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Stadtbäume Aktuelles

Vorbeugende Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners

In den vergangenen zwei Jahren waren auf Grund der warmen Witterung Eichen im Stadtgebiet verstärkt vom sogenanntenEichenprozessionsspinner befallen. Was soll man tun, wenn man befallene Bäume entdeckt? Und wo und wie wird der Eichenprozessionsspinner bekämpft? Die Stadt beantwortet wichtige Fragen zum Thema.

Was ist zu beachten, wenn man den Eichenprozessionsspinner entdeckt?

Die Raupen bilden während ihres Wachstums feine Brennhaare aus, die leicht brechen und bei günstiger Witterung durch Luftströmungen weitergetragen werden. Bei Kontakt mit Raupenhaaren können Schleimhautreizungen aber auch allergische Reaktionen in unterschiedlicher Ausprägung, z.B. in Form von lokalen Hautausschlägen, auftreten. Bei Kontakt mit Raupenhaaren sollten die Kleider gewechselt und der Körper gründlich gereinigt werden. Bei Auftreten von allergischen Symptomen empfiehlt es sich, ärztlichen Rat einzuholen. Wer im Stadtgebiet einen vom Eichenprozessionsspinner befallenen Baum entdeckt, kann dies unter Angabe des genauen Standortes an die Ordnungsbehörde der Stadt Erlangen mitteilen. Kontakt: E-Mail: ordnungsbehoerde@stadt.erlangen.de, Telefon: 09131 86 2636. Da es regelmäßig zu Verwechslungen z. B. mit der Gespinstmotte kommt, sollte der Meldung Bilder vom Befall beigefügt werden.

Bei welchen Bäumen veranlasst die Stadt eine Bekämpfung?

Die Stadt Erlangen veranlasst bei allen bekannt gewordenen Fällen auf öffentlichem Grund Bekämpfungsmaßnahmen. Aufgrund von Kapazitätsengpässen der Fachfirmen kann die Bekämpfung allerdings nicht in jedem Fall sofort erfolgen. Die Nester werden ohne Einsatz von Gift entfernt. In der Regel werden sie mit einem biologisch abbaubaren Schaum eingesprüht, um die Raupenhaare zu binden. Anschließend werden sie abgenommen und entsorgt.

Bereiche, in denen das Tier noch nicht bekämpft wurde, werden deutlich sichtbar mit Warnbändern markiert bzw. abgesperrt und sollten gemieden werden. Insbesondere sollen Raupen und Gespinste nicht berührt werden, da es zu allergischen Reaktionen kommen kann. Bekämpfungsmaßnahmen an den Bäumen können nur von Fachleuten durchgeführt werden.

Was wird von der Stadt vorbeugend getan?

In ausgewählten Bereichen wurden die Raupen in diesem Jahr vorbeugend bekämpft. Die vorbeugende Bekämpfung wurde nur in stark betroffenen, kritischen Gebieten unter Anwendung eines strengen Maßstabs durchgeführt. Dabei kam ein biologisches Insektizid zum Einsatz, das nur für freifressende Schmetterlingsraupen toxisch wirkt. Für Menschen ist das Toxin unschädlich, dies gilt ebenso für andere Insekten, Weichtiere und Wirbeltiere. Das Insektizid wird zudem durch die UV-Strahlung rasch abgebaut und belastet so den Naturhaushalt nicht. Die vorbeugende Bekämpfung erfolgte von Mitte April bis Mitte Mai auf dem Bergkirchweihgelände, in der Burgbergstraße, der Ebrardstraße, im Eichenwald und am Westfriedhof. Mittelfristig sollen die Lebensbedingungen für die natürlichen Feinde des Eichenprozessionsspinners wie Fledermäuse, Kuckucke und Hornissen verbessert werden, um so die natürliche Bekämpfung zu fördern.

Wie kann der Befall auf Privatgrund bekämpft werden?

Bekämpfungsmaßnahmen an den Bäumen können nur von Fachleuten durchgeführt werden. Deshalb ist eine Fachfirma zu beauftragen. Für die Bekämpfung auf Privatgrund sind die jeweiligen Grundstückseigentümer selbst verantwortlich.

Wie die Bekämpfung aussieht, erklärt Michael Schade von der Abteilung Stadtgrün in einem kurzen Video vom 29. April 2020.

 

19.05.2020
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