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Aktuelles

Ideenwettbewerb zum Erinnerungs- und Zukunftsort

Die Stadt Erlangen bereitet einen internationalen städtebaulichen und freiraumplanerischen Ideenwettbewerb für den geplanten Erinnerungs- und Zukunftsort Heil- und Pflegeanstalt Erlangen (HuPfla) vor. Aufgabe des Wettbewerbs ist, einen Rahmen zu schaffen, wie an dem historischen Ort der HuPfla und im weiteren Stadtgebiet die Geschichte in geeigneter Weise sichtbar und erlebbar gemacht werden kann. Der Wettbewerbsbereich umfasst das Areal der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt. Der weitere Betrachtungsraum ist die historische Innenstadt. Hier sollen Orte identifiziert und vorgeschlagen werden, um einen gesamtstädtischen Gedenkraum für die Opfer der Euthanasie zu schaffen.

Eine digitale Bürgerbeteiligung zum Wettbewerb fand am Mittwoch im Rahmen des Forums Erinnerungs- und Zukunftsort statt. Dabei wurden Ideen und Anforderungen zu den Themen Atmosphäre, Erinnerungskultur und Zukunftsort gesammelt. Planungs- und Baureferent Josef Weber zeigte die Möglichkeiten auf, sich vom breiten Spektrum an Gedenkstätten mit der Einbindung von Kunstobjekten, spezifischen Freiraumplanungen sowie städtebaulichen und architektonischen Umsetzungen inspirieren zu lassen. Wichtig war vielen Teilnehmenden in der anschließenden Diskussion die Schaffung eines offenen Ortes für Erinnerung, Begegnung und Austausch. Es wurde angeregt parallel zum Wettbewerb bereits jetzt geeignete Formate zur Vermittlung der Geschichte zu entwickeln und zu etablieren. Ein Schwerpunkt sollte auf den Bereichen Medizingeschichte und Medizinethik liegen. Die Einbettung des Erinnerungs- und Zukunftsorts in den modernen Forschungscampus in unmittelbarer Nachbarschaft wird als Chance gesehen und ist ein Alleinstellungsmerkmal. Alle Ergebnisse wurden dokumentiert und werden Teil der Wettbewerbsauslobung.

Oberbürgermeister Florian Janik sprach von der Chance, diesen schwierigen Teil der Erlanger Stadtgeschichte präsenter zu machen. „Es geht um die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, es geht um würdiges Erinnern. Es geht aber auch darum, Diskussionen in der Gegenwart und zur Zukunft unserer Gesellschaft anzuregen.“ Planungs- und Baureferent Weber betonte zudem, dass ein internationaler, offener Ideenwettbewerb die Chance biete, noch mehr Aufmerksamkeit für das wichtige Projekt zu erreichen.
Der Ideenwettbewerb soll im Jahr 2022 ausgelobt werden. Das Ergebnis des Wettbewerbs soll Ende des Jahres 2022 vorliegen.

Die Veranstaltungsdokumentation und die Ergebnisse der Arbeitsgruppen werden demnächst unter www.erlangen.de/gedenkort veröffentlicht. Weitere Ideen und Vorschläge können an die Geschäftsstelle des Projektes Erinnerungs- und Zukunftsort (E-Mail gedenken.gestalten@stadt.erlangen.de) geschickt werden.

09.07.2021
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