht jedoch nicht aus. Die Baumstandorte werden zusätzlich verbessert: So wird der Boden wird bei Neupflanzungen bis zu einer Tiefe von 1,5 m gelockert und 3 m3 Boden durch Baumsubstrat ersetzt.

Wie groß das Baumproblem ist, zeigt aktuell das Beispiel „Groß von Trockau Platz“. Wie in ganz Franken, sterben auch dort die Kiefern ab. Für entsprechenden Ersatz sorgten die von der Abteilung Stadtgrün im Herbst letzten Jahres vorgenommenen Nachpflanzungen. Gesetzt wurden ein japanischer Schnurbaum und eine Esskastanie. Beide Baumarten sind klimatolerant und werden auf dem sandigen Boden gut gedeihen. Am Groß-von-Trockau Platz, aber auch an anderen Standorten, steht die Suche nach geeigneten Plätzen in Konkurrenz zu anderen Nutzungen, die zusammen gedacht werden müssen. 

Die Stadt ist intensiv um eine nachhaltige Entwicklung des Baumbestands bemüht. Denn: Bäume machen Erlangen grün und lebenswert. Sie spenden Schatten, produzieren Sauerstoff, sorgen für bessere Luftqualität und reduzieren Lärm. In ihrer Vielfalt prägen die Gehölze die Stadtteile, steigern die Wohnqualität, erhöhen die biologische Vielfalt, fördern Erholung und sozialen Zusammenhalt und wirken sich positiv auf die Gesundheit aus. Bäume sind wahre Alleskönner und trotzdem macht der Mensch ihnen das Leben oft schwer.

Kosten von 1.200 bis 2.000 Euro pro Baum

Bäume geraten aus verschiedenen Gründen unter Druck: Der Klimawandel sorgt für trockene Jahresverläufe und heiße, dürre Sommerperioden, die insbesondere die Baumarten Birke, Erle, Kiefer und Hainbuche schädigen. Gerade in der Innenstadt liegt ein hoher Nutzungsdruck auf den Flächen, denn viele Menschen wollen auf engem Raum leben und arbeiten. Notwendige Veränderungen der Infrastruktur für Verkehr, Versorgungsleitungen und Neubauten aber auch Baumkrankheiten machen Fällungen erforderlich.

Häufig ist es auch schwierig, genügend Standorte für Nachpflanzungen zu finden. Bis die Pflege eines neu gepflanzten Baums abgeschlossen ist, vergehen fünf Jahre. An „normalen“ Standorten, wo der Boden verwendet werden kann und keine weiteren Maßnahmen wie Wurzelschutzbahnen, Leitungsumverlegungen usw. notwendig sind, belaufen sich die Kosten pro Baum auf rund 1.200 Euro. Muss ein Bodenaustausch stattfinden und ein spezielles Baumsubstrat verwendet werden, steigen die Kosten auf ca. 2.000 Euro. Müssen zusätzliche Schutzmaßnahmen bzw. Leitungsverlegungen zur Schaffung eines Baumstandortes ausgeführt werden, können die Kosten für einen Baum ein Vielfaches betragen.

 

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15.04.2020
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